NurBen
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Zitat von jaqen_h_ghar:Heute ist das anders: Mit Tinder und Co. kann ich zu Hause bleiben, habe ausreichend Macht und Kontrolle, minimiere das Risiko, verletzt zu werden, weil alles immer den Charakter des Unverbindlichen behält. Ansonsten Wisch und weg ...
Tinder und Co. unterstützen das Sicherheitsbedürfnis des Menschen. Man muss seine Komfortzone nur minimal verlassen.
Das hat seine Vor- und Nachteile.
Als Mann steht man weniger unter Druck - Keine Menschen die einen dabei beobachten und beurteilen.
Als Frau ist das Risiko geringer bedrängt zu werden.
Auf der negativen Seite hat dieses "Pseudo-Anonyme" natürlich auch Potenzial.
Frustrierte Frauen können sich uneingeschränkt "Aufmerksamkeit" besorgen und der frustrierte Mann kann bei einen Korb nochmal Dampf ablassen.
Zitat von Garibaldi:Der Wiener Psychiater Bonelli beschreibt es so , dass die Menschen das zwischenmenschliche Flirten am Anfang des Kennenlernens verlernen würden . Es wird bei Tinder und Co. nur noch Wisch und Weg gemacht. Selektion zur schnellen Vorteilsverschaffung.
Da stimme ich zum Teil zu was das altbekannte Flirten, allerdings sollte man auch folgendes dabei bedenken:
Tinder ist ein anderes Flirten:
-Der Match ist quasi der Blickkontakt im normalen Flirt.
-Die Texterei ersetzt den Flirt.
Denn noch ist es sehr problematisch, denn die Texterei ersetzt meiner Meinung nach niemals einen Flirt.
Es fehlt das Non-Verbale. Daher kann ich mit dieser Textflirterei nichts anfangen und somit ist es für mich auch relativ schwer überhaupt an ein Treffen zu gelangen.
Es gibt natürlich Menschen die können es andersrum besser.
Aber es ist ein Irrglaube zu denken; Man könne gut flirten, nur weil man das Tinder-Geschreibsel beherrscht.
Spätestens beim realen Treffen kommen die guten alten Flirts wieder zur Geltung.
Aus dem "super-flirtigen" selbstbewussten Typ aus Tinder wird dann plötzlich eine unsichere hypernervöse Pfeife, der die Frau kaum in die Augen schauen kann.
Und das Bild, was er über Wochen bei der Frau aufgebaut hat, zerplatzt wie eine Seifenblase.
Zitat von Garibaldi:Kein Wunder, dass im Netz viele durchs Raster fallen, welche im wahren Leben gute Chancen hätten. Und umgekehrt.
Da stimme ich dir 100 prozentig zu. Als Durchschnittmann mit 35 ohne ausgefallenen Hobbies ist man bei Tinder nicht gut aufgehoben.
Aber entweder ich lasse es oder ich mach das Beste draus.
Trotzdem muss man sagen, dass auch der Großteil der Frauen dort (~25, Lehramtsstudentin, liebt Bungeejumping und war schon in 200 verschiedenen Ländern) nicht meine Zielgruppe ist.
Zitat von Garibaldi:Leider musste ich feststellen, dass die jungen Mädels durchweg einen richtig arroganten Gesichtsausdruck hatten. Richtig hochnäsig. Sie wirkten fast druchweg wie "Diven" , wie Hollywoodstars. Richtig unnahbar.
Was denn nun? Mal sind sie dir zu arrogant und mal sind sie "die armen Frauen", die dadurch in die Magersucht gedrängt werden. Hol doch nicht immer die extreme raus.
Zitat von Garibaldi:Es wirkt tatsächlich auf mich so , als würden sie denken : " Was wollt ihr egtl. alle. Ich kann viele haben. Allein heute habe ich schon 10 Likes bei Tinder bekommen. "
1. 10 Likes am Tag bekommt doch mittlerweile jede Durchschnittstrulla von Nebenan. Tinter hört ab 100 auf zu zählen.
Selbst 10 Matches sind ein Kinderspiel.
2. Jede gesunde Frau mit einen höheren IQ als ein Mettbrötchen weiß, dass die Matches nicht mehr sind als "Würde ich mal gerne knallen."
Und 3.
Frauen bzw. allgemein Menschen am Bahnhof, in der Fußgängerzone sind meist gestresst. Ich kenne das von mir selbst doch auch. In solchen Situationen habe ich auch nicht mein "Sprich mich an"-Lächeln auf den Lippen, wenn mich eine Frau ansieht.
Das hat aber weder was mit meiner Arroganz zu tun, noch mit der Frau selbst.
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