nalea
Gast
Gehen wir mal zum Anfangspunkt. Die TE schreibt, dass sie durch eine schwierige Scheidung gegangen ist, und ihr Chef sie in der Zeit auch mal in den Arm genommen hat.
So. Nimmt eine Chefin eine weibliche Mitarbeiterin tröstend in die Arme und gibt ihr Zuspruch, wird die Mitarbeiterin in den meisten Fällen nicht davon ausgehen, dass die Chefin emotional oder anders für sie verfügbar ist. Sie würde es als Trost werten und fertig.
Hier ist aber ein männlicher Chef, den sie dazu als attraktiv und zuverlässig beschreibt. Ohne die Genderkeule auspacken zu wollen, ist die Chemie zwischen Personen, die beide homo oder hetero orientiert sind, erst einmal anders, weil "mehr" im Raum stehen kann. Wer hier jetzt "Schuld" hat, ist aber egal. Ob er es ist, der sie mit dem in den Arm nehmen anfüttert und emotionale Verfügbarkeit suggeriert, oder sie, weil sie sein F+ Angebot anders wertet, spielt letztlich keine Rolle.
Wichtig ist für die TE zu verstehen, dass er emotional nicht verfügbar ist. Sie das nicht ändern wird. Und sie überprüfen muss, inwieweit sie sich bereits in eine für sie nachteilige Situation begeben hat und ob sie diese verlassen möchte.