Arnika
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Du bist die letzte, die ihn jetzt beraten sollte. Schon allein, dass du die Andere herabwürdigst, macht dich nicht zur geeigneten Person. Zumal du ihn ja auch in eine bestimmte Richtung drängen willst, nicht ganz selbstlos, möchte man meinen. Was wäre, wenn sie das beste wäre, was ihm passieren konnte? Ist er glaubhaft, wenn er von ihr als Partyluder schreibt, mit dem er in London angeblich nur Händchen gehalten hätte? Könntest du ihm da jetzt selbstlos beraten in deiner Fürsorglichkeit, für diese Liebe zu kämpfen? Eher nicht. Nur sitzt sie im selben Boot wie du, er hat sie ein Jahr belogen und betrogen und die Situation mit dem Chef, wenn sie für ihn den Kontinent wechseln wollte, muss ja die Härte gewesen sein. Im Gegensatz zu dir hat sie eben Konsequenzen gezogen. Und für dich ist sie die Böse und er der Arme, den es zu retten gilt. Und das offenbar seit Jahren. Da gefällst du dir vermutlich in deiner eigenen Samariterhaltung.
Aber ich rate dir, überleg dir mal, warum du zB nicht eifersüchtiger reagierst? Und warum du als die Betrogene nicht zumindest hin und wieder mit Wut reagierst. Wenn es sich um einen ONS handeln würde, könnte ich das noch eher nachvollziehen, vielleicht bist du nur im Schock - aber eigentlich bist du etwas zu gelassen. Willst du dir beweisen, dass wenn du nur nachsichtig und gut bist, du dann als bessere Wahl gewertet wirst? Und dich selbst ehrlich zu reflektieren und die Beziehung wird dir nicht gelingen, wenn du ihn mal auf Abstand hältst, sondern im Gegenteil ihn noch tröstest, weil die andere ihn nicht wollte, er eine Baustelle nach der anderen hat (u.a. weil er log und betrog) und er sehr viele Krisen hatte wie es scheint in den letzten Jahren. Es ehrt dich zwar irgendwo, wenn du ihn in der Krise nicht im Stich lassen willst, aber er hat dich im Stich gelassen. Beschönigen kann man da ja nichts.