Zitat von Felica: dass der Betrüger sich zu 100 % erklären sollte
Das sehe ich anders. 100% Schuldeingeständnisse und reumütiges Verhalten führen nur dazu, den Ehepartner weg zu treiben. Denn es entsteht ein riesiges Ungleichgewicht zwischen einem "Richter", der großmütig verzeihen sollte, es aber nicht kann, weil er ja nicht neutral urteilen kann und einem "Verurteilten". Der "Gute" steht als derjenige da, der Leid erfahren hat und der jetzt einen Ausgleich in Form von Schuldeingeständnissen dafür sucht. Und dann will er Dinge wissen, die ihm im Endeffekt nur noch mehr weh tun. Was hat der Partner davon, wenn ich ihm sage, damals am 05.05.2021 als ich angeblich auf Dienstreise war, habe ich mich am Nachmittag mit den Affäre getroffen? Wem bringt das was?
Der andere, der Schuldige soll sich erklären und vor allem bereuen und damit wird er in eine Ecke gestellt. Er ist auf die Gnade und Nachsicht des EP angewiesen wenn er bleiben will.
Das wird so nicht funktionieren. Auch ein Schuldiger muss auf Augenhöhe leben können, ansonsten ist es der Todesstoss für eine Ehe. Er muss nicht alles gestehen und wozu auch?
Es ist nicht hilfreich, Einzelheiten zu erfahren, um sich noch mehr weh tun zu lassen und sich noch mehr in die Rolle des "Guten" zu begeben, dem ab jetzt alles zusteht, während dem anderen nichts mehr zusteht. Denn der ist ja böse, gemein und hinterhältig.
Auf dieser Basis lässt sich keine Beziehung retten.