kuddel7591
Gast
Zitat von Idieh15:@kuddel7591
Du meinst ich soll ihm sagen, dass er zur nächsten Bestrahlung mal mit soll?
Damit ich mir auch da wieder eine "Abfuhr" einhandeln würde? Ok das ist Spekulation, dennoch bin ich mir fast sicher, dass er nicht mitgehen würde- betrifft ihn doch nicht mehr.
Es kommt einfach nichts mehr von ihm rüber. Er denkt nur an sich und seinen Spaß.
Das mit den Kindern werde ich mir jedoch überlegen. Vielleicht muss ich sie wirklich darauf ansprechen, mir so zu helfen.
Heute musste ich nämlich schon zu meinem Sohn weil er sich weigerte zu kommen wenn ER da ist. Sonst ist mein Sohn regelmäßig nach der Arbeit am Freitag hier aufgetaucht und wir haben stundenlang gequatscht. . Das tut mir schon auch weh, dass das auch vorbei sein soll.
Und dass ich meine Kinder dann auch nicht mehr sehen kann- nein das würde mir nur zusätzlich Stress bedeuten.
(...)
Dir ging es doch auch mal so - was hat dich eigentlich auf den. Boden der Tatsachen zurück gebracht? Vielleicht magst du mir das mal sagen, gern auch als Pin
@ Idieh15
es ist so - alles, was du hier an Hinweisen, Informationen, Tipps, usw. bekommst, ggf. auch "Warnungen", Vorsichtsmaßnahmen, usw., wirst du für dich sondieren müssen. Die steckst
mitten drin in all dem. Es macht keinen Sinn - ich wiederhole mich da - wenn du auf "anraten" - von wem auch immer - etwas unternimmst, wovon du nicht selbst überzeugt bist, dass es für DICH schlüssig erscheint. Die Eigenständigkeit in deinen Entscheidungen ist von ganz großer Bedeutung - so schwer das auch fallen mag.
Was sich im Umgang mit deinem EM ergibt - er macht sein "Ding". Das tut weh. Aber ändern
kannst du an seinem Verhalten dir gegenüber nichts. Auch wie er sich den Kindern gegenüber
verhält, ist nicht zu beeinflussen. Wenn er "nicht will", ist nichts zu machen. Niemand wird ihn
zu irgendetwas zwingen können - auch nicht von anderen Stellen.
Der Takt, von dem @ Machiennelilly spricht, ist vorgegeben - was deine Krebserkrankung angeht.
Dennoch - was du nicht willst, kannst du "streichen"....all das liegt in deinem Ermessen. Dass du
dir über die Konsequenzen bewusst sein musst, geht damit einher.
Gleichwohl - es ist gegeben, dass deine Erkrankung aus med. Sicht gute Aussichten zeigt, was
die Behandlungen angeht. Dass es auf Vertrauen in die Behandler ankommt, weißt du. Dass du
auch auf dich vertrauen, auf dich bauen kannst....auch das gehört dazu. Die Therapien sind alle
auf dich "zugeschnitten"...das ist bei DER Erkrankung heute so.
Und alles, was damit einhergeht, was dich beunruhigt, was dich belastet - sprich es an. Die Behandler können nur etwas unternehmen, wenn sie davon wissen....und sie unternehmen
etwas - auch was die mentale Situation angeht. Also... nicht abwarten und aushalten, sondern
ansprechen...bitte, bitte - umgehend ansprechen.
Deinen EM zu fragen, ob er mit zu den Therapien fährt - er kann nicht wissen, was allein diesbezüglich in dir vorgeht. Woher auch. Kein Außenstehender - auch nicht EP, Kinder,
usw. - kann das wissen. Darüber zu sprechen....während der Hinfahrt, was in DEM Moment
in dir vorgeht, was du fühlst. was du denkst....und wenn Tränen kullern, ist das nicht nur
okay, sondern GUT, um Druck abzubauen.
Wenn´s in den Bestrahlungsraum geht - "Es geht los! ich bin total nervös. Mir geht es nicht gut!"
Nein... ich glaube nicht, dass das aus der Luft gegriffen ist. Der WAHRHEIT Rechnung tragen -
das ist es.
Wenn du aus dem Behandlungsraum kommst.... dein Empfinden zu schildern, wie es ist, das
zu sehen, das zu spüren, das geschehen zu lassen - das alles rauslassen.... und nicht aushalten.
Zu Hause angekommen zu sagen, wie geschafft und platt und müde du bist, die Umstände beschreiben, wie sich das alles anfühlt, was geschieht...
....und bei all dem kein Wort darüber verlieren, was IHN betrifft. Und kein Wort darüber verlieren,
was sein Verhalten angeht.
Ja...das sind Dinge, die den meisten Angehörigen - um es grob zu sagen - erspart bleiben, wenn
sie NICHT mitfahren. Mein Schwager sagte zu meiner Schwester, sie brauche nicht mehr mitfahren - er wollte ihr all das ersparen. Er kam nach Bestrahlungen nach Hause zurück und meine Schwester sah, was mit ihm los war.
Ja...es war das Gefühl da - ich wurde auf eine Schiene gestellt und der Zug sauste los... ob und wo der Zug ankommt, wusste niemand. Heute weiß ich, dass der Zug sein Ziel erreicht hat....
Was deine Auszeiten angeht - was willst du da noch abwarten? Der Baum brennt JETZT. Worauf und auf wen willst du warten? Es geht um dich! Und das "irgendwann" hat keine Relevanz - JETZT nicht mehr!
Gib deinem Körper das, was er braucht. Warte nicht, bis er sich nimmt, was er will. Aber auch Geist und Seele....und vor allem das Herz.... brauchen die Auszeiten - jetzt mehr denn je. Du wirst JETZT für dich da sein müssen... JETZT, nicht "irgendwann"....

