Zitat von Soloperme:@Isabella_W Liebe Isabella Ich erinnere mich an die erste Nacht, den ersten Tag, nachdem ich vergleichbar verlassen wurde, darüber in eine heftige ...
Danke, nachdem ich am Samstag gut beschäftigt war, zog sich der Sonntag gefühlt ewig in die Länge und kurz war ich auch davor zu weinen, weil nicht mehr nur keine Bilder von uns mehr da waren (diese nahm ich bereits letztes Jahr ab), sondern auch seine Möbel und er. Ich erwische mich dabei wie ich im Bett auf seine Seite greife, in der Küche mich an jedes Essen erinnere und auf dem Sofa seinen Platz anstarre. Die Realität schlägt gnadenlos zu, dass ich nie wieder mit ihm schlafen werde, nie mehr in seinen Armen liegen werde und seinen Duft riechen werde. Ich sehe das Leben, das wir uns aufgebaut haben nachdem wir beide fast zeitgleich mit dem Studium fertig waren und ich sah. Samstag mit Blick auf das Grundstück das Leben, das wir uns ausgemalt haben: Haus, tolle Jobs, Reisen um die Welt, gute Restaurants, und uns.
Und nach dem Gespräch mit meiner Nachbarin in spe bzw. dem Telefonat am Samstagabend sehe ich mich auch Samstag das Handy in der Hand, ihn anrufen wo er denn bleibt, da er doch den Rasen mähen wollte bevor es anfängt zu regnen. Ich bekomme dann zu hören, dass er im Verbindungshaus nach der Besprechung versackt ist, gerade mit den Studenten im Garten sitzt und sie gemeinsam etwas trinken. Ich mähe also natürlich und später kommt der Anruf, ob ich ihn holen kann, weil er einen zu viel im Tee hat.
Gelegentlich blitzt der Blick auf das letzte Jahr auf, immer abwesend, immer nur die Hobbys und die Freunde wichtiger, alles auf mich abgewälzt, ich beschwerte mich und vier Wochen später war er weg.
Was ich jetzt will und wie es weiter geht? Keine Ahnung. Ich bleibe bei meiner Kündigung, denn ich wollte schon vorher aus der Bank weg. Die Wohnung will ich auch eindeutig nicht, sie ist zu groß und steckt voller Erinnerungen. Die neuen Möbel habe ich mir ausgesucht. Mehr geht im Moment nicht. Morgen geht es zur Therapie und zum Glück werde ich da nicht wie befürchtet ewig sitzen.