Zitat von Zweizelgänger:Ich merkte irgendwann, dass in mir so eine diffuse Unsicherheit entstand.
Ich hatte die gegen Ende (3-4 Monate vorher) irgendwie auch ihr gegenüber.
Ja, das kenne ich auch. In der Arbeit überlege ich 10x, bevor ich eine Zusage treffe, vor Angst einen Fehler zu machen und dann eines auf den Deckel zu bekommen. Früher war ich der resolute Mann... "nein" war eben "nein", da tue ich mir im Moment etwas schwer. In der Arbeit hatte es bis dato aber noch keinen Vorfall gegeben, der mich zu dieser Unsicherheit zwingen würde.
Im letzten Monat vor der endgültigen Trennung verspürte ich ihr gegenüber eine Riesenunsicherheit - das liegt meiner Meinung nach aber auch daran, dass ich wahrscheinlich insgeheim schon spürte, dass etwas nicht stimmt bzw. es zu Ende gehen würde. Andererseits fühlte ich mir ihr gegenüber total untergraben, da ich oft das Gefühl hatte, dass mein Leben uninteressant sei. Es zählten immer nur
ihre Arbeit und i
hre Bedürfnisse.
Zitat von Zweizelgänger:Mein Gedanke dazu ist, dass es da eben, wie schonmal erwähnt, um diese alten Anteile geht, die normalerweise nicht da sind, deshalb nicht gestört haben und dann irgendwie aktiviert werden.
Ich hatte mich nämlich so vorher nie gefühlt und hatte fast immer Verantwortung im Job.
Kann schon sein, was du sagst. Ich hatte wie schon gesagt auch schon vor ihr mehrere Beziehungsproblem, aber
so erbärmlich wie jetzt ging es mir noch nie. Hatte davor auch noch nie Probleme in der Arbeit, nur weil die Partnerin daheim mal Stress machte...
Zitat von Revell:Meine Ex hat mich mal zu Hause so dermaßen runter gemacht, weil ich laut ihr nicht interessiert gewesen sei, dass sie nicht weiß was sie anziehen soll.
(...)
Die ganze Fahrt ging es weiter.
Als wir dort waren, war ich etwas ruhiger, noch perplex.
Als sie gefragt wurde was los sei, bekam ich mit wie sie meinte, ich sei wohl einfach schlecht drauf.
Ja, so etwas Ähliches hatte ich, als ich mit ihr nach Polen zu einer Hochzeit gefahren bin. Sie hatte sich gar nicht darum geschert, wie wir dorthin kommen, obwohl es
ihr Bekannter war, der da geheiratet hat. Ich habe wochenlang an diesem Trip getüftelt, wäre am Liebsten nach Krakau geflogen oder mit dem Zug dorthin, aber ich konnte nichts planen, da sie mit mir nicht darüber reden konnte. Mann, das war ein Hin und Her und am Liebsten wäre ich zuhause geblieben.
Schlussendlich sind wir mit dem Auto dorthin gefahren, ich als Fahrer, 10 Stunden lang, davon 6 Stunden lang durch die öde Pampa der Slowakei und Polen (sorry an alle, die von dort her kommen, nehmt es nicht persönlich

), Musik durfte ich keine anmachen, denn das störte die Gran Madame ja. Wir waren dann ca. um 23 Uhr dort und sie wollte dann noch eine Runde feiern gehen. Ich war aber so platt und wollte nur noch ins Bett, woraufhin sie mich ziemlich anstänkerte. Am nächsten Tag waren wir deswegen immer noch nicht gut aufeinander zu sprechen, aber als wir dann alle anderen trafen, war sie sofort wieder gut drauf und ich war immernoch angepisst und aufgrund des Streits ohne Energie für diesen Tag und dementsprechend drauf.
Das konnte ich mir noch wochenlang anhören, was für einen schlechten Eindruck ich dort auf alle gemacht habe und was ich für ein Verhalten an den Tag legte
Sie hat es auf jeden Fall geschafft, dass ich heute noch ein schlechtes Gewissen deswegen habe, obwohl ich weiß, dass sie auch nicht ganz unschuldig an dem Ganzen war.
Zitat von Revell:Und jetzt diskutier mal mit jemandem der eine komplett andere Wahrnehmung hat, das KANN gar nicht zu einer Lösung kommen.
Das würde ich auch auf den netten Brief, den sie mir am Montag zukommen hat lassen, ummünzen (Gewaltschutzzentrum).
Bei der Trennung stellten mich ihre Freunde als ihren Peiniger und Bedroher dar, warfen mich raus auf dass ich mich nie mehr bei ihr melden darf.
Verdächtig ist aber, dass die Drohungen allesamt von
ihrer Seite kommen. Ich habe nur versucht, mit Vernunft (sofern es diese in so einer Situation überhaupt noch gibt), Ruhe und Nettigkeit mit ihr zu sprechen, auch während der Trennung. Dies nimmt sie aber wahrscheinlich schon als Bedrohung auf ihre Person bzw. ihren Spaltungsprozess wahr.