Zitat von Andreas1980: vor mir liegt die Scheidungsvereinbarung, bei der ich meiner Frau zu Liebe viel nachgegeben habe.
Ich hatte gefragt, ob Du diese - in meinen Augen, grade was den Kindesumgang betrifft, ganz schlimme - Vereinbarung bereits unterschrieben hast. Hab ich Deine Antwort überlesen?
Zitat von Andreas1980: Bin um 21 Uhr heimgekommen und hab gehofft, dass mein Kind noch wach ist, aber sie hat schon geschlafen. Als ich weggefahren bin, hat mein Kind mich gebeten, dass ich nicht lange weg bleibe.
Ne 6jährige schläft um 21 Uhr. Wenn Du sie noch hättest sehen wollen, dann hättest Du halt früher nach Hause kommen müssen.
Wobei ich es völlig in Ordnung finde, dass Du bei Freunden warst. Und auf die Bitte meines Kindes hätte ich gesagt „Tut mir leid, aber heute wird es bei mir später“. Was hast Du denn zu Deiner Tochter gesagt?
Zitat von Andreas1980: Fand das extrem seltsam und denke, dass sie am Tag davor vielleicht wieder etwas negatives gesagt hat.
Hätte sie nicht nur eher abwesend zu mir sein sollen?
Eure Tochter ist ein kleines Mädchen und liebt Mama und Papa. Daran wird sich so schnell, wenn bisher eine gute Bindung bestand, auch nichts ändern. Wie das wird, wenn Ihr nicht mehr alle unter einem Dach, sondern getrennt wohnt und Du tatsächlich einem Umgang zustimmst, der nur eine Nacht jedes zweite Wochenende und mal ein paar Stunden zwischendurch beinhaltet, kann niemand vorhersagen
Bei diesem Thema wirkst Du auf mich eher lethargisch… Dein Anwalt fand‘s okay, er ist kein Freund vom Wechselmodell (dabei gibt es noch ne Menge zwischen Wechselmodell und alle 2 Wochen mal eine Nacht), gesprochen hast Du ihn auch länger nicht… ja, was nun? Hast Du Interesse an Deinem Kind oder nur daran, wie Deine Nochfrau vielleicht über Dich sprechen und was sie machen könnte?
Zitat von Andreas1980: Ich meinte nur, dass ich sei gerne noch wach erlebt hätte, da ich die Befürchtung hatte, dass meine Frau schlecht vor den Freunden über mich geredet hat.
Und was hättest Du gemacht, wenn sie noch wach gewesen wäre? Gefragt „Hat Mama schlecht über mich geredet?“?
Mir scheint, Ihr beide - Du und Deine Ex - vermischt munter die Paar- mit der Elternebene. Ich verstehe, dass es nicht einfach ist, das zu trennen; vor allem, wenn man massiv verletzt ist. Wenn Ihr Euer Kind liebt (und davon gehe ich aus!), dann müsst Ihr das aber auseinanderhalten.
Deine Nochfrau schreibt hier nicht. Ihr kann man dazu nichts sagen. Im Idealfall solltet Ihr beide diese Ebenen auseinanderhalten, aber wenn sie das nicht kann, dann solltest zumindest Du das versuchen.
Dazu gehört durchaus auch, dass Du für Dich und einen regelmäßigen und nicht so selten wie von Ex geplanten Umgang mit Deinem Kind sorgst. Dass Du jetzt vielleicht schon Regeln (wer ist beim Kind, wer bringt es ins Bett, wer in den Kindergarten) einführst. Jupp, ist womöglich nicht einfach, wenn Ex quer schießt. Machbar ist es trotzdem und für Euer Kind ist es wichtig, dass es Verlässlichkeit spürt.
Die Kleine hat es eh schwer genug - oder denkst Du, dass Kinder in dem Alter nicht merken, wie der Hase läuft? Die wissen auch bei intakten Familienbeziehungen genau, wann sie nach Mama und wann nach Papa schreien müssen und versuchen ohne mit der Wimper zu zucken diese gegeneinander auszuspielen. Das ist normal und Grenzen austesten gehört dazu.
Bei Euch spürt sie natürlich (!), dass vieles nicht (mehr) stimmt. Eure Aufgabe wäre es, in dieser schwierigen Situation dem Mädel Halt zu geben. „Ego pur“ ist halt nicht mehr (oder sollte nicht sein), wenn man Kinder in die Welt setzt.