Zitat von Begonie: 100% Schuldeingeständnisse und reumütiges Verhalten führen nur dazu, den Ehepartner weg zu treiben.
Welchen von beiden Ehepartnern meinst du damit? Den Betrüger oder den Betrogenen?

Zitat von Begonie: Denn es entsteht ein riesiges Ungleichgewicht zwischen einem "Richter", der großmütig verzeihen sollte, es aber nicht kann, weil er ja nicht neutral urteilen kann und einem "Verurteilten"
Wow, da ist ja eine regelrechte Homage an den Betrüger !
Joa, kann man alles so betrachten und wenn man das Ganze (aus meiner Sicht fälschlicherweise) schon mit einem Gerichtsverfahren vergleicht, dann sollte man dabei auch alle FAKTEN berücksichtigen!
Fakt ist nämlich, dass es allen Voran der Betrüger war, der sich mit Beginn seiner heimlichen Affäre den Richterposten
selbst zugewiesen hat und den unwissenden Betrogenen damit auf die "innere" Anklagebank verurteilt hat!
Also ein plötzlich vollkommenes und vorher nie da gewesenes Ungleichgewicht, kann ich persönlich nicht wirklich erkennen.
Insofern frage ich mich auch hierbei :
Zitat von Begonie: Der "Gute" steht als derjenige da, der Leid erfahren hat und der jetzt einen Ausgleich in Form von Schuldeingeständnissen dafür sucht.
Einen Ausgleich für was genau denn bitte schön? Für seine Treue etwa? Denn "treu" zu sein, bedeutet für mich nicht auch automatisch "gut" zu sein..Und was für den einen tatsächlich "gut" ist, kann für den anderen trotzdem nicht ausreichend bis hin zu schlecht sein.... Wie man ja anhand des Betrügers (vorzugsweise des TE hier) sehr gut erkennen kann. Seine EF ist auf allen Kanälen die perfekte Frau und so.. Also ich für meinen Teil glaube ihm das sogar:-)
Und selbst wenn man deinem Beispiel folgt und lediglich die Rollen tauscht, dann ist selbst in dieser Situation der Betrüger nach wie vor der "eigentliche Richter". Denn absolut NIEMAND konnte ihn eine Affäre zwingen, so wie ihn auch NIEMAND zurück in die EHE zwingen kann. Vollkommen gleichgültig welche Anforderungen an ihn gestellt werden oder eben auch nicht!
Schließlich hat die EF in diesem Thread hier als Beispiel, nichts weiter getan, als ihrem Gatten mitzuteilen, das SIE (unabhängig von seiner Entscheidung) auf jeden Fall die 350 km weiter in das neue Haus ziehen wird:-)
Wenn hier also irgendwer, irgendwie "richtet" dann wohl nur über
sich selbst!Oder wie heißt es so schön : Wo kein Kläger, da kein Richter (nötig).
Zitat von Begonie: Der andere, der Schuldige soll sich erklären und vor allem bereuen und damit wird er in eine Ecke gestellt.
Auch das sehe ich für meinen Teil anders, denn in meiner Welt DARF sich der Auswärtsspieler erklären, sofern er/sie das MÖCHTE!
Und wenn er/sie das eben nicht möchte ,dann ist zumindest für meine Begriffe eine
wahrhaftig intime Beziehung (auf allen Ebenen) mit einer Person wie mir nicht möglich, sondern allenfalls und auf lange Sicht gesehen, eine platonische Freundschaft, das Ende der Fahnenstange.
Und auch hier frage ich mich, um deinem Beispiel zu folgen :
Zitat von Begonie: Er ist auf die Gnade und Nachsicht des EP angewiesen wenn er bleiben will.
Wo genau ist die Gnade und Nachsicht seitens Betrügers gegenüber dem Betrogenen, der vollkommen ungefragt in einen solchen Gerichtsprozess hinein geschleift wurde und sich jetzt noch quasi dafür schämen muss, das ihm unaufgefordert Schmerz zugefügt worden ist und er jetzt zu seiner persönlichen Rettung noch nicht einmal ne Pille dagegen schmeißen darf.
Das ist ja praktisch so, als ob mir jemand oder sogar ich mir selbst mit einem Hammer auf Kopf schlage und dann glauben soll, das es nicht mir sondern meinen Gegenüber wehtut.
Zitat von Begonie: Und dann will er Dinge wissen, die ihm im Endeffekt nur noch mehr weh tun.
Neulich habe ich mich beim sauber machen geschnitten , weil ich unwissend in eine klitzekleine Glasscherbe gefasst habe. Es hat heftig geblutet und sau wehgetan... mit angehaltener Luft und hoch roten Kopf versuchte ich vorsichtig die Wunde zu reinigen und machte mir ein dickes Pflaster drüber.. Der Schnitt war so tief und es pochte noch tagelang so heftig, dass ich selbst beim Händewaschen Angst hatte, es könnte Wasser auf der verletzten Stelle landen. Die Wunde ist inzwischen zugewachsen und oberflächlich verheilt. Man sieht nichts mehr... Aber wenn ich etwas im Alltag gedankenverloren "falsch" anfasse, dann spüre ich ihn wieder...diesen stechenden Schmerz und werde damit dann immer wieder aufs neue daran erinnert, dass da irgendwo noch ein Rest der Glasscherbe in meinen Finger wohnt, den es zu entfernen gilt:-)
Zitat von Begonie: Was hat der Partner davon, wenn ich ihm sage, damals am 05.05.2021 als ich angeblich auf Dienstreise war, habe ich mich am Nachmittag mit den Affäre getroffen? Wem bringt das was?
Weil es für
mich wichtig wäre zu wissen,
WO ICH mich zum Zeitpunkt seines Auswärtsspiels gerade aufgehalten habe... Denn zumindest für mich macht es einen Unterschied, ob ich gerade die Blumen auf dem Balkon gegossen habe oder mit starken Wehen im Kreissaal beschäftigt war.
Es ist schon schlimm genug, dass man überhaupt besch*issen wird...aber erst wenn man sich der ganzen Art und Weise bewusst werden kann, kann man auch Entscheidungen treffen, die man dann auch
tatsächlich mitzutragen bereit ist.
Zitat von Begonie: Auf dieser Basis lässt sich keine Beziehung retten.
Was für ne Rettung denn bitte schön ? Was tot (getötet) ist, kann niemals sterben.
In sofern würde ich eher sagen : Auf dieser Basis lässt sich keine (wahrhaftig intime) Beziehung führen...
Aber gut, denn Anspruch an eine solche Tiefe der Beziehung hat nunmal nicht jeder, wie ich feststellen durfte
