Zitat von playmobil: Wenn ich sehe, wie meine Frau weint bzw die Tränen kommen oder sehe, dass meine Kollegin leidet, muss ich oft schlucken und denke mir dann:" Was hast Du da bloß für eine sch. verzapft " bzw " Ich habe es zu weit getrieben ".
Großer, Du hast eine Affäre angefangen, als Deine Frau mit eurem zweiten Kind schwanger war.
Es gab im Laufe dieser Monate in diesem Thread einige (fast viele) Abzweigungen, die Du hättest nehmen können, um einigermaßen schadensbegrenzend aus der Nummer raus zu kommen. (Egal ob nun pro Familie oder pro Patchwork). Du hast mit traumwandlerischer Sicherheit jedes einzelne Mal die für alle (einschließlich Dich) schlimmste genommen.
Schlucken müssen, ist sehr, sehr weit weg von dem, was mit dir passieren wird, wenn die Nummer eines Tages implodiert.
Selbstverletzung hat viele Gesichter, manche ritzen, manche betreiben Substanzmißbrauch, manche in verschiedenen Bereichen Selbstsabotage. Leider, das wissen viele, aber erst viel zu spät, retten einen eben auch Kindern nicht.
Das eigene Leben mit ziemlich netten Aussichten (Haus, Job, Familie nach Umzug) so dermaßen an die Wand zu fahren, denn Du schläfst mit einer Kollegin, da wird auch vom Job ned so wahnsinnig viel übrig bleiben, ist aber schon eine ganz schöne Hausnummer.
Das Ding ist halt, diese ganzen lapidaren Erklärungsversuche, wenn es dem Esel zu gut geht etc., werden nicht reichen. Denn mal ehrlich, du bist nicht nur ein Mann, der seine Frau in der Schwangerschaft betrogen hat, sondern ein Mann, der im Anschluss alles dafür getan hat, die Situation noch viel schlimmer zu machen, als diese ohnehin war.
Wofür?
Liebe? Na geh, Liebe ist etwas völlig anderes.
Wofür also?