Guten Morgen Leute! Ich hoffe, ihr hattet alle eine erholsame Nacht.
Heute ist es 2 Wochen her, als sie ihr letztes Trennungsdrama abzog und nun weg ist. Innerlich fühlt es sich für mich an, als wären es mittlerweile schon 2 Monate. Vor 2 Wochen hatte ich nicht mal eine Ahnung, was geschehen wird. Dass mich ihr Hass mit voller Breitseite treffen wird. Ihr Verhalten war völlig normal (für ihre Verhältnisse), wir gingen jedes Wochenende aus und ließen es uns gutgehen, aber im Hintergrund plante sie mit ihren Freunden schon fleißig meine endgültige Vernichtung.
Seitdem habe ich (außer gestern ganz kurz, aber wahrscheinlich unbeabsichtigt) kein Sterbenswörtchen mehr von ihr gehört, was auch ungewöhnlich für sie ist. Jeden Morgen liege ich wach und hadere. Ich hadere mit der Situation, mit ihr und mit mir selbst. Ich möchte ihr stets sagen: "Warum?", "Denkst du an mich?" oder "Verzeih mir für das, was ich bin!"...
Dieses Hadern nimmt mir jegliche Kraft, ich stehe nur auf, weil ich muss, um meinen Pflichten in der Arbeit nachzukommen.
Meine Mutter möchte mir ständig helfen und mit mir zum IKEA fahren um neue Möbel für meine Wohnung zu besorgen, die ich mir schon so lange zulegen wollte. Ich empfinde es jedoch als sehr anstrengend unter Menschen zu gehen und kann einfach nicht...
Es begleitet mich die Angst, dass es tatsächlich endgültig vorbei ist. Es ist Angst und Erleichterung zugleich. Ich habe dieses Hin und Her mit meiner Ex nicht wirklich mehr ausgehalten, doch in den guten Zeiten war sie ein sehr lieber, bemühter & einfühlsamer Mensch und wir haben sehr viel gemeinsame Zeit & Nähe genossen. Das fehlt mir enorm und hält mich an ihr fest. Die Gedanken an die schönen Momente lassen mich in Tränen ausbrechen.
Ich weiß im Moment noch nicht, wie es für mich weitergehen soll...
Zitat von Finii: Das ist der Kreislauf. Es wird ja irgendwie auch von deiner Seite vorsichtiger geworden sein, verständlicherweise. Wenn du jetzt gelitten hast, hat ihr das gezeigt, dass du sie noch liebst. Wenn es dir besser geht, wird sie sich alle möglichen Gedanken machen, warum und wegen wem usw. Dann kommt es halt wieder zu dem Drama, dann Trennung, dann zurück wollen, sie merkt wieder, du liebst sie usw. Hoffe das war verständlich erklärt.
Ja, ich war vorsichtig... sogar übervorsichtig. Ich habe mir jedes Wort 3x überlegt, um sie nicht zu verletzen. Wenn wir bei meinen Eltern auf Besuch waren, dann sind diese ganz vorsichtig mit ihr umgegangen, haben Themen und gutgemeinte Ratschläge vermieden, da es meine Ex ja wieder innerlich treffen könnte.
Ich habe alles getan, damit diese Situation nicht wieder eintritt. Ich bin alleine spazieren gegangen, wenn sie wieder nicht wollte, nur damit kein Streit ausbrach. Für mich habe ich es immer entschuldigt, wenn ich alleine war, denn sie ist wie sie ist und besser es gibt keinen Streit & kein Trennungsszenario.
Doch es gab auch Phasen in denen ich einbrach, dem inneren Druck nicht mehr standhalten konnte. Mit ihr zu diskutieren begann, über ihr ambivalentes Verhalten, über das Alleinesein. Außer, dass für sie dann eine Welt zusammenbrach, kam dabei dann aber eh nichts heraus.
Beispiel: Wir waren vor 1 Monat im Autokino und da ging alles schief, was nur schieflaufen konnte. Ich habe die Tickets besorgt und sie hat sich um das Proviant gekümmert. Nach ungefähr 10 Minuten Film hat dann die Autobatterie den Geist aufgegeben, was bedeutete, dass der Ton weg war. Es schüttete zudem aus Kübeln und die Scheibenwischer gingen nicht mehr, dazu kam, dass die komplette Scheibe anlief, da die Klimaanlage auch nicht mehr funktionierte. Man sah nichts mehr. Ich war so genervt und sauer über die Situation und zeigte meinen Unmut darüber. Das spiegelte sich bei mir aber nur durch beharrliches Schweigen wider.
Sie nahm meinen Unmut sofort persönlich und fing an zu weinen. Sie sagte, dass sie nun den Abend verhaut hat, obwohl sie sich soviel Mühe gegeben hatte. Ich verstand ihre Reaktion damals nicht wirklich und ging auch nicht auf sie ein, vorallem weil der Ärger nicht auf sie bezogen war und ich nicht diskutieren wollte.
Oft habe ich das Gefühl, dass das der Anfang vom endgültigen Ende war.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sie mich vermisst oder ihr es wichtig ist, dass mein Leid meine Liebe zu ihr zeigt. Dass es ihr egal ist, ob ich irgendwann wieder glücklich werde und an wem das liegt.
Aber schlussendlich kann ich nicht in sie hineinschauen, einen Menschen mit so einem unberechenbaren Verhalten habe ich noch nie erlebt...
Zitat von Zweizelgänger:Also Steve, das ist wirklich krass.
Ich hab mich wirklich extrem intensiv mit dem Thema beschäftig, aber so viele Parallelen hab ich noch nie gelesen.
Die junge Frau wohnt nicht zufällig in Bayern und ihr Vorname beginnt mit P....
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Nein, da sprechen wir von zwei verschiedenen Damen
Ich bin wirklich überrascht, wie viele Leute dasselbe durchgemacht haben wie ich. Danke auf jeden Fall für all eure Inputs, es hat mir zumindest die Augen geöffnet, dass meine Ex kein Unikat in dieser Hinsicht war.