Ich weiß, dass der Thread 3 Jahre lang alt ist, aber mich beschäftigt aktuell genau dieses Thema sehr und deshalb hab ichs mir durchgelesen und schreibe nun hier mal

wahrscheinlich beschäftigt es auch eh noch mehrere hier
ich befinde mich aktuell selber in einer Datingphase und komme gar nicht mit dem seltsamen Meldeverhalten meines Gegenüber klar. Zwar tägliche Nachrichten, aber richtig random, banal und ganz oft wird mitten im Gespräch ausgestiegen, dann höre ich 24 Std. lang nichts und es wird nicht wieder eingestiegen, sondern einfach wieder banales Zeug geschrieben. Ich frage mich auch sehr stark, ob das Interesse so groß ist, wie es mir bei Treffen vermittelt wird. Ich erwarte genau so nicht, dass man(n) mich den ganzen Tag lang über zutextet, aber ich wünsche mir, dass man einen vernünftigen Austausch zwischen den Treffen hat, bei dem ich mich nicht ständig fragen muss "warum antwortet der 24 Std. lang nicht und interessiert sich auch gar nicht groß für mich?". Antworten dauert idR keine Minute, hat man Interesse nimmt man sich die Zeit.
Ich kann mit der Theorie mitgehen, dass gerade am Anfang die Gefühle eben noch nicht so groß sind. Trotzdem kann ich solches Verhalten in 2024 (oder auch 2021) nicht nachvollziehen. Habe ich Interesse an jemandem ist mir wichtig dies auch außerhalb von Treffen zu zeigen (die andere Person könnte sich ja sonst auch abwenden!? Daran denken diese Meldefaulen ja leider irgendwie gar nicht - aber die Sorge davor scheint halt auch nicht groß zu sein).
Ich finde es läuft schon was nicht richtig, wenn ich mich ständig fragen muss, ob das Interesse nicht so groß ist, oder? Mag mir das gerade auch noch nicht so eingestehen und stresse mich lieber/zermartere mir den Kopf/hangle mich von Treffen zu Treffen, um dazwischen wieder enttäuscht und verunsichert zu sein. Dennoch weiß ich tief in mir, dass es eigentlich nicht so anstrengend sein darf. Es passt dann schon an dieser Stelle wohl nicht. Oder das Interesse des anderen ist eh nicht so groß, das kann aber niemand sagen, da niemand dem Gegenüber in den Kopf schauen kann.
Heißt: man kann nur auf sich selbst achten. Werde ich leider Gottes auch tun müssen, wenn es mich weiterhin so belastet/beschäftigt. Auch wenn es sonst gut läuft.
Natürlich spielt auch emotionale Abhängigkeit eine Rolle. Diese entsteht meiner Meinung nach aber auch häufig durch ein Ungleichgewicht, was ja bei unterschiedlichem Meldeverhalten durchaus besteht.
Leider komme ich auch nicht aus dem Gedankenstrudel heraus und in dieses "ich chille halt und versuche es nicht zu sehr zu analysieren" - eben weil es so verwirrend und ambivalent ist.
Auch ich habe es mal sanft angesprochen gehabt und auch eher gehört "bin halt nicht oft am Handy".
Tja ... Fazit: Dating nervt einfach und kann schlimm frustrierend und verunsichernd sein
