LaLeLu_
Mitglied
- Beiträge:
- 4007
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 7460
- Mitglied seit:
leilani: Also das mit der Distanz habe ich ja so gar nicht hinbekommen
ich glaube das war aber auch gut. und schlecht. es hat mir sehr geholfen und es hat es für mich schwerer gemacht. versteht mans?
schlecht, weil: er in seinem ganzen wesen und seiner ganzen art so verwirrend und einnehmend war, dass es wie ein M I N D F U C K war. und wenn er nicht omnipräsent war, war er weg. und dann war das wieder verwirrend. am ende fühlte ich mich befreit. und dann leer. und dann verwirrt. und dann wütend.
gut war es für mich, weil:
naja, es gab ja einen grund, warum ich mich so zu ihm hingezogen gefühlt habe: er ist einfach ein verdammt intelligenter, attraktiver, smarter, extrovertierter mann. sein charme, sein humor, seine art haben mich vollkommen angezogen.
hätte ich die distanz bewahrt, ich glaube dann hätte ich mich vielleicht wirklich extrem verliebt. wenn wir zusammen waren, ich hab mich mit ihm zusammen so lebendig gefühlt! das war schon alles extrem intensiv. vielleicht hätte ich mich dann in die illusion dieses mannes komplett verliebt und gar nicht gesehen, was dahintersteckt.
der witz ist, es steckte ja dann noch was anderes dahinter, als das was ich ihn ihm gesehen habe, aber dennoch das ganze in einer kompletten verliebtheit? ohje.
dadurch dass ich ihm so nah gekommen bin, habe ich aber schnell gemerkt, dass er kein partner für mich wäre ein mann, mit dem ich zeit genießen kann (in guten zeiten), danach aber auch wieder ruhe brauche, weil er eben so verwirrend und einnehmend ist. die gespräche, die fragen, seine gesprächsführung, seine spontanen ideen, seine extrovertiertheit. das ist aufregend und gleichzeitig aber auch erschöpfend.
und seine verwirrende art. er war halt so einnehmend... sein fernweh, seine dramen, alles ist im argen, dann seine spontanen ideen, seine pläne, dass er weg will, dass er da hin will, dass er es hier nicht aushalten kann..
du sitzt abends entspannt auf der couch und bekommst plötzlich nachrichten: "es stimmt doch alles nicht mehr.." "es stimmt doch gar nichts mehr" "hier oder dort oder doch woanders..." "ich vermisse etwas, was es nicht mehr gibt: heimat"
ich bin eben nicht der typ, der dann das zur seite legt und weiter chillt, sondern ich denke dann: oh gott, was ist los? was hat er denn? also ich wusste, dass es nichts mit mir oder seiner frau zutun hat, einfach seinem innenleben..
und ich weiß, es geht ihm nicht gut, kann ihn aber nicht anrufen, schreibe dann, dann schweigt er sich aus und mein ganzer abend ist aufgewühlt.
das meine ich eben, ich kann mich da nicht so abgrenzen. ich kann nicht sagen "ach weißte was, nicht mein problem". nicht wenn mir jemand wichtig geworden ist.
das hat mit verliebtheit oder liebe nix zu tun, er war mir als mensch wichtig.
aber sein leben, sein chaos, sein drama, da habe ich schnell gemerkt, dass er was ganz anderes ist, als er nach außen scheint und dass wenn es noch näher und intensiver wäre, es mir alle kräfte rauben würde.. dass er einfach kein mann ist, mit dem ich mehr möchte.
trotzdem hatte ich ihn sehr gerne. und hab mich körperlich so zu ihm hingezogen gefühlt. und es hat mir einfach sehr wehgetan, dass ich ihm als mensch einfach sch.gal war. darüber war ich so wütend.
und dann hab ich mal überlegt, wann er denn für mich da war?
hätte ich nur einmal so ne krise gehabt und mich an ihn gewandt, hätte ich schnell gemerkt, dass da nix zurückkommt
er hat ja immer gesagt, dass er sehr auf distanz geht, wenn viel nähe etc. also ganz nah, verwirrend, dann wieder weg.
aber das was sich am ende zeigte, das hat mich einfach sehr wütend gemacht. und fassungslos. ich dachte wirklich, dass ich ihm als MENSCH wichtig bin. sein verhalten am ende war einfach sehr verletztend für mich.
naja, ich hab auf jeden fall ne sehr gute woche hinter mir
Ihr wart/seid beide on fire! Total verschossen! 

