Zitat von paulaner: Darf ich fragen, wie du das meinst?
Sorry komplett überlesen! War keine Absicht.
Vielleicht auch ein Gespräch, was wir besser in Drachins Thread weiterführen könnten.
Für mich geht es um folgendes: Ich glaube, Affären sind eine aggressive, weh tun wollende Form von Kommunikation bzw das Aufbrechen von bisherige Kommunikation in der Hauptbeziehung, was vorher eben mit "normalen" Mitteln nicht gelungen ist.
Das klingt jetzt ein bissl naiv, aber ich gehe davon aus, daß niemand eine Ehe schließt (Ausnahmen eh immer) mit dem Vorsatz irgendwann zu betrügen. sondern ich glaube, wenn wir Affäre, mal kurz auf wenigstens einer ist komplett langfristig vergeben, reduzieren, Du darin auch immer eine Botschaft an die Hauptbeziehung sehen kannst.
Meine Erfahrung ist, daß die aber du hast das Versprechen, "welches wir uns gegeben haben," gebrochen" (moral), viel zu kurz greift.
Hier im Forum empfinde ich zudem, daß sobald jemand daher kommt und sagt, ich kann mich zwischen 85 Jahren Ehe und 148 Kindern plus drei Häusern und meiner jungen, an mir interessierten Geliebten /Geliebter nicht entscheiden und weiß nicht, was ich tun soll, es ein einfaches Bewertungsmodell gibt.
Das Bewertungsmodell lautet immer, Affären sind schlecht. Du hättest mit mir reden müssen und weil Du das nicht hast, habe ich moralisches Oberwasser. Selbstverständlich kannst du die Beziehung in Frage stellen oder sie beenden, aber doch nicht so.
Und an der Stelle wird es halt schwierig, weil eine Affäre etwas anderes ist, als sich eventuell nach einem warmen Wechsel umzuschauen. an der Stelle wird es schwierig, weil, egal wie sehr man moralisch angeblich bessere Karten hat, daß ja nicht unbedingt heißt, man wäre ner Lösung näher und an der Stelle wird es schwierig, weil die moralische Überlegenheit, die Betrogene ins Feld führen, völlig fürn Humbug ist.