So, nochmal alles durchgelesen, nehmt es mir aber bitte nicht übel, dass ich nun doch nicht auf alles eingehe, wie ich es ursprünglich vorhatte, bin ich überfordert mit, es ist soviel geschrieben worden und passiert (und doch nix, geht uns ja weiterhin beschissen)
A) Was tat uns gut / was haben wir gutes für uns getan?
Richtig, wir haben uns nicht von unseren klein(st)en positiven Erlebnissen berichtet. Das sollten wir wieder aufnehmen bevor wir in Selbstmitleid abrutschen.
Grace, genial, dein Plan in die UK zu fahren! Und Hut ab, dass Du ihn heute blockiert hast. Das war genau richtig! Und was ist mit Fahrt in Harz am 26.12.? Hab ich irgendwas überlesen?
Lissi, Du fährst zu seiner Oma! Völlig egal, was er davon hält. Du wirst es bereuen, wenn Du es nicht tust. Ob und wie eure Beziehung bei Deinem Besuch zur Sprache kommt wird sich zeigen, aber Dein Vorhaben, es nicht zu tun, ist absolut richtig. Oder warst Du zwischenzeitlich schon?
Teartrop, wie war der Baumkauf? Hat's der Corsa überlebt? War bestimmt abenteuerlich

Habt ihr einen Kakao getrunken?

Und habt ihr schon geschmückt?
Jeanny, ich finde es super, dass Du es Dir mit Hund und DVD-Staffel auf der Couch gemütlich gemacht hast. Konntest Du Dich denn konzentrieren? Ich hoffe, Du erholst Dich bei Deinen Eltern gut kannst in deren Geborgenheit den Schmerz eher annehmen und verarbeiten. Triffst Du dort alte Bekannte/Freunde? Poste doch mal ein Bild von Deinem Hund, würd' ihn gern mal sehen (ich alte Hundenärrin)
Carmensita, guter Vorsatz, Dir wieder Dein fröhliches Leben samt Musik und Tanz zurückerobern zu wollen. Der Gedanke daran bringt mich zum Lächeln. Es freut mich für Dich.
choice und strangelife: Durchhalten..Aushalten. So hart es ist, Wir alle kennen die Schmerzen, psychisch wie physisch. Schreibt, wir sind für euch da. Was habt ihr euch heute Gutes getan?
B) Schmerzen, Trauer, Kummer, Ängste und die ganze Scheixxe
Wenn's wieder mal beschissen ist, jammern und von der Seele schreiben, heulen, ins Kissen schreien, sich auf dem Boden winden vor Schmerz...ach, was ich hab da so kein Bock mehr drauf. Und doch haben wir es alle (noch) nötig,
um bewusst und vollständig zu verarbeiten. Leider, aber nur so steigen wir gestärkt wie Phönix aus der Asche. Ich warte sehnsüchtig auf den Tag, an dem mein Hirn und Herz das Ganze mit Abstand betrachten und der Schmerz zum ersten Mal nachlässt. Und ich fürchte Rückfälle, die sicher kommen werden. Das wird uns allen so gehen, aber auch die werden wir meistern denn momentan haben wir alle echt eine ganz bittere Pille zu schlucken und da wird uns so ein Rückfall nicht mehr ganz so umhauen (hoffe ich doch).
Ich freue mich für euch alle, dass ihr Freunde habt, die für euch da sind und zu euch kommen, ich habe leider keine engeren mehr, da ich in der Beziehung die Freundschaften hab ziemlich schleifen lassen (hatte auch andere Gründe, nach dem Motto, Menschen kommen, Menschen gehen). Bin jetzt grade wieder am Aufnehmen von 2,3 Kontakten aber die sind eben nicht hoppladiehopp immer verfügbar. Und ich will Sie auch gar nicht ständig belästigen. Bin froh, dass ich meine Mutter habe. Sie kann ich immer anrufen. Sie weiss zwar auch nicht wirklich weiter, aber bei ihr am Telefon kann ich weinen und weiss, es ist in Ordnung.
Diese Woche war jeden Abend der Vater von meinem Sohn da, um mit mir dessen neuen Möbel aufzubauen/anzubringen. Wir verstehen uns relativ gut (gibt ab uns zu mal Stress), haben aber über Privates nie gesprochen (zur Erinnerung, ich habe ihn 2 sitzen lassen, 1 in der SSW, Hochzeit abgeblasen, 1 x nach einem Neuversuch als mein Sohn 1 Jahr war) Am 2. Tag meinte er, Dir geht's doch beschissen und nachdem ich in Tränen ausbrac hat er mir ernsthaft zugehört und mich getröstet und gesagt, ich soll mich melden wenn er irgendwas für mich tun kann. Wisst ihr, ich habe seit der Trennung damals ein immens schlechtes Gewissen ihm gegenüber (ihm weh getan, Familie zerstört etc.) und in diesem Moment habe ich sowas wie Vergebung gespürt und das tat unheimlich gut. Ich weiss jetzt, dass ich ihm immer vertrauen kann und ich bin ihm so dankbar, dass er nun anbietet, für mich da zu sein bzw. für mich da war.
Kurz zu meinen Neuigkeiten:
Er hat sich 1 Tag später auf meine Bitte, das klärende Gespräch noch in diesem Jahr zu führen, gemeldet (wieder nur per SMS): "Ist es für Dich zwischen den Jahren ok? Dann melde ich mich am 29. bei Dir." Meine Antwort nach Überlegen und Grübeln 2h später "Ja, das ist ok." 1 Tag später beim Arzt gewesen, zusätzlich zu den Beruhigungstabletten Antidepressivum verordnet.
Nun, wieder also warten (und zwischendrin verrückt werden vor Angst) aber zeitgleich auch wissen, dass dann, wenn dieses Gespräch wirklich stattfindet, Endgültigkeit herrscht. Ich bin inzwischen überzeugt, dass die Beziehung vorbei ist. Oder besser ausgedrückt, ich lasse es inzwischen näher an mich ran.
In 2 Wochen werde ich also nochmal ganz tief abstürzen (oh wird das hart) aber dann kann ich endlich anfangen, abzuschließen. Mir geht es wie Dir, Jeanny, es ist mir einfach wichtig, ihm alles zu sagen, was ich ihm noch sagen will um eben Missverständnisse zu vermeiden und alles aufzuklären. Ich habe nicht vor, wie ein Häufchen Elend aufzutreten und ihn anzuflehen/anzubetteln, so viel Würde und Stolz hab ich dann doch mir gegenüber. Ich will ihm nur die Wahrheit sagen und wenn dabei Tränen bei mir fließen ist das für mich völlig in Ordnung. Er kann ruhig wissen, dass ich traurig bin über das Ender der Beziehung. Warum auch nicht? Das hat er auszuhalten, immerhin waren wir fast 7 Jahre zusammen.
Ob er dies hören will oder sich überhaupt angemessen Zeit nimmt (und ob das Gespräch überhaupt stattfindet), wird sich zeigen. Wenn nicht, habe ich mich sehr in ihm getäuscht und dann wird es zwar nochmal ne Spur härter, aber dann ist auch in mir was kaputt (und was anderes wird dadurch gestärkt).
Und ja, die Gedanken, dass dies und jenes nie wieder so sein wird (mit ihm einkaufen, Essen gehen, überhaupt etwas mit ihm zusammen zu machen) bringen mich um den Verstand. Ganz abgesehen von einer evtl. Anderen....bbrrrr.
So, ist nun doch relativ lang geworden....sorry.
Ich drück euch alle
Ach ja, ganz lieben Dank an Dich, elebaby. Du machst uns Mut und gibst uns Zuversicht. Ganz dicken

dafür.