Gastbenutzerin
Gast
hier gibt es einfach unterschiedliche Erfahrungen.
Bei uns war es z.B. so, dass zweimal ich der Part war (also in dem Fall weiblich), der sich trennen wollte (und auch zeitweise getrennt hat).
Auch bei mir gab es andere Männer, mit denen aber nichts war, weder ein freundschaftliches Küsschen noch Händchenhalten - nur Gefühle. Weil unsere Beziehung in einer tiefen Krise steckte.
Ich habe mich dann aber doch beide Male dagegen entschieden, dem Bauchkribbeln zu folgen, auch wenn ich es in den Momenten gar nicht so einfach fand, und bereue es heute keine Sekunde lang.
Allerdings war es bei uns tatsächlich so, dass mein Mann sich letztlich für die Therapie entschieden hat (- er hatte sehr viele Probleme, die mit mir zwar nichts zu tun hatten --> Eltern, Kindheit, usw., der ganze Mist halt, die aber unsere Beziehung über Jahre hinweg sehr schwer belasteten).
Was soll ich sagen: Wenn jemand wirklich bereit ist, an den Problemen zu arbeiten und es möchte, kann es klappen.
Auch, dass Gefühle wieder freigeschaufelt werden und dann stärker sind als je zuvor.
Aber die Frage ist halt vor Allem, wie die Beziehung von Anfang an und über einige Jahre war - war wirklich etwas da? Oder nicht?
Ich denke, wenn eine Beziehung auf einem wackligen Fundament aufgebaut war, oder wenn beide Beteiligten ohnehin nie zu 100% glücklich mit dem Anderen waren oder von seinem Charakter überzeugt waren, sind Situationen wie deine unvermeidlich.
Die kommen dann früher oder später in jedem Fall.
Warum sollte man auch mit jemandem zusammenbleiben, mit dem einen nicht mehr verbindet als ein Häuschen.
(Sorry, bisschen plakativ gesagt, aber es ist tatsächlich so)
Kinder leiden unter einer schlechten Beziehung schließlich noch mehr als die Erwachsenen, die sie führen.
