Hallo zusammen,
wie angekündigt melde ich mich heute noch mal.
Ich habe mir am Wochenende sehr viele Gedanken gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich die Beziehung morgen beenden werde (mein Freund kommt heute erst spät nach Hause, da schlafe ich wahrscheinlich schon).
Es ist besser für uns beide, auch wenn er das natürlich erst mal nicht sehen wird. Es bricht mir jetzt schon das Herz, wenn ich daran denke, was ich ihm damit antue. - Aber andererseits, was tue ich mir denn seit Wochen an? Ich bin einfach nicht mehr glücklich und dieses ganze Gerede über immer die gleichen Themen hat meine Gefühle getötet.
Ja, es war mein (unser?) Fehler, trotz dieser - wie ich finde - gravierenden Probleme zusammenzuziehen. Aber ich finde nicht, dass es mein Fehler ist, dass es nicht funktioniert hat. Ich hätte mir das auch anders vorgestellt ...
Fehlende 6uelle Anziehungskraft lässt sich nicht herbeireden, entweder sie ist da, oder eben nicht. Ich kann es leider nicht erzwingen, jetzt Lust auf ihn zu haben, oder morgen, oder Freitagabend.
Er war natürlich das ganze Wochenende super lieb (natürlich merkt er, dass ich mich distanziere, und klammert deshalb umso mehr - das ist wahrscheinlich ein absolut natürlicher, normaler Reflex, nervt aber trotzdem ziemlich. Ich weiß, dass er das nicht böse meint, aber er/es nervt mich.)
Obwohl ich mit dem Spanier ja nichts getan habe, fühle ich mich schlecht meinem Freund gegenüber und sehe den Spanier nun nicht als Grund, sondern als Anlass für die Trennung. Ich war einfach nicht richtig glücklich, und wenn es jetzt nicht der Spanier gewesen wäre, dann irgendwann früher oder später jemand anders. Es passt einfach nicht, und ich weiß nicht, wie ich ehrlich zu mir sein kann und meinen Freund lieben soll. Im Endeffekt, und ich danke euch, dass ihr mir das noch mal "knallhart" geschrieben habt, bin ich für MEIN Glück und MEIN Leben verantwortlich. Und dieses Leben, wie ich es mit ihm führe, möchte ich nicht.
Meine beste Freundin sagte, dass sie bei mir immer so das Gefühl hatte, dass ich absolut "bei mir selbst" angekommen war, und dass das aber anscheinend im Moment nicht mehr so ist. Und dieses Gefühl habe ich auch, ich stehe neben mir und bin nicht ich selbst. Ich habe den Bezug zu mir selbst verloren. Seit Tagen esse ich kaum noch etwas, weil mich das alles so fertigmacht. Ich bin schlicht nicht glücklich, und ich finde, dass ich es mir selbst sein wert sollte, zunächst zu schauen, dass ICH glücklich bin.
Sicher bin ich mir auch, dass mein Freund eines Tages dankbar sein wird für die Trennung. Auch ihm nehme ich ja die Chance, eine Frau zu finden, die ihn so liebt, wie er ist, und die das gleiche Nähe-Distanz-Bedürfnis etc. hat.
Nun aber zu meinem Problem, und ich weiß, dass ich wie eine 13-Jährige klinge. Wie fängt man so ein Gespräch an?
Und dann - was wird aus der Wohnung?
Er könnte sich die Wohnung gerade so alleine leisten, ich nicht. Ich muss also ausziehen (denke aber, dass er auch nicht hier wohnen bleiben wird). Nun hat man ja 3 Monate Kündigungsfrist, und ich habe die Aussicht auf 2 Wohnungen, die jeweils ab dem 15.05. bezogen werden könnten. Natürlich möchte ich (und er wahrscheinlich auch), dass wir uns erst einmal aus dem Weg gehen können, aber ich kann zunächst nirgendwohin, vor allem auch wegen des Hundes. Nehme ich jetzt eine der beiden Wohnungen, oder verlasse ich mich darauf, dass ich nach Ablauf der 3 Monate, die wir hier noch Miete zahlen müssen, eine andere Wohnung finde (selbstständig + mit Hund, schwierig, noch dazu in einer Großstadt)? Und nein, 3 Monate lang doppelte Miete zahlen ist für mich leider finanziell nicht drin.
