Hallo ihr Lieben!
Der letzte Beitrag ist doch schon länger her, aber ich versuchs trotzdem mal, vielleicht erhalt ich doch noch die ein oder andere Antwort
Das Beziehungsende ist bei mir gerade mal 1,5 Wochen her. Er hat nach 1,5 Jahren sehr intensiver Beziehung Schluss gemacht, weil er mich nicht mehr liebt und mit einer Fernbeziehung nicht umgehen kann. Ich wollte es nochmal probieren, hänge sehr an ihm und das weiß er auch. Ich hatte ca. eine Woche "Vorbereitungszeit" und bin dann beim Schlussmachgespräch eher passiv geblieben, hab viel geweint, ihm zugehört, aber selbst wenig Input gegeben, weil ich einfach nicht konnte. Ich war so neben der Spur, ich wusste, ich würde ihn verlieren und ich konnte nicht kämpfen - keine Sekunde, ich war viel zu verletzt und verängstigt. Ich hab geheult, er hat geheult, wir haben uns gegenseitig für die schöne Zeit gedankt und sind dann im Guten auseinander gegangen. Ich hab seine Entscheidung akzeptiert, von Anfang an.
Kaum war ich aber aus der Tür, haben mich Zweifel, Ängste und Hoffnung zerfleischt. Warum hab ich nicht gekämpft? Warum hab ich nicht mehr Antworten verlangt? Warum warum warum? Ich war fertig mit den Nerven, hab nur noch geheult. Zwei Tage später hab ich ihn um ein erneutes kurzes Gespräch gebeten, um einige Fragen, die ich beim Schlussmachgespräch nicht gestellt hatte, und mich im Nachhinein verrückt gemacht haben, zu stellen und Gewissheit zu bekommen. Ich wollte und musste wissen, ob er die Entscheidung nicht vielleicht doch zu schnell, zu unbedacht, zu leichtfertig gefällt hatte, ob er es nicht doch vielleicht bereue.. Tat er nicht. Das Gespräch verlief ruhig, er verhielt sich sehr freundschaftlich mir gegenüber aber doch auch kühl und distanziert. Er gab mir die Antworten, die ich brauchte - und ich hatte schlussendlich Gewissheit. Er wollte nicht mehr. Punkt. Es war aus. Endgültig.
Dennoch waren und sind wir uns einig, uns auf freundschaftlicher Ebene wiederfinden zu wollen. Er will den Kontakt zu mir nicht verlieren, ich bin ihm als Mensch immer noch unglaublich wichtig (er bezeichnet mich als seine beste Freundin). Er meinte, ich könne mich immer bei ihm melden, Tag und Nacht, er wäre immer für mich da. Aber es liege nun an mir, den ersten Schritt in Richtung Freundschaft zu machen, denn zuerst müsse ich die Trennung verarbeiten und abschließen. Und er werde mir so viel Zeit geben, wie ich brauche. Eine sehr schöne Aussage, die mich berührt hat. Ich meinte dann, dass ich nicht wisse, wie lange es dauern würde. Dass ich unglaublich Angst hätte, ihn als Mensch und Freund zu verlieren, weil ich nicht wisse, ob ich jemals in der Lage sei, eine Freundschaft mit ihm zu führen, ohne Liebesgefühle. Deshalb wäre ich ihm dankbar, wenn er sich von selbst bei mir melden würde, wenn ich mich lange Zeit nicht melde. Er meinte, dann innerhalb der nächsten 4 Wochen werde er sich bestimmt nicht melden. In Ordnung. Das hörte sich für mich plausibel an.
Ich stellte mich auf eine KS ein, eine längere KS, weil ich wusste, dass ich nur so abschließen konnte. Ich begann, das Kapitel "Beziehung" zu schließen und die klaffenden Wunden mit Nadel und Faden zu bearbeiten. Vier Tage später (Ostersonntag) meldete er sich bei mir auf facebook, wünschte mir Frohe Ostern und fragte, wie es mir ginge.... Und wieder riss die Wunde, deren Ecken ich gerade leicht zugenäht hatte, komplett auf. Furchtbar. Hoffnung à la: "Er meldet sich, weil er mich zurück will, weil er es bereut, Schluss gemacht zu haben" flammte auf.. Verdammt! NEIN! Natürlich war es ein Missverständnis.. Er wollte sich rein freundschaftlich melden, nur "Hallo" sagen.. Was er damit bei mir auslöste, war ihm nicht bewusst gewesen. Wir redeten per facebook darüber und klärten es schlussendlich. Was mich stutzig machte (und wiederum kurz Hoffnung aufkeimen ließ): Er meinte auf die Frage, wie es ihm ginge: Nicht so gut, das mit uns beschäftige ihn. Es sei auch für ihn nicht so leicht. ..... Und das sagt er mir? Nach Beendigung des Gesprächs war für mich aber erneut klar: Er will WIRKLICH nicht mehr, er liebt mich nicht mehr, es ist ENDGÜLTIG aus.
Und auf ein Neues fing ich an, die Wunden wieder zuzunähen. Klappte gut - bis gestern, wo wir uns zufällig (ohne Vorwarnung, ich hatte wirklich nicht erwartet, ihn dort zu treffen) über den Weg liefen.. Zum Glück war ich mit einem Bekannten unterwegs, den auch er kannte, so führten wir zu dritt kurz Smalltalk. Die ganze Zeit über aber wollte ich nur weg, mein ganzer Körper war in Fluchtposition, ich wollte nicht mit ihm reden, nicht jetzt, nicht so unvorbereitet, und eigentlich wollte ich ihn ja für eine längere Zeit weder sehen noch kontaktieren? Als wir uns verabschiedeten, wollte er mich freundschaftlich umarmen, ich drehte mich aber rechtzeitig weg und ging.. ich hätte ihn nicht umarmen können, es hätte sich so falsch angefühlt.. Er meinte dann nur noch zwinkernd: "Meld dich hald mal wieder." Meine Antwort darauf war:" Ja schaun wir mal..." Und dann ging ich... Verwirrt, verletzt, wieder mit einer frisch klaffenden Wunde... Super! Perfekt! Toll gemacht! Danke!
Ich hab das mit "Schaun wir mal" genau so gemeint, wie ich es gesagt habe. Ich hab nicht vor, mich die nächste Zeit zu melden.. Montag fahre ich wieder an meinen Studienort - 700 km entfernt vom Lebensmittelpunkt meines Ex. Dort bleibe ich über einen Monat und werde mich während dieser Zeit nicht bei ihm melden, sonst komme ich nie über ihn hinweg. Ich liebe ihn ja immer noch sehr, muss aber für mich einen Abschluss finden und das geht nur über KS, das hab ich die letzten 1,5 Wochen bemerkt.. Jedes Mal, wenn ich irgendetwas von ihm gehört/gesehen habe die letzten 1,5 Wochen hat mich das die langsam zuheilenden Wunden wieder aufgerissen und mich an den Start zurückgeworfen.. Und auf das hab ich jetzt echt keine Lust mehr! So sehr ich ihn liebe und so gern ich ihn zurück hätte - Es geht nunmal nicht. Jetzt geht es um MICH, ICH muss abschließen und das kann ich nur, wenn ich Abstand nehme!
Mein größtes "Problem" dabei nur ist Facebook... Ich habe jetzt seit einer Woche ca. weder das Bedürfnis ihn anzurufen, noch ihm SMS zu schreiben o.ä. und habe es seit unserem zweiten Gespräch vor einer Woche auch nicht mehr getan.. Nur Facebook macht mich fertig! Ich möchte ihn nicht löschen, weil ich ja durchaus irgendwann mit ihm auf freundschaftlicher Ebene auskommen möchte, daher wäre es komisch, ihn jetzt zu löschen. Ich habe seine Aktualisierungen blockiert, nur nützt mir das nichts, weil ich trotzdem jeden Tag mindestens einmal auf seine Seite schaue, um zu sehen, was er so treibt. Ich habe ihn kurzzeitig in meinem Chat blockiert, habe die Blockade aber nach einigen Tagen wieder aufgelöst, weil ich den Gedanken, dass er mich nicht anchatten kann, wenn er wollte, schrecklich gefunden habe.. Dummer Gedanke eigentlich, er hat ja immer noch meine Handynummer, also, wenn er mich erreichen wollte, könnte er es per SMS oder Telefon oder Skype.. Trotzdem schaue ich jedesmal wenn ich auf Facebook bin, ob er online ist - und wenn JA hoffe ich so sehr, dass er mich anschreibt... Ich kasteie mich selbst damit, aber ich kann einfach nicht anders... Ich habe nie um unsere Beziehung gebettelt, renne ihm nicht hinterher, habe das nie getan und werde ich hoffentlich trotz all der Liebe, die ich noch für ihn verspüre auch in Zukunft nicht tun, weil ich weiß, dass es keinen Sinn hat... nur facebook macht mich fertig... Es is zum Haare-Ausreißen :/
Irgendwelche Tipps? (Und bitte jetzt nicht die Antwort "Lösch ihn", das kann und werde ich nicht. Punkt. :/)
Uii, jetzt ist der Beitrag doch etwas länger geworden als gedacht (: Aber ich merke gerade, wie gut es getan hat, das alles einmal los zu werden und von mir zu schreiben.. Ich hoffe, jemand wird sich erbarmen und meinen Beitrag durchlesen
Eure orange&green