Zitat von Zweizelgänger:Bist du da so sicher, dass es eben nicht darum geht, dass man verletzbar ist, weil man liebt und der andere mit seiner Kälte einen in eine scheinbar unterlegene Situation bringt.
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Das meine ich eben, dass das durch diese "Nichterreichbarkeit" kommt und man selbst aber irgendwie seinen Gefühlen ausgeliefert ist.
Da dürftest du schon Recht haben, dass ich mich durch ihre Kälte verletzt und unterlegen fühle. Seit ihrer Aktion mit dem Gewaltschutzzentrum habe ich wirklich eine Riesenangst vor ihr, das liegt einerseits an meiner Verwirrung über die ganze Situation, da ich nicht weiß, was ich falsch gemacht habe, der sie zu so einen Schritt zwingt, andererseits will ich gar nicht wissen, wozu sie noch im Stande ist. Sie ist mir so fremd vom einen Tag auf den Anderen.
Es spielt auch die Angst mit, dass sie mich bereits vergessen haben könnte, nach allem was ich für sie gemacht habe. Ich habe auch Angst davor, sie eines Tages mit einem anderen Mann zu sehen bzw. zu wissen, dass ich bereits ausgetauscht wurde. Wobei das alles für mich keine Rolle spielen darf, da ich sowieso ohne sie weiterziehen muss und will.
Zitat von Zweizelgänger:Diese Reaktion kenne ich allerdings auch, aber das hat mich immer mehr an so ein komisch stures verhalten eines vierzehn jährigen erinnert.
Da kann ich dir nur zustimmen @Zweizelgänger. Dass sie ihre Freunde geholt hat, erinnert mich auch eher an pubertierendes Verhalten. Ein klärendes Gespräch, welches ich bei der letzten Trennung ja wollte, hätte auch geholfen, aber sie wollte nicht. Sie lümmelte nur auf der Couch, schwieg und spielte auf ihrem Handy herum... bis ihre Freunde dann anklingelten. Und ich bin weiß Gott kein Mann, mit dem man nicht reden kann. Ich denke, dass sie ihre Gedanken & Gefühle verbal womöglich gar nicht auszudrücken vermag. Ich bekam immer nur ein "Ich kann nicht mehr und es ist Aus" hingerotzt und das war es dann.
Ich habe ihr bei einer Trennung im Januar schon mitgeteilt, dass sie das so mit mir nicht so machen kann - sie sollte nicht immer stante pede mit mir Schluss machen und doch endlich ein Gespräch mit mir führen und mir sagen, was ihr nicht passt, damit ich endlich mal eine klare Linie habe, was ihre Gefühle angeht. Sie antwortete darauf nur, dass das plötzliche Schlussmachen, bereits ihre klare Linie sei.
Zitat von Zweizelgänger:Das kann ich nicht beurteilen, aber ich glaube, wie gesagt, dass die Gefühle vielleicht zu diesem Zeitpunkt durchaus auch echt gewesen sein können, dann aber wieder wechselten, da die Nähe zu viel für sie war.
Das glaube ich mittlerweile nicht mehr, dass ihre Gefühle zu diesem Zeitpunkt echt waren. Sie konnte einfach nicht alleine sein (wie sie mir bereits erzählte) und da sich niemand Anderes anbot, war ich dann wieder gut genug. Wie man sowas 3 Jahre lang durchziehen kann (auf beiden Seiten), ist für mich ein Rätsel.
Auffällig für mich ist jedoch, dass vor der endgültigen Trennung ein anderer Mann im Spiel war, von dem sie mir bei einem Trennungsgespräch wenige Woche davor erzählte, dass er sie umgarnte. Monate davor gab sie mir auch schon zu verstehen, dass sie Gefühle für jemand Anderes hat, da sie ihre Zeit größtenteils mit mir verbrachte und total lieb zu mir war, habe ich das aber wieder für eine ihrer depressiven Phasen abgetan und verdrängt. Aber gerade jetzt, wo ein Anderer erwähnt wird, versucht sie mich endgültig zu vernichten und mich von sich fernzuhalten. "Der weiße Ritter ist da" wie es in den Lektüren so schön heißt.
Mein Hirn will das aber irgendwie nicht glauben.
Zitat von Acht:Mein simples Gehirn funktioniert auch schlicht so, dass, wenn ich jemanden nicht mag, ich einfach auch keine Zeit mit demjenigen mehr verbringe und nicht, dass ich Zeit mit jemanden verbringe, um ihm heimlich eins reinzuwürgen, weil ich ihn nicht mag und mich verletzt dadurch fühle. Lag außerhalb meiner Vorstellungskraft und tut es auch heute noch.
Das sehe ich genauso., deswegen wundert es mich ja, dass sie quasi jeden Tag mit mir verbracht hat. Aber ich glaube in ihr tobte unterschwellig der Konflikt, dass sie mit mir nicht zusammen sein möchte.
Viele unserer Trennungen liefen ruhig ab (das waren meist die, wo sie nach Stunden oder Tagen wieder zurückkam), bei manchen Trennungen wurde ich Stunden danach aber auch mit wüsten Beschimpfungen via Whatsapp bombardiert. Wie sehr sie mich hasst, wie ekelhaft sie mich findet, wie unbedingt sie mich loswerden will und dass entweder ich den Tod finden soll oder sie. Ich würde sie gefangen halten. Diese Aussage trifft mich heute noch am Meisten, denn damit gibt sie mir die Schuld, dass das alles nicht eher beendet wurde, aber es gehören immer zwei dazu. Man musst hierbei aber auch die Motive beachten, warum die Beziehung jedes Mal wieder von Beiden aufgenommen wurde.
Ich hätte viel mehr auf diese Worte hören sollen, denn ich glaube, dass es das ist, was sie wirklich über mich denkt & fühlt. Das alles habe ich nach jedem Zusammenkommen dann aber einfach verdrängt oder für mich entschuldigt, und nur darauf geachtet, dass sie jetzt ja wieder lieb & nett zu mir ist und wir jeden Tag füreinander da sind.
Aber wie @Zweizelgänger schon sagt, dass war auch meine verschobene Wahrnehmung und ich war wie hin und her gerissen, da ich nicht wusste, was hier gespielt wird. Und dadurch entstand auch diese Angst in mir, weil ich nicht wusste, welche Partnerin mich beim Heimkommen erwarten würde - das süße Mädchen oder der eiskalte Engel...
Zitat von Acht:Als ich die nächste gemeinsame Fahrt dann dankend mit der Begründung ablehnte, dass ich allein fahre, weil ich so etwas echt nicht nochmal brauche, kam, wenn du so gemein mir gegenüber drauf bist, hab ich ohnehin kein Interesse mit dir zu reisen. Da entgleitet einem echt erstmal alles im Gesicht.
Das kenne ich zu gut und das tut mir sehr leid für dich. Diese Schuldumkehr ist einfach der Wahnsinn!
Diskreditierungen gehören bei diesen Menschen leider auch dazu wie täglich Brot. Ihre Mutter wusste zwar von mir Bescheid, hatte mich aber noch nie gesehen. Meine Ex sagte aber immer, dass mich ihre Mutter hassen würde, da ich mit ihrer Tochter so schlecht umgehe. Die Frage nun ist, woher sie diese Meinung haben konnte - ihre eigene Meinung war es nicht, sondern wurde ihr von meiner Ex so impliziert.
Beim Schreiben nun fällt mir auf, dass ich noch nie mit einem Menschen zu tun hatte, für den Hass so ein präsentes Thema war.
Zitat von CaveCanem:Falscher Selbstschutz?
Richtiger Selbstschutz.
Das hängt davon ab, von welcher Position man es betrachtet. Für uns bzw. viele ist es vielleicht falscher Selbstschutz, da wir in der Situation anders reagieren würden. Für meine Ex wird ihr Verhalten jedoch richtig sein, denn sie hat nie gelernt, sich anders zu schützen und kennt es auch nicht anders.
Zitat von Revell:Ich wünsche allen mit denen ich hier im Forum Kontakt hatte , ob per PN, in Threads (ob wohlgesonnen oder nicht) für ihr weiteres tun alles Gute und vor allem auch Dir, @steveforterio.
Ich kann deine Entscheidung total nachvollziehen. Ich danke dir sehr für deine immer guten Ratschläge und ich wünsche dir für deine Zukunft alles Gute. Du bist ein super Kerl, Revell!