Zitat von paulaner:Die Wahrscheinlichkeit, und damit die Angst, ist größer als jemals.
Nicht nur das: Die Wahrscheinlichkeit, heutzutage Kinder anderer Väter und Mütter großzuziehen, wenn man mit einem alleinerziehenden Menschen zusammenkommt, ist auch so hoch wie nie zuvor. Weil Patchworkfamilien heute eben fast normal sind, früher war das eher die Ausnahme und oft verpöhnt.
Trotzdem, ich habe das Spiel ja auch mitgemacht, ist Blut am Ende dicker als Wasser. Als mich meine Frau verließ, bezogen die Kinder Stellung zu ihr. Da war es auch plötzlich egal, dass ich ihnen immer zur Seite stand. Von Kindesbeinen an bis zur Partnerwahl, oft hatte ich mich mit der Kindsmutter gefetzt, um deren Kinder (damals unsere Kinder) Unterstützung und Halt zu geben. Da war ich in ihren Augen ein guter Mensch.
Als die Affäre ihrer Mutter aufflog, hielten sie zu ihr, haben den Kontakt zu mir abgebrochen, mich mit Vorwürfen überschüttet, dass ihre Mutter fremdging.

Ja, Blut ist dicker als Wasser.
Seitdem sind die auch für mich gestorben. Ich bin dermaßen abgestumpft, habe mich aus dem Leben allgemein zurückgezogen. Solche Umstände und Konsequenzen kenne ich auch von ein paar anderen Männern.
Es mag Frauen mit Kindern anderer Väter geben, die da anders ticken. Mit meiner geschiedenen Frau bekam ich keine Kinder, liegt vermutlich an mir (sie hatte die Kinder von anderen Männern), aber ich habe diese wie eigene geliebt. Schlimm dann, wenn sie sich abwenden und der Erzeugerin und ihrem Next zuwenden.
Auch etwas, an dem ich knabbere.
Ich verstehe es einfach nicht. Und ich kann Männer verstehen, die sich von Frauen mit Kindern fernhalten. Sind (hoffentlich) nicht alle so drauf, aber das ist wohl wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
