Zitat von Hitachi:du wirst es nicht glauben, ich bin sowas von selbstbewusst, warum sollte ich mir keinen Kopf um mein Aussehen machen?, das ist mit Verlaub...Quatsch, sich nicht "gehen zulassen" zeugt meiner Meinung nach auch genau davon, das mache ich zum größten Teil nur für mich selbst! Mein Alter, nehm ich so an! zurück drehen geht eh nicht!
Also lässt sich ein Mensch, dem die Optik nicht so wichtig ist automatisch "gehen"? So eine Grundeitelkeit haben ja die meisten Menschen.
Allerdings sehe ich sehr wohl die Tendenz, dass viele Frauen die abenteuerlichsten Dinge unternehmen, um ihre Optik zu verbessern.
Was bei fast jeder Dame Thema ist - das Gewicht. Dann geht es weiter mit hochhackigen Schuhen, die für einen anstrengenden Alltag höchst ungeeignet sind, Schmerzen verursachen und die Füße kaputt machen oder lange Nägel, die den Alltag ebenfalls erschweren. Und das ist Standard. Extremere Auswüchse wie SchönheitsOPS und Botox sind da ja noch ausgenommen.
Zum einen denke ich, dass Schönheit/Attraktivität ja auch dann noch sichtbar ist, wenn man all das weglässt. Es gibt so viele natürliche Frauen, die gut aussehen. Zum anderen ist es einfach so, dass sich die Optik mit der Zeit verändert, obwohl ich finde, dass es schöne Menschen in jedem Alter gibt, aber da steckt man nicht drin.
Deswegen finde ich es keinen guten Ansatz, wenn man zu sehr auf die Optik baut.
Mir war meine Zeit schon immer zu schade, um mich um mein Aussehen zu drehen. Lange Nägel behindern mich beim Sport und im Alltag, Make-Up schmiert mir die Kleidung voll und hohe Schuhe schmerzen.
Auch ohne den ganzen Terz finde ich mich attraktiv genug. Ich bin recht groß, schlank, habe ein ganz gut geschnittenes Gesicht. Reicht doch.
Und wenn es irgendwann anders sein sollte, dann ist es auch ok, weil mir andere Aspekte des Lebens eben weitaus wichtiger sind.
Wenn du schon als junger Mensch so eine wie ich finde recht gesunde Einstellung zu deinem Körper/deiner Optik hast, dann kommen die manche Äußerungen von außen ziemlich seltsam vor.
Bis heute höre ich immer wieder Sätze wie "mach doch mehr aus dir". Schmink dich doch mal, lass dir die Haare lang wachsen, zieh betontere Kleidung an, was weiß ich.
Aber wozu? Wenn du dich selbst so magst und, was ich immer das wichtigste Argument finde, die Zeit lieber in andere schöne Dinge investiere.
Zitat von Hitachi:...sein Ding zu machen und dabei einen tollen Partner an der Seite zu haben, war/ist für mich immer befriedigtender gewesen, als meine "Siege" immer am Ende alleine zu feiern, das wird ganz vielen Frauen auch so gehen! Das hat überhaupt nix damit zu tun das wir unsere Männer auf irgendeinen Thron setzen und sie den ganzen Tag huldigen müssen!
Niemand ist gerne alleine und eine schöne Partnerschaft wünschen sich auch die meisten. Das geht mir so wie jedem anderen auch.
Allerdings stellst du es so hin als ob Singles einsame Menschen sind. Ich hatte mein Leben lang immer einen gut aufgestellten Freundeskreis, das war mir sehr wichtig. Eben deswegen, weil Partnerschaften - zumindest in meinem Fall - nie so langlebig waren, als dass ich darauf hätte bauen können. Selbst wenn ich in einer guten Beziehung war, habe ich meinen Freundeskreis nicht vernachlässigt. Das hat sich stets ausgezahlt.
Zitat von Hitachi:Ich WILL meine Liebe mit einem Mann teilen der sie verdient, die kriegt nicht gleich jeder Dödel hinterher geschmissen, aber wenn sie einer hat dann mit 100% und das Gefühl es zurück zukriegen ist einfach mega genial!
Geht mir ganz genauso. Aber was man gerne will und was man bekommt ist nicht immer deckungsgleich.
Ich finde es nicht die Regel sondern ein großes Glück, wenn man auf einen guten Partner trifft, der zu einem passt. Wenn du andere Erfahrungen gemacht hast und es dir leicht fiel jemanden zu finden mit dem du harmonierst, dann ist das doch schön.
Ich beobachte häufig, dass der Wunsch, die Suche nach einem Partner sehr zentral ist und die Single-Zeit als extrem frustrierend wahrgenommen wird. Die Konsequenz daraus ist, dass man sich sehr viel bieten lässt oder in den Zeiten alleine sein Leben nicht genießt.
Paradebeispiel hierfür ist der Thread von Ortrere. Da wird seitenweise beschrieben wie Frauen von Männern aufs Übelste getäuscht werden, nicht respektiert werden und trotzdem trauern sie diesen Männern hinterher.
Die heftigste Aussage fand ich sinngemäß, dass eine Frau meinte die Zeit alleine, die Trennung ist weitaus härter, als die schlechte Beziehung.
Da läuft doch was schief, wenn ich mein Leben, mein Wohlergehen als weniger wichtig sehe, als die Beziehung zu einem einzelnen Menschen, der mich nicht gut behandelt.
Meine Meinung ist, dass nach wie vor (gerade bei uns Damen Ü40) die möglicherweise unbewusste Überzeugung herrscht, dass Frauen ohne Partner nichts wert sind.
Was sozialtussi anbelangt wünsche ich ihr von ganzem Herzen, dass sie glücklich wird. Ich fand ihre Begeisterung lediglich etwas verfrüht. Mir ist auch bewusst, dass sie überhaupt keine Bewertung der Situation wünschte, sondern nur ihre Freude teilen wollte.
Von daher nix für ungut und eine gute Zeit.