Wir hatten unser "Gespräch" gestern. Er hat sehr gut reagiert, als ich ihn drum gebeten hat und gefragt, ob er was kochen soll, dass wir gemeinsam Mittag essen können. Ich habe mir keine Erwartungen gemacht. Weder positiv noch negativ, war natürlich trotzdem neugierig, wie er reagiert und wie der Umgang ist.
Zu Anfang haben wir beide recht distanziert gewirkt, glaube ich. Ist natürlich auch komisch, sich nach drei/vier Wochen erst wieder zu sehen, wenn man sich vor der Beziehung auch jede Woche regelmäßig gesehen hat...aber wir haben uns erst ein Wenig ausgetauscht. Er hat erzählt, dass er zwei neue Jobangebote hat und auch sonst, kommt er momentan sehr gut zu Recht. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich mich da wirklich für ihn freue. Gerade darüber, dass er eine mögliche Jobänderung in Betracht zieht, da er dort hohes Potenzial hat

Ich hab dann irgendwann nach seinem Empfinden nach Der Trennung gefragt, wie es ihm damit ging usw. Er meint, er hat auch noch Tage, wo er viel drüber nachdenkt und auch an uns denken muss, dass er die Entscheidung momentan aber für besser empfindet, aber er trotzdem nach wie vor für mich da ist, wenn ich Sorgen oder Nöte hätte. Und das klang wirklich ehrlich, hat auch mehrmals darauf bestanden, es nochmal auszudrücken. Wir haben uns darauf geeinigt, eine gemeinsame Lösung zu finden. Dass man auf Veranstaltungen normal miteinander umgehen kann, und auch der Freundeskreis nicht im negativen Sinne betroffen ist, und vor allem, dass ich mich auch weiterhin an den Kosten für die Katzen beteilige & Tierarzttermine wahrnehmen werde.
Wir wissen beide und haben es auch aussgesprochen, dass es natürlich keine schöne Situation ist und vor allem auch nicht leicht. Aber wir wollen das Beste draus machen. Ich glaube, wir empfinden beide noch etwas für den jeweils Anderen, aber wissen auch, dass eine Beziehung momentan keine Chance hätte, zumindest keine langfristig glückliche. Wir sind uns beiden unseren Baustellen bewusst, gerade ich werde die Zeit, die jetzt kommt nutzen, um an mir zu arbeiten und bei Möglichkeit meine Verlustangst "behandeln" zu lassen.
Die Meinungen zu solchen Gesprächen gehen weit auseinander, ich weiß. Aber für mich war es die richtige Entscheidung. Zu wissen und zu merken, dass man sich nach einer Trennung nicht hassen muss. Natürlich wird ein Abstand eingehalten werden, um beiden zu garantieren, dass man an sich arbeiten kann und zu verarbeiten, aber ich bin froh, dass trotz der Trennung eine Wertschätzung gegenüber des Partners und der Beziehung vorliegt und dem Anderen auch mit gleichem Respekt in dieser Situation gegenüber tritt.
Das wollte ich nur los werden, um vielleicht auch in ein paar Monaten, hier lesen zu können, wie man die Situation verarbeitet hat
