Stachelschwein
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Zitat von Arnika:Schon allein, dass du die Andere herabwürdigst, macht dich nicht zur geeigneten Person. Zumal du ihn ja auch in eine bestimmte Richtung drängen willst, nicht ganz selbstlos, möchte man meinen.
Ihm gegenüber sage ich nichts zu ihr. Wenn er die Sprache auf sie bringt, lehne ich es rigoros ab, darüber zu reden. Ich werde den Teufel tun und ihr Verhalten für ihn deuten oder ihn gar noch zu beraten
Zitat von Arnika:Und für dich ist sie die Böse und er der Arme, den es zu retten gilt
Tatsächlich sehe ich in ihr eher eine Leidensgenossin, denn sie wurde ebenso belogen, betrogen, ihr wurde ebenfalls eine Zukunft vorgespielt, der keine wirklichen Taten folgten und für sie gab es auch kein klares Bekenntnis. Sie ist aber mit dem Wissen, dass er sie belogen und betrogen hat nach Deutschland ausgewandert. Ich denke sie hat sich nicht umsonst noch in den USA einen anderen gesucht. Manchmal überlege ich mit ihr in Kontakt zu treten, entschließe mich aber dagegen, um Würde zu zeigen. Trotz allem bin ich eifersüchtig und frage mich was sie an sich hat. Ich glaube das ist ganz normal.
Zitat von Arnika:Und warum du als die Betrogene nicht zumindest hin und wieder mit Wut reagierst
Ich habe viele Momente der Wut und beschimpfe ihn dabei aufs Übelste. Doch lange hält es nicht an.
Zitat von Arnika:aber eigentlich bist du etwas zu gelassen.
Glaube mir, so gelassen bin ich nicht. Mir hat es komplett den Boden unter den Füßen weggezogen.
In Krisensituation agiere ich eben im Fight Modus, evtl. auch im blinden Aktionismus oder im Sozpädmodus und muss für mich alle Zusammenhänge verstehen und eine Art Arbeitshypothese entwickeln. Dabei wird das Herz weggesperrt, weshalb meine Beiträge vielleicht sehr nüchtern wirken. Nach der Arbeitshypothese kann ich dann Lösungsstrategien entwickeln und ich bin jetzt an dem Punkt abzuwägen, welche davon die passende für mich ist. Loslassen oder ein Neubeginn. Hierfür sammle ich Pros und Contras. Ihr helft mir dabei. Beide Wege erscheinen mir extrem schwer. Ein Leben ohne ihn kann ich mir NOCH nicht vorstellen, ein Weg mit ihm ist in diesem Krisenzustand ohne Positionierung seinerseits auch nicht möglich. Nun kann ich nicht strategisch weiterarbeiten.. Ende des planvollen Sozpädvorgehens. Ich hoffe die Puzzleteile fallen irgendwann von allein, vielleicht wie bereits geschrieben, wenn zu viel passiert ist oder wenn ich merke, dass ich in eine Rolle gedrängt werde, die ich nicht möchte. Momente der Hoffnung habe ich ab und an, die mir die Zuversicht geben, dass es irgendwie positiv endet und ich meinen Weg gehen muss und kann. Ich möchte mein Leben leben und nicht in der Hoffnungsfalle stecken bleiben. Zeitgleich versuche ich immer wieder in mich hineinzuspüren, was denn mein Herz möchte... wenn ich es denn mal aus seinem Käfig herauslasse.