JaneDoe1966
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hab lange überlegt, ob ich das Thema hier anschneiden soll, denn es ist mir schon etwas peinlich. Aber was soll's, ich kann ja nur auf gute Tipps von den Mitgliedern hier hoffen. Also, mein Problem ist folgendes:
Ich (50, w.) bin mit meinem Freund (42) seit acht Monaten zusammen. Ich liebe ihn und ich denke bzw. hoffe, er liebt mich auch. Allerdings zweifel ich immer wieder an seinen Gefühlen für mich, wenn es um das Thema Sex geht.
Die Initiative dazu geht immer nur von mir aus. Ausschließlich! Das war schon immer so und das stört mich sehr. Es ist nicht so, dass er keine Lust hat, aber er will einfach nie den Anfang machen und das lässt mich daran zweifeln, ob ich für ihn überhaupt s.uell attraktiv genug bin.
Wir haben schon oft darüber gesprochen. Ich schneide das Thema immer wieder an, also nicht jeden Tag, aber alle paar Wochen kommt es wieder auf den Tisch. Immer dann, wenn sich die negativen Gefühle bei mir wieder hochgeschaukelt haben.
Anfangs sagte er, er wäre eher der Typ, der einsteigt, wenn die Frau anfängt. Was bitte soll das heißen? Ihr müsst euch das so vorstellen: Wir liegen im Bett und reden noch über unseren Tag und ich fange an, ihn zu streicheln und zu berühren. Er genießt das, aber ich bin auch noch da, ich habe auch Bedürfnisse und ich möchte, dass er mir zeigt, dass er mich auch begehrt. Es ist nicht so, dass er nicht erregt ist. Das ist er, aber ich fummel die ganze Zeit an ihm rum. Das kann locker eine Stunde so gehen, bis er dann, wie er sagt "einsteigt".
Vorgestern Abend war wieder so eine Situation. Tagsüber machte er Andeutungen über WA, dass er gerne Sex hätte abends und ich dachte, ich versuche ihm mal wieder die Initiative zu überlassen. Das gleiche Spiel wie immer. Ich war so enttäuscht und genervt, dass ich dann das Licht ausgemacht und mich auf die Seite gedreht habe.
Am nächsten Tag wieder ein Versuch meinerseits, dass zu besprechen. Ich habe versucht ihm zu erklären, wie sich das für mich als Frau anfühlt. Ich habe ihm gesagt, ich fühle mich wie eine Prost., die ihn zum Abschluß bringen muss. Ich fühle mich unattraktiv und das es ihm egal ist. Ich fühle mich wie eine notg...., alte Frau, die ihn dazu nötigen muss mit mir Sex zu haben.
Dann kam wieder so eine merkwürdige Erklärung, dass er das nicht gewohnt ist, die Initiative zu ergreifen. In seiner vorherigen Beziehung (die dauerte 12 Jahre und ist seit 6 Jahren vorbei) musste er immer warten, bis er von der Frau grünes Licht bekam zum Sex (in Form von Annäherungsversuchen ihrerseits). Wenn er angefangen hat, hat sie ihn immer zurück gewiesen. Ich habe ihm dann erklärt, dass ich nicht seine Ex bin und ich ihn auch nicht mit meinen Verflossenen vergleiche. Mittlerweile müsste er doch geschnallt haben, dass ich anders bin. Was bloß ist sein Problem?
Ich dachte dann, das Problem wäre ein für alle mal geklärt und dann kam der gestrige Abend. Das gleiche Spiel wie immer. Ich habe diesmal gar nichts gemacht und gewartet. Aber wieder nichts. Ich war so enttäuscht und gekränkt, dass ich dann heulen musste. Mitbekommen hat er das anscheinend aber nicht oder er hat es einfach ignoriert, weil es ihm unangenehm war.
Wir haben ansonsten eine total harmonische Paarbeziehung, es ist ist nur dieser eine Punkt, bei dem es immer zu Auseinandersetzungen und Verletzungen kommt.
Was soll ich nur tun? Liegt es wirklich nicht an mir? Liegt es nur an seiner Unsicherheit?
