noch ein nachtrag.
Ich habe ihn nicht raus geschmissen.
Ich habe ihm gesagt, das ich denke das er zu ihr gehen sollte um sich seiner gefühle für sie klar zu werden. Das er alltag mit ihr leben soll.
Er hat mir vorher immer wieder gesagt, das er gefühle für sie hat, aber nicht weiß ob das nur das wohlfühlen dort ist oder ob es mehr ist. Das er es nicht einschätzen kann.
Hat mir auch gesagt, das sie einiges hat was ihn stört und er immer nach einer gewissen zeit sich dort nicht mehr wohl fühlt. Das er dann nachhause muss.
Deshalb habe ich das vorgeschlagen. Glaubt mir das war schwer, aber ich habe keine andere lösung gesehen. Er weiß das er mich liebt, aber kriegt sie nicht aus dem kopf. So wie er mir alles erzählt hat und das war wirklich sehr ausführlich, kann es nicht wirkliche liebe sein. Er sieht zuviele fehler bei ihr, wenn man verliebt ist, dann hat man eine rosarote brille auf.
Fehler sieht man erst wirklich später. Man lügt auch nicht dauernd. Zumindest kenne ich das so.
Ich habe ihn mehrmals gefragt, ob er sie liebt. Und ich denke er hätte das auch ehrlich gesagt. Er hat mir sovieles ehrlich gesagt, was auch wirklich sehr weh tat. Es gab keinen grund da nicht ehrlich zu sein.
Er ist ja auch kein jungspund mehr und hat keine zähne. Kommt mit gebiss nicht klar und rennt deshalb ohne rum. Hat deswegen komplexe.
Vielleicht ist es auch einfach das gute gefühl, das ihn eine 10 jahre jüngere frau liebt obwohl er so rum läuft. keine ahnung.
Vielleicht hab ich ihn auch in ihre arme getrieben, in dem ich ihn da hin schickte. Wer weiß, irgendwann werde ich es wissen.
Ich hab für mich diese entscheidung getroffen, nicht er.
Er will mich nicht verlieren, liebt mich und ist sich unsicher mit ihr. Die vielen jahre die uns verbinden, die vertrautheit, die sicherheit. Das mich vermissen. Das alles sind punkte die mich zu der überzeugung brachten, das es nur so eine lösung geben kann.
Es wäre sonst ewig hier so weiter gegangen und sie wäre ewig zwischen uns gewesen.
Klar versuche ich das vermissen zu verstärken, versuche ihm die sicherheit zu nehmen das ich ewig für ihn da bin. Habe ihm das auch klipp und klar gesagt. Nur mit druck komme ich nicht weiter, aber ihm die sicherheit nach und nach entziehen das kann ich. Und entweder bringt ihn das zu mir wieder zurück oder er entdeckt das sie doch das ist, was er für den rest seines lebens will.
Damit muss ich dann klar kommen.
Auf jedenfall weiß ich, das ich seit dem er weg ist, ich für mich nicht mehr diesen druck habe, das er gleich die tür rein kommt und entweder liebevoll auf mich zu geht oder aber mir irgendwas sagt über sie, was weh tut. Dieses gefühls auf und ab, wochenlang, war viel schlimmer.
Er ging auch nicht gleich, sondern erst tage später. Wir haben das zusammen beschlossen. Und es war für uns beide nicht leicht, komischer weise. Er hat auch geweint. Hat noch gesagt, das er sich zu 1000% sicher ist das er wieder kommt.
Ich war und bin bei uns immer die gewesen die stärker war. Was hätte ich in diesem fall tun sollen? Weiter mit ansehen wie wir beide leiden? Weiter mit ansehen, ertragen das er sich nicht entscheiden kann? Dabei geht es ja nicht allein um ihn, sondern auch um mich. Ich wollte das nicht mehr, diese wochenlangen schmerzen, die gefühle die mal von ihm regelrecht aufgesogen wurden und dann wieder an ihm abprallten.
Die reinste achterbahn fahrt.
Dann immer wieder, das er mich liebt, aber das er auch immer wieder an sie denken muss.
Aber raus schmeissen, sorry nein, so war es wirklich nicht.
Wahrscheinlich kommt nu wieder einer der sagt, wieso ich mich so aufopfere oder aber warum ich es ihm so leicht mache.
Das ist kein aufopfern für mich. Und leichter habe ich es ihm auch nicht wirklich gemacht. Ich habe ihm nur einen teil der entscheidung abgenommen. Ich habe ihn keinen zeitpunkt genannt wann es für ihn zu spät ist, zurück zu kehren zu mir. Er muss jeden tag damit rechnen. Diese tatsache hab ich ihm klar zu verstehen gegeben. Habe ihm gesagt, das meine kraft zu kämpfen schon sehr angeschlagen ist und ich nicht weiß wielange ich es noch kann. Und das es für mich ein wirklich grosser schritt ist, ihn zu ihr zu schicken. Das wenn er rechtzeitig zurück kommen sollte, es endgültig sein muss, ansonsten mache ich sofort schluss. Dann gibt es kein hin oder her mehr. Das ich sowas nie mehr mit mache. Und das ich auch nicht garantieren kann, ob ich dann vielleicht doch nicht mit klar komme, das er bei einer anderen war und es dann von mir aus vielleicht einfach nicht mehr weiter geht.
Ich denke das ich damit klar gemacht habe, was ich will und das ich zwar viel mit mache, aber ich ihm auch gesagt habe, was meine grenzen sind.
Das ich nicht alles und immer wieder dasselbe mit mache.
Er nicht den ideal zustand haben kann, eine oder zwei wochen bei ihr und dann wieder bei mir.
Vielleicht geht es auch so aus , wie bei so manch anderen, in ähnlicher situation. Habe viel gelesen in inet.
Bei manchen kam der mann zurück und bei anderen saß er am ende allein da.
Auf jedenfall war eine sache überall die gleiche. Das der mann sich entscheiden will, es aber nicht kann. Er es nicht steuern kann. Totaler Druck hilft nicht, Liebeserklärungen helfen nicht.
Er weiß das er einen liebt und das er geliebt wird, hat aber trotzdem dieses gefühlschaos.
Ich für mich denke, das ich nur soweit wie möglich geduld haben kann.
Ich den trumpf habe, das ich ihn ja wirklich gut kenne. Das ich um mich einigermaßen gut zu fühlen bei der ganzen sache nur ansatz weise versuchen kann das er sich bewusster wird, was er eventuell verliert.
Ich hoffe, das sich das was ihn nervt an ihr, noch verstärkt.
Das hat nichts mit manipulieren zu tun oder so. Nur warum soll ich, da ich ihn ja zurück will, nicht versuchen die möglichkeiten zu nutzen die mir bleiben. In dem ich das mich vermissen versuche zu verstärken oder die angst mich zu verlieren. Ihm die sicherheit nehmen, das ich ja immer da war.
Ja, vielleicht dreht sich ja wirklich in meinem kopf alles um ihn, aber mir geht es im moment besser so. Und so verrückt wie es auch klingen mag.
Ich vermisse ihn schrecklich und trotzdem tut mir solange dieses gefühlchaos in ihm steckt die distanz auch gut. Auch wenn er bei ihr ist.
Zwischendrin kommt zwar das karussel in meinem kopf wieder hoch, wenn ich es zu lasse, dran zu denken, was er dort vielleicht treibt. Aber zum grossteil schaffe ich es die gedanken zu verdrängen.