Hey Willow,
sorry, wenn ich jetzt auch in die gleiche Kerbe hau. Das ist mir einfach aufgefallen:
Zitat von Willow1014:Er trinkt so 3-4 mal die Woche bis er betrunken ist. Wenn er betrunken ist, wird er manchmal ziemlich fies und manchmal sehr verletzend und respektlos.
Wie passt das denn zu dem da:
Zitat von Willow1014: Aber Alk. im krassen Sinne mit körperlicher Abhängigkeit und regelmäßigen Ausrastern ist er nicht.
Und dazu, dass du meinst, du schläfst gelegentlich bei einer Freundin, wenn er zu sehr neben sich steht? Ich habe da schon auch den Eindruck, dass du viele Dinge nach den langen Jahren normal findest, die einfach nicht normal sind.
Ansonsten, klar, du hast dir offensichtlich sehr viele Gedanken über seinen Alk. gemacht, und für dich deinen Umgang damit gefunden, und hast es geschafft, recht klare Grenzen zu ziehen. Deshlab mag ich darüber gar nicht mehr so viel sagen, ich denke aber, dass der Akoholkosum in alle anderen Probleme reinspielt, sei es Libidoprobleme, sei es die Depression... Ich weiß jedenfalls ziemlich genau, wie es mir geht, wenn ich mal Ausnahmsweise mehrere Wochenenden hintereinander zu tief ins Glas schaue...
Jedenfalls ist es ja wohl so, dass du jeden zweiten Abend ohnehin Single bist, weil er im anderen Stockwerk ein Date mit der Flasche hat.
Dass da nicht allzuviel Zeit und Energie übrigbleibt, um wirklich an der Beziehung zu arbeiten, klingt logisch.
Irgendwie fallen damit schon so einige Mindestanforderungen weg, die ich persönlich an eine Beziehung habe, nämlich, dass man das gemeinsame Leben gemeinsam gestaltet, mit vielen Kompromissen, klar, und einige Dinge sind von beiden Seiten aus in der Regel gesetzt... aber meinen Partner nur jeden zweiten Abend haben? Dann noch mit meinen Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen gegen Mauern rennen?
Bitte überleg dir mal vom Planfall Null aus, wie du dir eine Beziehung wünscht, und vorstellst, und ob du nüchtern betrachtet, bereit wärest, bei deinem nächsten Kerl ähnliche Kompromisse einzugehen.
Abgesehen davon: Vielleicht gelingt es dir diesmal, deinen AM in die Wüste zu schicken. Was wird mit dem nächsten? Ich glaube eher nicht, dass du deine 6uellen Bedürfnisse ewig ignorieren kannst.
Wovor dein Partner vermutlich in der Tiefe (zu recht) Angst hat, ist, dass du wieder merken könntest, wie sich funktionierende Partnerschaften überhaupt anfühlen, und dann wäre er vermutlich tatsächlich abgeschrieben.
Für mich war letztlich die Entscheidende Erkenntnis: So, wie es ist, kann es nicht weitergehen.
Und dann die nächterne Beobachtung: Es wird sich aber nichts ändern. Alle Vorschläge sind gemacht, alles ist schon 1000 mal gesagt und besprochen.
Und damit hattte ich letztlich meine Antwort. (Außer dass mir mein Mann die Entscheidung abgenommen hat, indem er ganz klar gesagt hat, dass er sich lieber trennen wird, als auf meine Vorschläge einzugehen.)