laurax12
Mitglied
- Beiträge:
- 33
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 24
- Mitglied seit:
Zitat von MaryAnne:Wenn man ein neues Format, sage ich mal, kennenlernt, kann man es ja nur entsprechend der eigenen Erfahrung bewerten. Wichtig wäre, was du jetzt für dich und deine Zukunft daraus machst. Ich fand den Satz bemerkenswert, dass du es vielleicht besser als die Ex machen wolltest. Das könnte einen Gedanken wert sein. War es vielleicht deine Prüfungssituation, die hier mit hineingewirkt haben könnte? In solchen Phasen ist man oft sehr zielstrebig, gedanklich auf Bestleistung gepolt und voll Adrenalin. Das könnte deine Wahrnehmung in einen Tunnel geführt haben und der Grund für ...
Nein, eine Wettbewerbssituation war das nicht für mich. Das habe ich vielleicht blöd ausgedrückt.
Ich wollte einfach nicht so anstrengend und aufdringlich wie sie sein. Ich hatte einfach Angst, dass er zu schnell überfordert ist. Ich kenne mich nicht mit Depressionen aus, habe mich zwar mit der Zeit schlau gemacht, aber habe keine Ahnung, wie man da so ist. Ich glaube, das ist sehr schwer als Außenstehender zu beurteilen, wie es so einem Menschen innerlich geht. Aus dem Grund habe ich mich immer zurückgehalten und versucht, jeglichen Stress oder Ärger von ihm fern zu halten. Ich wollte einfach, dass es ihm gut geht und habe scheinbar vergessen, dass es mir auch gut gehen sollte. Ich bin eigentlich ein sehr anhänglicher Mensch, der sehr viel Liebe in sich trägt und dann natürlich auch sehr liebesbedürftig ist. Bei ihm wars mal so mal so. Mal hat er mich gerade so überhäuft, dann wiederrum war ich auch mal 1-2 Tage Luft, weil er "Stress" hatte etc.
Er hat immer gesagt, dass er kein egoistischer Mensch ist. Im Nachhinein betrachtet finde ich schon, dass er sehr egoistisch gehandelt hat.
Ich kann mich noch gut an unsere Gespräche an dem besagten Tag erinnern, als er mir erzählt hat, dass er sich wieder zur Ex hingezogen fühlt. Ich habe ihm original 5 min vor unserem Gespräch erzählt, was alles in mir vor geht und dass ich Chaos in meinem Kopf habe. Zum ersten Mal habe ich ihm gesagt, dass es mir nicht so gut geht, obwohl das auch Wochen zuvor schon oft der Fall war. Ich habe mich nämlich auch in seine Probleme reingestresst und sie zu meinen eigenen gemacht. Unter anderem hatte meine beste Freundin vor 2 Monaten die Diagnose Hirntumor, das habe ich an diesem Tag erfahren. Statt auf mich einzugehen, hat er immer nur davon geredet, dass er AUCH Probleme hat und in einem Gefühls-Wirr-Warr steckt. Ich habe keine Mitleidsschiene erwartet, aber einfach ein wenig Empathie. Nicht falsch verstehen, er war wirklich die meiste Zeit sehr lieb und fürsorglich, aber er hatte immer wieder Phasen, wo ihn gefühlt nichts gejuckt hat. Ich weiß, das klingt alles sehr widersprüchlich und komisch, aber so war es auch. Ich glaube, das ist schwer wiederzugeben, eben weil sein Verhalten sehr sprunghaft/ambivalent ist/war.
Ich denke mir, vielleicht sind das auch narzistische Züge, die er hat.
Und ja, du hast Recht. Er wollte sich irgendwie beide Türen offen halten. Er hat nicht damit gerechnet, dass ich mich der Situation freiwillig entziehe. Er meinte noch, dass wir beiden nicht streiten sollen oder gar einen Kampf führen sollen. Daraufhin habe ich ihm gesagt, dass ich keinen Kampf führe, denn ich gehe, bevor überhaupt einer entsteht.
Habe ihn letztendlich auf allen Accounts blockiert und ignoriere ihn total, selbst wenn er bei uns in der Arbeit aufkreuzt.
Damit kommt er auch gar nicht klar, da er mit seinen ganzen anderen Exen noch befreundet ist und ich somit die erste bin, die ihn total wie Luft behandelt und nichts mehr von ihm wissen will.
Er hat dann sogar geweint.
Soll das mal einer verstehen. Sich für die Ex entscheiden, aber dann doch einen auf wehleidig machen.
Verrückte Geschichte.