Ehemaliger User
Gast
Danke für deine lieben Worte!
Es ist vermutlich die falsche Wortwahl, wenn ich immer schreibe: "aus dem Herzen reissen."
Es war wohl eher so, daß ich mir selbst eingeredet habe, ihn nicht mehr zu lieben, ihn nicht mehr lieben zu müssen.
Habe damit irgendwie wieder auf diesen Sinnspruch verdraut: "Der Glaube kann Berge versetzen."
Mir war nur irgendwann bewußt geworden, wenn ich nicht aufhöre weiter an ihm zu klammern und nur dem Schönen nachtrauere, komme ich nie mehr auf die Füße.
Diese Erkenntnis war sehr schmerzhaft und auch ungewollt.
Man will ja wirklich nicht aufhören ihn zu lieben. Aber ich habe erkannt, nur SO konnte ich mich lösen.
Und danach ging es endlich Stück für Stück bergauf.
Mit deinen Worten hast du genau das getroffen, was ich meinte mit der *eingebildeten Liebe*.
Ich frage mich das auch heute noch gelegentlich.
Was vermisse ich denn so?
-Vermisse ich IHN?
-Vermisse ich das Vertraute?
-Vermisse ich die Gewohnheit?
-Vermisse ich die Familienbande?
-Vermisse ich die Zärtlichkeiten?
-Vermisse ich die Liebe?
Ich weiß was ich heute habe.
IHN vermisse ich nicht mehr. Es war wohl lange Zeit so.
Vertrauen muß ich erst wieder finden, aufbauen. Egal in wen.
Gewohnheit? Muß nicht unbedingt sein. Gewohnheit avanciert sehr schnell in Langeweile.
Die Familienbande vermisse ich sehr. Gemeinsames Essen, Picknick, Ausflüge, das morgendliche gemeinsame Kuscheln im Bett ect.
Zärtlichkeiten? Jain. Ich mag mich, meine Tochter kuschelt mit mir. Aber manchmal packt es mich doch und tigere wie aufgezogen und ruhelos durch die Wohnung. Ich glaube, du verstehst was ich meine. ;) Nach fast 12 Monaten Abstinenz wohl auch normal.
Einfach nur mal Kuscheln, wegen mir auch Küssen, Streicheln, im Arm gehalten zu werden.
Die Liebe!
die eine Liebe habe ich. Ich mag mich selbst, ich libe meine Tochter, sie liebt mich.
Die andere, partnerschaftliche Liebe fehlt mir schon sehr.
Einfach (dumm, ich weiß) meine Bestätigung als Mensch und Frau zu bekommen und auch zu geben.
Ich habe so viel Gefühl in mir, daß es mich manchmal zerreisst, weil ich nicht weiß wohin damit.
So, meine liebe U.K. Ich wünsche auch dir ein schönes Wochenende.
Geh morgen vielleicht völlig ohne Erwartungen zu eurer Feier.
Oder mach es wie ich. ;)
Mal den Teufel an die Wand, stell dir das Schlimmste vor, was passieren kann. Dann kann es nur noch besser werden und man ist nicht so enttäuscht. (ohne Gewähr ;))
Viele liebe Grüße Nicole