Teardrop_ine
Mitglied
- Beiträge:
- 577
- Danke erhalten:
- 1474
- Mitglied seit:
Zitat von Frozen-Elsa:Das alles verliere ich und hab Angst.
Da ich selber keine Familie habe und mir das soooo gut gefallen hat. Ich könnte nur noch weinen.
Liebe Frozen Elsa,
erst mal: fühl dich fest gedrückt.
Während ich dir das schreibe, liegt meine Katze Elsa (auch nach der Eiskönigin genannt, weil sie so zart war, mittlerweile ist sie eine starke und selbstbewusste Katzendame geworden
Dieses Zitat hat mich sehr berührt, da ich es von mir kenne.
Ich komme aus einer Horrorfamilie, habe das ganze Leben das Gefühl gehabt, nirgends hin zu gehören und mich zu viel an Männer gebunden…nur um dann zusammen zu brechen oder in der Klinik zu landen, wenn die Beziehung geendet hat…
Diese Leere und Trauer wird kurzfristig mit einer Partnerschaft gefüllt, aber das eigentliche Problem wird damit nicht angegangen….
Kannst/hast du dir schon therapeutische Unterstützung gesucht?
Du schreibst von Freunden …diese sind manchmal liebevoller und mehr wert als unsere Ursprungsfamilie…wir müssen wohl nur den Blick auf das lenken, was wir haben …und nicht auf was was wir nicht haben…
Ich stecke 2 Jahre später in einer solchen Beziehung wie du sie schilderst: nach einigen Monaten gab es bereits Signale, dass die Liebe von meiner Seite mehr da ist, dass wenig über mich oder die Konsequenzen für mich nachgedacht wird. Hier hat sich dein noch-Freund leider nicht mit Ruhm bekleckert.
Klar, ist risikoreich, nach so kurzer Zeit die Wohnung zu kündigen und zu hoffen, dass der Mann seine Ehe verarbeitet hat….aber ehrlich:
Wenn ich nur den kleinsten Zweifel daran hätte, würde ich dies aus Respekt und Fürsorge der anderen Person gegenüber äußern.
Das hat er nicht getan.
Nun stehst du in einer blöden Situation und kannst ihm nicht mal richtig böse sein, weil du ihn so verzweifelt behalten willst und wohl viel Verständnis für ihn aufbringst.
Wo ist das Verständnis für dich?
Wo seine Liebe?
Leider kann ich dir aus Erfahrung sagen, dass wenn das am Anfang so ist (meiner hatte mir 3 Monate nach Beginn unserer Beziehung nichts zum Geburtstag geschenkt und mich 1 Jahr nach Beginn bei einer wichtigen OP alleine gelassen), dann wird das leider auch nicht mehr anders.
Ich habe mich schon mal getrennt und bin nach 3 Monaten zurück.
Das ist 6 Monate her.
Geändert hat sich leider nichts und ich warte auf den Moment an dem ich stark genug bin, die Konsequenzen ein zweites und endgültiges mal zu ziehen.
Auch wenn dir eine Trennung gerade wie ein Weltuntergang erscheint:
Sie ist es nicht. Sie reißt nur den Schmerz auf, der viel tiefer liegt.
Ich wünsche dir sehr, dass du deinen Wert erkennen kannst und ihn ziehen lässt…die mangelnden Gefühle und die Aktion mit der Wohnung sprechen für sich…
Außerdem wünsche ich dir viel Kraft.
Diese Warteschleife ist furchtbar.
Ich könnte das nicht (mehr).
Wenn jemand nach 5 Monaten schon nicht mehr weiß, was er will, kann es nicht der richtige sein…