Zitat von FrauDrachin:Erstens schon mal gibt es den Feminismus nicht, das sind einige, und sich häufig stark widersprechende Richtungen.
Ist mir völlig egal, wie man den aufgliedert. Ich will daraus keine Wissenschaft machen. Bin kein Freund von Wiki als QA, aber hier nutze ich sie mal:
Feminismus (abgeleitet von lateinisch femina Frau und -ismus über französisch féminisme)[1] ist
ein Oberbegriff für gesellschaftliche, politische und akademische Strömungen und soziale Bewegungen, die, basierend auf kritischen Analysen von Geschlechterordnungen, für Gleichberechtigung, Menschenwürde und Selbstbestimmung aller Menschen jeglichen Geschlechts sowie gegen Sexismus eintreten und diese Ziele durch entsprechende Maßnahmen umzusetzen versuchen.
Zitat von FrauDrachin:Genausowenig wie es "die Frauen" gibt, über die du dich so gerne ausläßt.
DIE Frauen, war bezogen auf genau eben Diese Frauen, die diesen UNGESUNDEN Feminismus leben, nicht auf alle Menschen mit einer Va.gina. Dementprechend habe ich sehr dediziert eine gewisse Frauengruppe angesprochen und sehe da keine Pauschalisierung.
Zitat von FrauDrachin:Innerhalb des Feminismus wird auch tasächlich hart um Gleichberechtigung vs. Gleichstellung vs. Gleichmacherei gerungen.
Männer abwerten und "militantes Emanzentum" (was immer das bedeuten soll...) würde ich jetzt auch eher dem Radikalfeminismus zuschreiben, der keine neue Strömung ist, sondern ganz eindeutig seine Wurzeln in den 70ern hat. Und keineswegs seine Daseinsberechtigung verloren hat.
Auch wenn es hart klingt: Es ist mir total wumpe, was da passiert und was nicht. Mir geht dieser Feminismus total auf den Senkel. Nicht, weil ich ihn ablehne, sondern weil ich so erzogen wurde, dass es völlig egal ist, ob Brüste an einem Menschen dran sind oder nicht. Erstmal ist es ein Mensch und eine Persönlichkeit. Genau deshalb nervt es mich, dass ich auf dieses SELBSTVERSTÄNDIS immer wieder und gefühlt alle 3 Sekunden darauf hingewiesen werde. Es ist für mich Normalität, dass Mann und Frau gleichgestellt sein sollten.
Was ich dir aber aus Sicht eines Mannes sagen kann, der in Deutschland im Jahre 2020 lebt: ICH bekomme EINIGES an Abwertung, Kriminalisierung und auch sechsitischen Müll in Richtung der Männer mit. DAS ist mein Empfinden als Mann, was du vielleicht nicht so nachvollziehen kannst. Letztens Stellenanzeigen gelesen. Überall steht drin: Frauen bei GLEICHER Eignung bevorzugt. DAS ist also GleichbeRECHTigung? Aha... Glücklicherweise muss ich das nicht mehr lesen. Ab Januar habe ich meine Traumstelle gefunden.

DASb ist Realität! Diese politische Korrektheit in völliger Überspitzung ist so furchtbar, dass man(n) sich ja kaum noch traut eine Frau anzusprechen und ihr wegen ihrer Optik ein Kompliment zu machen. (Ja, auch die Aussage ist überspitzt).
Meine Mom hat mich als Gentleman erzogen, eine meiner Exen sagte immer "Mr. Hollywood" zu mir (und sprach das aus, was ich öfter zu hören bekam): Du bist ein Typ, den gibt es doch nur in Hollywood-Filmen - so einen Fang gibt es gar nicht. FANG! DA fängt schon der Sechsimus an. Ich bin kein Fang!
Aber genau das ist es nun heute: Ich wurde schon angeranzt, weil ich Frauen die Tür aufhalte oder ihr zu lange in die Augen geschaut habe ("Hör auf mir auf die Brüste zu schauen, du Cheauvi" - Bitte was?!).
Eine Margarete Stokowski darf permanent ihren männerabwertenden sch.eiss bei Spiegel Online schreiben, der ihr dafür eine Bühne gibt. Sagt man etwas dagegen, kommt sofort die Pauschalkeule, dass ich mich bedroht fühle als Mann und lieber Unterdrückung leben will. Lass mal einen Mann dort ähnlich geartete Kolumnen schreiben, die sich so mit Frauen auseinandersetzen... Dann wäre was los.
Auf deutsch: Ich bin ein Mensch, der Menschen NICHT nach dem Geschlecht wertet oder behandelt. Nochmals der Hinweis auf mein Selbstverständnis. Und trotzdem muss ich unter so einem Blödsinn leiden, der seit ein paar Jahren abgeht. Da ist mein Fairness-Empfinden wirklich sehr hart angetriggert und dementsprechend schreibe ich solche Texte wie hier.
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