Zitat von FrauDrachin:@merretich puh, ok, sehr, sehr klare Haltung, sagen wir mal so. Du hast starke Zweifel an ihrem Charakter, und du fühlst dich von ihr nicht freundschaftlich behandelt. Dann ist alles klar, oder?
Ja das habe ich ---reduziert und weicher, aber dennoch klar ja auch so rückgemeldet.
Ich denke ich sehe das auch aufgrund meines Jobs so klar. Ich finde wir haben hier als Gesellschaft ein Problem. Weil immer mehr Menschen abhärten und egozentrisch werden, weil sie die Erfahrung machen, dass ihre Empathie als Waffe gegen sie verwendet wird um ihre Grenzen einzuweichen. Und so ordne ich das hier ein.
Spätestens seit der 68 Jahre Psychologie haben wir hier ein Problem, denke ich.
Oder hat schonmal jemand gehört, dass ein Holocaust Überlebender seine Vergangenheit benutzt hat, respektlos oder unfair mit anderen umzugehen? Ich denke im Gegenteil. Wer wirklich schlimmes erlebt hat, ist aufgerufen, anderen EBEN nicht dasselbe anzutun oder sie abzustrafen für das eigene unaufgearbeitete.
Und oft sind die am stärksten traumatisierten Menschen die sanftesten. Ist meine Erfahrung. Weil sie wissen wie sich die Hölle anfühlt, wollen sie andere gut behandeln.
Wobei sicher jeder Fehler macht. Wie gesagt. Eine kurze Entschuldigung und ich wäre ja ruhig gewesen und es wäre erledigt gewesen.
Aber gerade weil ich weiss, dass ich ein mitfühlender Mensch bin, möchte ich mir diese Eigenschaft bewahren für Menschen, die es NICHT gegen mich verwenden, um mich zu schwächen, unfaires Verhalten durchzusetzen oder meine Grenzen einzureissen.
Ich hoffe Du verstehst was ich meine.
Weil das eine ist die Vergangenheit oder eine Verfasstheit (daran kann man arbeiten)
Das andere ist Verantwortung für das was man tut. Und das würde ich mal strikt trennen.
Zumindest wenn jemand nicht gerade in einer Psychose ist. Und wie gesagt erst recht ab über vierzig.
Da hatte man nämlich dann unabhängig von der Herkunft einige Zeit sich zu überlegen, wie man mit anderen umgehen möchte.