Zitat von Soloperme:Liebe Isabella Wie geht es Dir, heute nach seinem Auszug, allein in der Wohnung? Ich hoffe, es macht sich bald ein Gefühl der Befreiung breit, alles ...
Danke, dass du dran gedacht hast und nachfragst. Ich bekam heute Morgen nach dem Aufstehen von ihm ernsthaft eine Zimtschnecke und zwei Tafeln Schokolade zum Frühstück. Ebenso wurde ich darüber informiert, dass er neues Waschmittel eingekauft hat und das Altglas entsorgt ist. Ich dachte zuerst ich habe einen Schlaganfall und fragte, dass er doch heute auszieht oder ob er den Verstand verloren hat. Er antwortete vermutlich.
Ich habe mich fertig gemacht, mir in Ruhe Waffeln und Bananen zum Frühstück gemacht und sah dann dabei zu wie die ersten Sachen abgeholt wurden. Danach fuhr ich zu meinem Grundstück, um ein paar Dinge zu organisieren, Plausch mit den Nachbarn und dann in die Stadt, um mich abzulenken.
Daheim war auch fast alles fertig, er saugte noch einmal durch und sagte bis dann. Danach habe ich Bilder aus dem Möbelhaus aufgehangen, neue Blumen platziert und zu Abend gegessen und mich vor dem TV auf dem Sofa berieseln lassen.
Ich war irgendwie nicht traurig, kein Zusammenbruch, dann noch ein Telefonat mit einem Freund.
Und jetzt sitze ich deprimiert auf meinem Sofa und sage mir nicht einschlafen, du liegst sonst bis morgen früh, weil dich niemand mehr ins Bett trägt, morgen stupst dich keiner an, um S** zu haben und die zweite Portion Waffeln isst du auch alleine. Die Wand im Schlafzimmer ohne seinen Schrank sieht sch*** aus, im Badezimmer ist seine Seite des Waschbeckens leer.
Ich trauere nicht um den abwesenden Partner, der alles wichtiger als mich fand, sondern um den guten Menschen, der er für mich war und der mich jetzt Bett gebracht und zugedeckt hätte und mich mit seinen Körper gewärmt hätte.