Zitat von Begonie:Das sehe ich anders. 100% Schuldeingeständnisse und reumütiges Verhalten führen nur dazu, den Ehepartner weg zu treiben. Denn es entsteht ein ...
Hi, ich bin bei vielen Dingen bei Dir.
Schuld und Sühne, sind Begrifflichkeiten, die man bei der Aufarbeitung vermeiden sollte.
Ich kann auch als betrogener meinem Partner nur anziehend finden, wenn er nicht in Sack und Asche umherläuft.
Ich würde das in unterschiedlichen Phasen aufteilen, in den ersten Wochen, hat man natürlich Infobedarf, ist wütend, schlägt mit Worten im sich.
Nach 2-3 Monaten, kann man schon mit etwas mehr Rationalität an die gemeinsame Aufarbeitung gehen.
Wichtig ist, dass der Betrüger die Verantwortung übernimmt und nicht versucht zu relativieren, indem er den Betrogenen noch eine Mitverantwortung rüberschiebt.
Vor allem nicht kurz nach der Affäre, dass trifft natürlich auf heftigen Wiederspruch.
Meine Ex könnte diese Verantwortung nie ganz übernehmen, war letztendlich nicht schlimm, da ich mit den Monaten natürlich auch meinen Anteil gesehen habe, aber diese Einsicht kam von mir und würde mir nicht aufgedruckt.
Oftmals scheitert es dann doch, da der betrogene sein Leben neu aufstellt und ausrichtet, oftmals euphorisch und mit schnellen Schritten.
Diese Euphorie aber vom Betrüger nicht geteilt wird, er noch emotional in der Affäre hängt oder eigentlich die alte beendete Beziehung wie früher weiterführen will.