Florentine
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Wir betreuuen unsere Kinder derzeit so:
Ich wohne im Haus. Die Kinder sind Mo. und Di. bei mir. Mi. und Do. beim Papa ind er Wohnung. Dort hole ich sie Donnerstagabend ab.
Dann sind sie abwechselnd Fr./Sa. oder Sa./So. beim Papa bzw. bei mir.
Die Kinder haben sowohl bei ihm als auch bei mir eine komplette Ausstattung, müssen also nicht aus dem Koffer leben und auch nichts mitnehmen, es sei denn, es geht um irgendein wichtiges Spielzeug oder so. In diesem Fall kann man es aber holen (nach Absprache natürlich), die Wohnungen sind 8km auseinander und wir haben beide Schlüssel vom anderen.
Lange Wochenenden und Ferienzeiten teilen wir hälftig. Wenn er z.B. dieses Jahr die erste Ferienwoche im Herbst hat und ich die letzte, tauschen wir nächstes Jahr.
Wir haben auch länger die Idee gebrütet, im Haus zwei Wohnbereiche zu gestalten - haben das aber verworfen aus denselben Gründen, weswegen ein Nestmodell für uns nicht in Frage kam:
1. wir haben durchaus unterschiedliche Vorstellungen von Ordnung und Sauberkeit.
2. wir haben unterschiedliche Vorstellungen einer schönen Wohnungeinrichtung und wären somit immer weiter und wieder gezwungen, im gemeinsamen Wohnraum Kompromiss um Kompromiss auszuhandeln. Soll das Bad renoviert werden? ja/nein und wenn ja, wie teuer? Ist der neue Handlauf im Treppenhaus notwendig? Ich sage nein, er sagt ja, ich will das aber nicht bezahlen usw. usf.
Ich weiß nicht, wie euer Haus ausschaut, aber hier war und ist es viel zu tun.
3. Haustiere. Kann man eigentlich nicht anschaffen, es sei denn, der andere ist dann in "seiner" Woche auch bereit, sich drum zu kümmern.
4. man bleibt über die Immobilie auch immer finanziell verstrickt, was bei Schadensfällen, Renovierungen etc. halt problematisch sein kann.
5. all diese Gründe führen dazu, dass man keinen richtigen "Neustart" für sich hinlegen kann und (zumindest war es bei mir so) ich mich im Haus so nicht wohlgefühlt hätte - weil es eben nicht meins ist, sondern ein Kompromiss.
Selbst wenn es finanziell ausgegangen wäre, neben dem Haus 2 Wohnungen zu finanzieren, wäre es doch so gewesen, dass das Haus "Niemandsland" ist.