Zitat von Isabella_W:@Felica Für mich sind sechs Jahre zusammen eine lange Zeit und neben Grundstücks(unterschrift) haben wir auch die Finanzierung, das ...
Und was davon hat er organisiert?
Sechs Jahre und Haus geplant. Das ist sicher kein Pappenstiel, aber auch nichts ungewöhnliches für junge Paare und Familien. Und manche haben nach einer Trennung noch viel mehr verloren.
Mir ist klar, dass es das für Dich nicht besser macht. Nur weil das Elend irgendwo anders größer ist, ist Deines nicht klein zu reden, nicht falsch verstehen. Es fühlt sich richtig schlimm an, wenn man davon selbst betroffen ist. Dann hat man nichts davon, dass es anderen noch schlechter geht. Aber jeden Tag stehen irgendwo Menschen vor einem Scherbenhaufen.
Unerwartete Trennungen, Lug und Betrug, Affären oder das eine folgt auf das andere. Das findet niemand gut oder richtig und will schon gar niemand legitimieren. Aber jeder Mensch kann Abgründe offenbaren, auch Du und ich. Man lernt leider jemand nicht kennen, wenn man ihn zum ersten Mal sieht, sondern zum letzten Mal. Und es geht trotzdem irgendwie weiter, manchmal dauert es nur ein bisschen und ist anstrengend.
Ich habe so langsam das Gefühl Du klammerst Dich nicht an ihn als Person fest, sondern an Deinen Plan. An Wohnungen und Häuser, an Finanzen, an Gewohnheiten. Das ist auch kein optimales Motiv.
Ich habe aber auch so langsam das Gefühl, Du hörst auf ihn zu verteidigen, reckst den Kopf und denkst mehr an Dich selbst. Das ist gut. Wenn es noch eine Chance gibt, wird Dir das mehr Respekt verschaffen und Dich anziehender machen. Wenn nicht, wirst Du einen Weg finden weiterzumachen.