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Erfahrungen - zurück zur Ehefrau aus Vernunftsgründen?!

bibi66

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Hallo Pechmarie

Professionelle Hilfe finde ich gut. Ich habe meine Überweisung für einen Therapeuten auch noch hier liegen, weiß aber nicht, ob ich es noch brauche. Wer weiß?
Ich finde es ja schon erschreckend, dass wir in eine Rolle gedrängt werden, wo wir einfach Hilfe brauchen. Dabei wäre es doch ehrlicher, wenn die Herren, die nicht wissen was sie wollen, sich Hilfe holen würden um keinen Scherbenhaufen zu hinterlassen.

Kopf hoch

29.10.2012 22:26 • x 1 #31


uvwxyz

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Bibi66 da kann ich dir nur beipflichten!
Aber wann holt sich ein Mann Hilfe?

(gast xyz)

30.10.2012 21:03 • #32



Erfahrungen - zurück zur Ehefrau aus Vernunftsgründen?!

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bibi66

77340
Hallo Gast xyz

Das ist eine sehr gut Frage. Männer sind feige. Wenn man ihnen erklärt, dass eine Therapie vielleicht hilfreich wäre, werden sie sauer und erklären, dass sie doch nicht bekloppt sind. Das weisen sie ganz weit von sich. Wir sind da wahrscheinlich etwas offener. Wenn ich mir ein Bein breche, dann gehe ich doch auch zum Arzt.

Ich würde mir wünschen, mein Mann käme noch zur Einsicht und vertraut sich irgendwann mal jemandem an.

30.10.2012 22:03 • #33


Pechmarie2012

77340
Hallo bibi, Hallo gast xyz

Männer sind das starke Geschlecht bzw. wollen sie gern sein. Sich Hilfe zu holen würde bedeuten, dass sie schwach sind. Das passt nicht in ihr Bild. Also machen sie alles mit sich selbst aus. Sie wollen ihre Probleme nicht besprechen, nicht mal mit dem besten Kumpel, also gehen sie daran kaputt oder stürzen sich Hals über Kopf von einem Abendteuer ins Nächste. Zurück bleibt ein Scherbenhaufen.
Natürlich sind nicht alle Männer so, aber viele!

Schade, dass hier bis jetzt nur ein Mann seine Erfahrungen geschildert hat.

Liebe Grüße Pechmarie

31.10.2012 10:03 • #34


alex.

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Ich glaube, bei derartigen Pauschalisierungen, was Männer ja für feige Ar. sind, hat keiner mehr Lust, hier was zu schreiben.

31.10.2012 10:52 • #35


Pechmarie2012

77340
Hallo Alex,

da hast Du wahrscheinlich was in den falschen Hals bekommen?...Es war nie die Rede davon, dass Männer feige Ar. sind, von mir jedenfalls nicht und die anderen haben dies sicherlich auch nicht so gemeint.
Männer wurden von je her so erzogen, dass sie stark sein müssen. Du kennst doch bestimmt die Sprüche von den Eltern: Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Hör hauf mit weinen, Du bist doch kein Mädchen.
Sie müssen von klein auf, stark sein und deshalb ist es für sie schwer, bei Problemen Hilfe in Anspruch zu nehmen, da dies ein Zeichen von Schwäche ist.

Mir geht es hier nicht darum jedemanden zu verurteilen. Ich wollte einfach nur ein paar Erfahrungen von Männern lesen, wie es ihnen nach Trennung von Affäre ging, ob sie noch an sie denken oder ob die Ehe danach wieder glücklich wurde.

LG Pechmarie

31.10.2012 11:31 • #36


alex.

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Ähm... vielleicht liegt es an mir, aber ich setze voraus, dass ein Mensch intelligent genug ist, seine kindlichen Prägungen zu hinterfragen und ggf. als *beep* abzustempeln. Auch halte ich eine Menge von Selbstreflexion und der Fähigkeit, die eigenen Muster zu hinterfragen.

Und dieses ganze Gerede von Stärke und Schwäche... das ist wieder so eine Bewertung in Gut und Böse und von solcherlei Extremismus halte ich nunmal überhaupt nichts. Ebenso halte ich nichts von Geschlechterstereotypen. Wer meint, sich in sowas einfügen zu müssen und sich darüber zu definieren, dem empfehle ich die Suche nach der eigenen Identität.

Wüssten mehr Menschen, wer sie eigentlich sind, müsste man nicht ständig einen Therapeuten aufsuchen.

31.10.2012 11:40 • x 1 #37


manfredus

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Hallo Pechmarie,

Zitat von Pechmarie2012:
Wer hat es bereut, den einfachen Weg zu wählen und bei der Ehefrau zu bleiben?


Das dürfte wohl extrem abhängig von der Situation und dem Charakter aller Beteiligten sein. Ich fürchte, darauf gibt es keine Antwort. Denn eigentlich willst Du Hoffnung haben. Das Dein Geliebter es bereut und doch noch zu Dir findet.

Das kann Dir nur Dein Geliebter beantworten. Und nachdem er jetzt wieder bei seiner Ehefrau zu sein scheint und die Affäre mit Dir beendet hat, weiß Du doch, woran Du bist.

MfG
Manfredus

31.10.2012 13:27 • #38


manfredus

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Zitat von alex.:
Ich glaube, bei derartigen Pauschalisierungen, was Männer ja für feige Ar. sind, hat keiner mehr Lust, hier was zu schreiben.


100 % Zustimmung. Männer wollen nie reden, trennen sich schwerer, könenn sich nie entscheiden, blablabla... Gerade dieses Forum straft diese Geschlechtsspezifizierungen Lügen! Hier schreiben alle über alles mit allen Problemen.

Wer das noch nicht kapiert hat und das Beziehungsproblem in der Geschlechterproblematik sucht, dem ist nicht zu helfen. Ein A.loch bleibt ein A.loch. Da es DAS A.loch ist, ist es geschlechtsneutral.

MfG
Manfredus

31.10.2012 13:31 • x 1 #39


uvwxyz

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manfredus und alex!
Ihr habt total recht! Denn was das angeht, habt ihr ja auch gesehen, dass bibi sich auch selber hilft, und auch ich gebe zu, dass ich schon oft darüber nachgedacht habe, mir irgendwo Hilfe zu suchen, es aber nie geschafft habe. Ich denke, dass sich auch durch Gespräche (auch hier) an der eigenen Situation nichts ändert. Nur mit dem Partner zu reden hilft! Alles andere ist schwierig, weil von 2 (oder3) Personen nur einer betreut wird.
Am besten wär eine Therapie zu dritt ;) , was sich aber als fast nicht durchführbar erweisen wird.

Liebe Grüße an euch alle, die sich mit dem Thema beschäftigen.

31.10.2012 15:06 • #40


uvwxyz

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Was ich noch sagen wollte: Sich jemandem anzuvertrauen, ist vielleicht eines der schwierigsten Dinge im Leben. Denn man weiß nie, was das für Folgen hat, bzw. ob der Freund wirklich ein richtiger Freund ist. Und bei so tiefgreifenden und auch situationsbedingt gefährlichen Themen kann man auch an falsche Freunde geraten.

Ich persönlich kämpfe alles mit mir alleine durch. (Und versuche eure Geschichten als Denkanstoß zu sehen, bzw. als neue Richtung im Denken einfließen zulassen. - Dafür Danke!)

31.10.2012 15:14 • #41


bibi66

77340
Hallo zusammen

Ich möchte keinesfalls pauschalisieren. Ich habe hier von vielen Männern genauso gelesen, dasss sie unheimlich leiden, aber auch bereit sind sich helfen zu lassen oder hier zu schreiben. Und das finde ich ganz toll.

Ich wäre halt froh, wenn mein Mann mal mit jemandem reden würde. Er redet ja noch nicht mal mit mir. Er ist ausgezogen, wollte, dass ich ihn mal ein halbes Jahr in Ruhe lasse, das gefühl zu seiner Affäre kann er angeblich nicht einschätzen, hat sich bisher noch nicht an unsere Vereinbarung , in der finanzielle Dinge geregelt sind, gehalten. Bisher hatte ich keine finanziellen Probleme, weil wir unser gemeinsames Konto haben. Doch anscheinend hat er jetzt sein eigenes Konto eröffnet und mir ne Menge Miese hnterlassen. Morgen ist der 1. und ich werde sehen, ob es tatsächlich so ist, oder ob er doch laut unserer Vereinbarung einen Dauerauftrag für mich eingerichtet hat. Ansonsten muss ich dann doch endlich zu einem Anwalt.


Paare können sich trennen, dass ist mir klar. Aber man muss doch reden und fair bleiben.
Aber allein seine schnippische Antwort heute per SMS an unsere Tochter, als sie ihm mit seinem neuen Konto konfrontiert und darum gebeten hat, mit mir mal zu reden. Das passt überhaupt nicht zu ihm. Wir erkennen ihn nicht wieder. Ich glaube nach wie vor, das seine Probleme viel tiefgründiger sind und die Affäre und deren Kinder im Moment die einzigen Kontaktpersonen sind. Fast könnten sie einem schon leid tun. Da wird noch einiges auf sie zukommen. Mein Man meinte irgendwann mal, er würde keine Kinderherzen brechen. Das seiner Tochter ist es schon. Die Jungs von der Affäre tun mir schon leid, sie haben noch nicht ganz die Trennung vom Vater überwunden, obwohl er sie sehr oft hat, gleich der nächste Kerl auf der Matte und in ein paar Monaten? Nicht meine Baustelle. Ich muss jetzt erst mal mein Kind und mich schützen, dabei hätte ich gerne alles friedlich geregelt.

31.10.2012 15:58 • #42


Bohay

77340
Ich glaube ja dass es eine Charakterfrage ist wie man sich trennt. Einen guten Partner erkennt man erst, wenn die Beziehung zu Ende ist oder so ähnlich.

31.10.2012 16:17 • #43


serene

77340
Mich befremdet immer wieder, wie manche hier die moralische keule schwingen. Ich wurde mal sebst in einer solchen Angelegenheit verletzt und habe ähnlich gedacht, aber heute sehe ich das anders. Ein Leben für die Pflicht lohnt nicht und wenn man dabei Eheversprechen bricht und Anderes über Bord werfen muss, das man einst für wichtig hielt. Natürlich halte ich einen fairen Umgang für unabdingbar, aber hier an die Vernunft zu appellieren, fruchtet nicht. Jede Zuneigung ist freiwillig oder es gibt eben keine. Will wirklich wer eine Partnerin/einen Partner, der/die bleibt und ständig aus Sehnsucht nach wem anders vergeht?

01.11.2012 18:12 • #44


manfredus

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Zitat von serene:
Ein Leben für die Pflicht lohnt nicht und wenn man dabei Eheversprechen bricht und Anderes über Bord werfen muss, das man einst für wichtig hielt.


Das sehe ich genauso. Aber Ehe ist heute immer noch eine lebenslange Verpflichtung. Früher mag das aus versorgungstechnischen Gründen notwendig gewesen sein, die Institution Ehe sollte jedoch mal runderneuert werden: Man kann und darf sich doch auch mal verändern im Leben. Und wenn beide Partner sich nicht auf die gleiche Weise entwickeln, dann ist Streß vorprogrammiert. Und wieviele können wirklich von sich behaupten, den perfekten Gegenpart gefunden zu haben, mit dem sich die Zukunft glänzend entwickelt?

Zitat:
Natürlich halte ich einen fairen Umgang für unabdingbar


Das eine hat mit dem anderen ja auch nichts zu tun. Wer keinen fairen Umgang pflegen kann, kann es halt nicht. Egal ob er 2 Wochen mit jemandem zusammen war oder verheiratet 100 Jahre...Natürlich mögen die Verletzungen und Kränkungen in einer Beziehung eine Rolle spielen, und da hat die Dauer durchaus etwas zu sagen. In erster Linie ist ein fairer Umgang jedoch eine Charaktersache.

Zitat:
Will wirklich wer eine Partnerin/einen Partner, der/die bleibt und ständig aus Sehnsucht nach wem anders vergeht?


Ich glaube, es gibt sogar sehr viele Menschen die das wollen. Weil es ihnen lieber ist als die Alternative: Trennung. Vor lauter Angst. Angst vor Einsamkeit, Angst vor dem Verlust von Sicherheit, Gewohnheit. Wieviele Beziehungen (Ehen etc.) werden denn nebeneinander her geführt? Motto: Ich mach doch mal die Augen zu. Das kann man in diesem Forum hier auch immer wieder lesen: Wir waren 2000 Jahre lang glücklich, und plötzlich geht mein Partner (oder hat eine Affäre oder, oder, oder...)! Einfach So. Ohne Grund. Und ich bin völlig von den Socken!

MfG
Manfredus

01.11.2012 20:38 • #45



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