Philinea
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Zitat von acre:@Philinea Ich kann nicht viel zu deinem Liebeskummer sagen. Ich stehe auf der anderen Seite dieses schmerzhaften Dreiecks. In Threads wie deinem werden häufig Tangenten aufgemacht, die dem TE nicht wirklich helfen. Ich möchte dir raten nur auf Beiträge einzugehen, die dir was bringen. Wenn du nicht über deine ...
Es tut mir sehr leid, dass du das durchmachen musst, vielen Dank, dass du mir hier trotzdem schreibst. Ich bin für alle Meinungen und Sichtweisen dankbar.
Ich habe keine Probleme damit, (auch) über die Trennung von meinem Mann zu sprechen, denn sie muss ich genauso bewältigen wie die Trennung von meinem Freund. Ich will nicht jammern, ich weiß, dass ich selbst so entschieden habe, aber auch für mich ist das Scheitern meiner Ehe traumatisch, ich habe das nicht gewollt, ich habe mir immer vorgestellt, dass wir zusammen alt werden, ich habe mit meinem Mann, den Kindern, Haus, Katzen, tollen Urlauben, großartigen Freunden und einer liebevollen Familie das Leben geführt, das ich mir immer gewünscht habe. Ich war geborgen und sicher. Nur eben nicht in meiner Beziehung. Und ich habe lange mit mir gehadert, ob es das wert ist, das alles aufzugeben und gleichzeitig auch so viel Schmerz auszulösen.
Ich weiß nicht, ob sich der Blick auf meine Ehe nochmal ändern wird, ich glaube es ehrlichgesagt nicht. Ich habe mich nicht für den anderen getrennt, es zieht mich auch jetzt, wo ich das Alleinsein erlebe, nichts zurück. Denn ich war in meiner Ehe zwar nicht allein, aber doch oft einsam.
Und will ich meinem Exfreund eine faire Chance geben, seine Ehe zu kitten? Ganz ehrlich, nicht mein Job. Die muss, die kann nur er ganz allein selbst sich und seiner Frau geben, diese Chance. Nein, ich will doch eigentlich gar nicht, dass er wieder zurückgeht, soll ich ihn jetzt auch noch dabei unterstützen? Ich werde ihn nicht aufhalten, ich bin es auch nicht, die immer wieder den Kontakt sucht, aber auch noch über einen Jobwechsel nachdenken, echt jetzt? Ich liebe meinen Job, es ist mein Traumjob, für den ich hart gearbeitet habe, und ich war noch nie so dankbar dafür wie zur Zeit. Er ist so ziemlich das einzig Beständige in meinem Leben derzeit und gibt mir sehr viel Halt, nicht zuletzt sind auch meine Kollegen mir eine große Stütze. Und ich bin sehr auf ihn angewiesen, muss auch aufstocken, um mir meine neue Wohnung leisten zu können, und ausgerecht jetzt soll ich wechseln? Ich verstehe ja, dass du die Dinge durch deine eigene Geschichte mit einem anderen Blick siehst, aber für das Gelingen oder Scheitern ihrer Beziehung sind nur die beiden verantwortlich, den Schuh mag ich mir echt nicht anziehen.
Ebenso die Frage, ob er vielleicht Lust hat, noch einmal (fremde) Kinder bis ins Erwachsenenleben zu begleiten.