Guten Abend liebe @leilani
Danke für Deine ausführliche Antwort. Ich bin etwas unsicher, ob und wie ich antworten mag. Schau, Deine Antwort hört sich so auch nach Erklärungen an, ich empfand Deine Situation als klar genug. Ich habe nicht geschrieben, um zu erzählen an welcher Stelle, Du vermeintlich falsch lagst, sondern einfach nur um eine andere Sichtweise zu eröffnen. Ich verstehe sehr gut, wie und warum Du Dich so fühlst.
Nichts davon stelle ich in Abrede und es bedarf keiner Begründung.
Und von mir aus, darfst, kannst und je nach bedarf solltest Du auch jeden dahergelaufenen Kurzzeitmensch ne Runde be- oder entwerten, wenn es denn hilft. Mir ist das völlig egal, Dir darf das egal sein, auch wenn, die eigenen Moralvorstellungen einem da hin und wieder nen Strich durch die "bessere" Rechnung machen und ihm ist es egal, weil es ja hier passiert. Dafür ist ja ua das Forum da.
Ich hätte zwei Randbemerkungen, die in Wahrheit eine sind:
Zitat von leilani:Dass ich nicht super locker bin und keinen Bock auf die mega Unverbindlichkeit habe wusste er ja von Anfang an.
Reine persönliche Meinung, hat nichts mit Dir zu tun; wenn ich keinen Bock auf das Unverbindliche habe, weil mein Vertrauen dahingehend eher geschwächt ist, übertrage ich doch nicht per Wort die Verantwortlichkeit dafür, auf jemanden, der nicht in meinem inner circle ist. Verstehst Du meine Ansicht?
Ich gehe doch nicht hin und öffne mich, gegenüber jemandem, den ich nicht kenne und (!) mache diese Erwartungshaltung im Nachgang zum Maßstab. Das hat für mich überhaupt keinen Sinn.
Jemandem, den ich zwar attraktiv finde, aber nicht wirklich kenne, zu sagen, dieses oder jenes fällt mir schwer, ist schwierig aber ok. Jemanden, den ich nicht kenne, an diesen besonderen Maßstäben zu messen, absurd, der beweist ja gerade nur wieder, dass diese zu Recht in place sind. Dazu muß ich doch nicht darüber mit diesem reden.
Es ist die eine Sache, Menschen, die ich gerade kennenlerne, an meinem inneren teilhaben zu lassen, es ist etwas völlig anderes, daraus irgendwelche Hürden zu machen, die sie entweder checken, daher nehmen, oder eben nicht checken und daran scheitern. Dafür sind ja diese Hürden exakt da.
Zitat von leilani: Für mich bedeutet jeder Rückschlag wieder ein Haufen Arbeit.
OK, das finde ich jetzt von Dir, sehr kleingeredet. Du hast unfassbare Arbeit geleistet. Und der Glaube, daß diese Arbeit einfach davon weggeht, daß mal wieder eine Pappnase des Weges vorbeikommt und Dir, wie immer beweist (gutes Stichwort), wird Dir doch einfach nicht gerecht und schon gar nicht dessen, was Du eigentlich geleistet hast.
Der Punkt ist, wir alle haben Muster.
Die werden uns vermutlich noch ewig ansprechen.
Diese Muster gehen nicht einfach weg, manchmal nie.
Aber wir können lernen, darauf zu vertrauen, daß wir damit umgehen können.
Ich verstehe weder das Wort Rückschlag. An sich selbst arbeiten, führt natürlich zu Rückschlägen. Andere Leute führen aber nicht dazu.
Ablehnung, liebe Leilani ist kein Rückschlag. Du arbeitest nicht daran, daß Du nicht mehr von anderen abgelehnt wirst.
Du arbeitest vielleicht daran, daß Du Dich und die immer passierende Ablehnung, die allen passiert, weniger schlimm empfindest. Du Dich vielleicht nicht immer sofort deshalb selbst ablehnst.
Wir können anderen nicht frei begegnen, wenn wir diesen gleichzeitig mitteilen, egal wie wohl formuliert und in welchen angeblich machbaren Grenzen, daß sie uns so und nicht anders zu behandeln haben.
Stell Dir vor, ein Mann gibt Dir solche Grenzen vor, egal wie begründet, durchdacht und artikuliert sie wären.
Ablehnung tut natürlich weh, das ist das Risiko, was jeder eingeht, wenn er sich öffnet. Aber das ist eben auch der Raum, in dem sich Menschen finden. Ohne diesen, egal wie hübsch eingerichtet, egal wie vermeintlich groß, so findet sich keiner.
@leilani ich fände schön, wenn Du Dich nicht davon angegriffen fühlst, was ich geschrieben habe, kann aber verstehen, daß Du dazu eine Meinung hast und dem begegnen willst.
So findet nämlich Annäherung statt. Sie findet nicht statt, in dem ich Dir sage oder schreibe, Du mußt das so sehen, weil das und das ist meine Geschichte und Du mußt deshalb meiner Meinung sein.
Verstehst Du ein bißchen, was ich zu sagen suche?
Schließlich:
Zitat von leilani:Zum einen wünsche ich mir einfach endlich mal wieder eine Partnerschaft. Alleine gewesen und an mir gearbeitet habe ich lange genug, es ist einfach mal wieder an der Zeit.
Und was machst Du, wenn das nicht eintritt? Wenn es noch oder nie an der Zeit ist? Hörst Du dann auf, an Dir zu arbeiten?
Ist an sich arbeiten mit der Belohnung, dann bekomme bzw habe ich, was ich will, ver- oder geknüpft?
Mal angenommen, Partnerschaft passiert nicht mehr für Dich, also nie wieder, was machst Du dann? Wie sehen Deine Ziele dann aus? Was braucht es für Dich dann, für ein glückliches Leben?
Edit: und nein, ih sage nicht, Partnerschaft wird für Dich nicht passieren und vor allem sage ich nicht, daß Du Partnerschaft nicht verdienst.
Ich sage nur, manchmal verdienen wir Dinge, aber sie passieren nicht, egal wie sehr wir das vermeintliche Recht haben sie einzufordern, manchmal braucht es eine andere Form von Abstand.