Philinea
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Zitat von Lumba:Da ist es ähnlich. Du hast es nicht verarbeitet, lebst das halbgar weiter mit wöchentlichen gemeinsamen Essen. Wo bist Du denn jemals klar ...
Nein, Du täuschst dich. Ich lebe nichts halbgar weiter. Mein Mann und ich haben drei gemeinsame Kinder, die für den ganzen Mist, das ganze Chaos nichts können. An erster Stelle bei dieser ganzen Trennung stand für uns beide immer, wie wir es für unsere Kinder so erträglich und wenig traumatisch wie möglich gestalten können. Da wir gerne beide zu
möglichst gleichen Anteilen für
unsere Kinder da sein wollen und keiner von uns nur Wochenendpapa oder -Mama sein will, haben wir uns für zwei Zuhause und das sogenannte Wechselmodell entschieden. Und da wir im Elternsein keine Konflikte auszutragen haben und auch auf Paarebene eigentlich keine offenen Konflikte haben (für die finanzielle Auseinandersetzung gehen wir zu einem Mediator), bin ich auch sehr zuversichtlich, dass wir das hinbekommen werden.
Um dein Alltag der Kinder gemeinsam wuppen zu können, sind nunmal enge Absprachen und häufiger Kontakt nötig. Das gemeinsame wöchentliche Essen/Kaffeetrinken dient dem Austausch und der Organisation. Und davon abgesehen
leben wir ja räumlich getrennt, und ich habe diese räumliche Trennung entgegen den Vorstellungen meines Mannes, der lieber so lange wie möglich noch in einer Eltern-WG mit mir gelebt hätte, auch durchgesetzt und durchgezogen, indem ich mir eine eigene Wohnung gesucht habe, die ich durch Aufstockung selbst finanziere.
Die gemeinsamen Geburtstags- und sonstigen Feiern sind ausdrücklicher Wunsch meines Mannes und auch meiner Kinder, und ich kann ihnen das nicht abschlagen, nachdem ich es ja war, die gegangen ist und diese Trennung ausgelöst hat. Abgesehen davon tun diese Zusammenkünfte auch unseren betagten Eltern gut, die natürlich auch an unserer Trennung leiden.
Natürlich muss ich nun lernen, allein und für mich selbst klar zu kommen und die Trennung verarbeiten, das bedeutet aber nicht, dass ich die Paarbeziehung zu meinem Mann nicht loslassen kann, und es bedeutet auch nicht, alle Brücken abzubrechen, gerade, wenn gemeinsame Kinder da sind. Man kann trotz Trennung Familie bleiben, und ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis zahlreiche positive Beispiele hierfür.