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Erwachsene Kinder von narzisstischen Eltern

Jay da B


Bei mir war es der Vater.
Es hilft leider nur die weitestmögliche Ablösung.
Alle Hoffnung begraben.

Eine sehr schwere aber machbare Aufgabe.

Es sind "nur" die Eltern. Wenn die gestört sind, fehlt was. Das ist nicht optimal.
Aber die Welt bietet - und bot mir - ne ganze Menge Wunder in Form liebender Menschen.

Augen und Herz auf und viel Glück

Jay

29.07.2015 12:19 • x 1 #76


Miss Lollipop


Hallo Jay,

da kann ich Dir nur zustimmen. Eine sehr schwere Aufgabe!

"Nur" die Eltern ist gut. Diese prägen einen leider und dies eben und vor allem auch mit ihrem negativen Verhalten, welches dann Gaga im eigenen Kopf verursacht und man sich sein Leben lang damit selbst im Weg steht. Vielen Dank auch an diese Mütter und Väter.

Ich bin auch dankbar für all die liebenden Menschen, die mich sehen und lieben, wie ich wirklich bin und die mir gerade in dieser Zeit des Erkennens und der Trauerbewältigung zur Seite stehen.

Und auch dieser Austausch hier hilft mir, weil hier Menschen sind, die wissen, wovon ich spreche. Denn keiner, der das nicht selbst erlebt hat, kann sich vorstellen, dass Kinder gute Gründe haben, sich von ihren Eltern zu trennen. Da habe ich schon manche unliebsame Kommunikation geführt. Und ich reagiere höchst empfindlich auf Aussagen...na ja...einer alleine ist ja nie schuld. Du wirst auch Deinen Teil dazu beigetragen haben oder....sie ist schließlich Deine Mutter. Sie hat ja viel für Dich getan.

Stimmt. Ich hatte ein Dach über dem Kopf, Kleidung, Essen, Taschengeld und durfte eine Ausbildung machen. Danke dafür Mama.

Allerdings hätte ich eine liebevolle und warmherzige Mutter gebraucht, die nicht ständig an mir herumkritisiert, mich mit dem Latschen verhaut, weil ich gegen ihre Ungerechtigkeit Widerspruch erhoben habe, die nicht ständig nur herum kreischt, provoziert, beleidigt, jede noch so neutrale Aussage persönlich nimmt und mir Minderwertigkeitskomplexe einredet... und und und.

Aber ich bin froh, dass ich es geschafft habe, mich davon zu befreien. Das alles gehört nämlich jetzt der Vergangenheit an. Ich bin keine Marionette mehr.

Sorry, dass ich das hier alles so heraus lasse. Ich bin wohl tatsächlich nicht so weit, wie ich gerne sein würde. Meine Wut ist ganz offensichtlich doch noch vorhanden.

Danke für Euer "Ohr".

Miss Lollipop

29.07.2015 15:03 • #77



Erwachsene Kinder von narzisstischen Eltern

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Gast823472385


Hallo, ich bin mir schon lange sicher, dass meine Mutter narzisstisch ist. Ich habe seit einigen Jahren keinen Kontakt mehr zu ihr. Ich habe den Kontakt mit 17 abgebrochen, habe zu dem Zeitpunkt bei ihr und ihrem neuen Mann gewohnt. Ich habe einfach alle Sachen gepackt und bin zu meinem Vater gezogen - sie hat es mir nicht geglaubt und saß daneben und hat Witze gerissen.

Es geht mir immer besser, leider muss ich sie ab und an per Brief kontaktieren wegen Bafög etc.

Mein eigentliches Anliegen ist aber - Ich weiß, dass es solche Menschen gibt, ich kann nichtmehr an das Gute glauben. Überall seh ich Fallen und ich warte jeden Moment auf das Messer im Rücken von denen, die ich liebe. Das schränkt mein ganzes Leben ein.

Weiß jemand von euch, ob es Selbsthilfegruppen mit diesem Thema gibt (am besten in NRW)? Ich habe bisher von Fremden immer nur Unverständnis bekommen und meine Freunde können es auch nicht wirklich verstehen oder weiterhelfen.

Oder gibt es vielleicht jemanden, der ähnliche Probleme durch diese Kindheit überwinden konnte?

Ich fühle mich eingesperrt in einen Körper, der mir schlechtes will, und merke doch, dass ich eigentlich ein fröhlicher Mensch bin. Ich habe viele Dinge falsch gelernt und weiß nicht, wie ich es wieder verlernen soll.

22.08.2015 16:33 • #78


alex35


Es tut so gut das alles zu lesen. Ich habe erst seit kurzem begriffen, dass meine Mutter Narzisstin ist. Dass etwas nicht stimmt, habe ich schon lange gespürt, begriffen habe ich es erst mit 34. Seit meine Tochter geboren ist, ist diese narzisstische Veranlagung immer schlimmer geworden. Ich habe versucht, um mein Kind zu schützen, den Kontakt auf ein Minimum zu beschränken. Meine Mutter ist außerdem noch Alk.. Als Ergebnis stellt sie mich bei allen Bekannten, Verwandten, etc als die Böse, das Ungeheuer dar, dass den Großeltern den Kontakt zum Enkel verbietet. Über meine Schwester versucht sie Druck auszuüben. Die ist auch schon gegen mich. Es tut unheimlich eeh, macht wütend und ich habe Angst um meine Tochter. Sie ist so voller Hass gegen mich, meinem Mann und will mit aller Macht meine Tochter für sich alleine haben. Ich kann gar nicht beschreiben was für Beleidigungen gefallen sind. Aber ich denke, alle hier, doe das selbe mit erlebt haben, können sich vorstellen was man durchmacht. Ich habe das große Glück einen unheimlich verständnisvollen Mann zu haben, der mir die ganze Zeit Kraft gibt um alles durchzustehen. Mein Wunsch ist, einfach mal Ruhe zu haben und mein Leben so leben zu können wie ich möchte. Ohne Beleidigungen und Vorwürfe was für eine schlechte Mutter ich bin, nur weil ich nicht mehr möchte, dass meine Tochter ohne meine Aufsicht bei meinen Eltern ist.

03.09.2015 14:03 • #79


saxana


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Liebe alex,

Manchmal muss eine mauer errichtet werden, die zunächst viel größer ist, als man eigentlich will!
Du lebst dein leben, du bist für deine eigene familie verantwortlich! Und wenn das "geliebte" schwesterchen dieses spiel mitmacht und sich instrumentalisieren lässt, ist das ganz allein ihre vernagelte sicht!
Tue, was du für richtig hälst, und höre nicht mehr auf dieses narzisstische wutgeheul. Mehr noch - errichte deine mauer konsequent, mit allem pipapo! Du bist die mutter von der kleinen - nur du allein. Und wenn du den umgang als gefährlich einstufst, ist es dein gutes recht und deine pflicht, deine kleine zu schützen.

Erinnere dich, wie du behandelt wurdest. Wer dir keinen respekt zollt, zollt auch deinem kind keinen respekt. Ewig muss man nach deren base und vorstellungen tanzen...

Manchmal gibt es nicht genug steine auf dieser welt!

Alles gute und viel kraft!

Lg saxana

03.09.2015 19:52 • #80


Anna29

Anna29


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Zitat von alex35:
Ich habe versucht, um mein Kind zu schützen, den Kontakt auf ein Minimum zu beschränken. Meine Mutter ist außerdem noch Alk.. Als Ergebnis stellt sie mich bei allen Bekannten, Verwandten, etc als die Böse, das Ungeheuer dar (.....)Mein Wunsch ist, einfach mal Ruhe zu haben und mein Leben so leben zu können wie ich möchte. Ohne Beleidigungen und Vorwürfe was für eine schlechte Mutter ich bin, nur weil ich nicht mehr möchte, dass meine Tochter ohne meine Aufsicht bei meinen Eltern ist.


Hallo Alex,

mir geht es ähnlich. Meine Mutter ist auch eine Narzisstin und sehr bösartig-kontrollierend.
Ich habe noch kein Kind, aber sie versucht sich immer noch überall einzumischen und erwartet von mir mein Leben so zu leben, wie sie es will.
Jetzt drohte sie mir wieder damit bei mir auf der Arbeit Terror zu machen.
Ich überlege ernsthaft sie anzuzeigen
Es ist einfach so beschämend.

LG

03.09.2015 20:03 • #81


alex35


Liebe Saxana, vielen Dank für deine netten Worte! Ich hatte schon einmal für 2 Monate geschafft den Kontakt zu meinen Eltern abzubrechen. Es hört sich fies an, aber in dieser Zeit ging es mir so gut. Endlich konnte ich so leben wie ich wollte und jeden Tag genießen. Aber dann kam wieder meine Schwester, machte mir schlechtes Gewissen, dass es nicht normal sei keinen Kontakt zu den Eltern zu haben. Die hätten ja alles für mich getan... Diesmal werde ich konsequent durchziehen. Auch wenn es bedeutet, dass ich den Kontakt auch zu meiner Schwester abbrechen muss. Ich versteh sie nicht mehr. Auch wenn sie das goldene Kind ist, weiß sie wie meine Mutter ist. Aber sie redet mittlerweile genau wie meine Mutter und stellt mich als psychisch krank hin.

Liebe Nina, ich kenne das Problem mit der Kontrolle. Als ich noch zu Hause wohnte, hatte ich keine Privatssphäre, sie las meine Emails, Briefe, einfach alles... aber dass sie dich auch noch in der Arbeit belästigt, geht überhaupt nicht! Diese Menschen haben wirklich überhaupt kein Gewissen!

04.09.2015 14:04 • #82


alex35


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Entschuldige, ich meinte Anna und nicht Nina

04.09.2015 14:16 • #83


saxana


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Liebe alex,

Na klar klingt das fies, wenn man das so hört und liest: mir gehts besser, wenn man seine eltern vom eigenen leben ausschließt. Aber welches leid steckt eigentlich dahinter, wenn man zu solch harten maßnahmen greifen muss! Für leise töne sind sie einfach taub. Sie wollen sie nicht hören, geschweige denn verstehen. Dann wird man deutlicher - aber auch das akzeptieren sie nicht. Also bleibt einem zum schluss nur noch übrig, sich vollends zurückzuziehen.

Stell dir das bloß mal anders herum vor. Du würdest ständig zu deiner mutter gehen und ihr vorbeten, dass sie so sein muss, wie du es willst. Und weil sie ne eigene meinung hat, greifst du zu noch fieseren methoden. Sie würde schlussendlich auch den kontakt brechen, wenn ihr deine übergriffe zu viel sind. Solche menschen merken nicht im geringsten, was sie da tun. Sie fühlen sich einfach berechtigt dazu.

Warum? Weil du ihr kind bist! Weil sie denken, sie haben die weisheit mit löffeln gefressen. Weil sie denken, dass sie das dürfen!
Ich würde nicht mitreden, wenn ich nicht schon selbst große kinder hätte und daher kann ich sehr wohl vergleiche ziehen.
Die schweren geschütze, die aufgefahren werden, um meine kinder zu disziplinieren, sind absolut narzisstisch. Ein nicht erfolgtes sofortiges "guten tag" sagen führt zum vollständigen gegenschlag. Da werden innerhalb der familie allianzen erzeugt, miesmacherei gegenüber meinen geschwistern, gehetzt, was das zeug hält. Wenn ich dann zum schutze meiner kinder nicht reumütig nachgebe, bin ich als schlechte mutter dran. Während ich noch gedrillt wurde, mich zu ducken und unterzuordnen, sind meine kinder schon garnicht mehr so, sich bedingungslos dem drill ergeben zu wollen. Und weil sie da nicht mehr rankommen, geht der vernichtungsschlag an mich weiter. Voll irre!
Da hilft nur noch eins: weit weit wegschwimmen!

Lg saxana

05.09.2015 11:21 • #84


Anna29

Anna29


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@alex35...ich kann dich total verstehen- mir gehts auch am Besten, wenn ich von zuhause nichts sehe oder anhören muss.
Wie hattest du den Kontaktabbruch gemacht? Angekündigt? Einfach nicht mehr gemeldet?
Bei mir würden die dann einfach auf der Matte stehen und sturmklingeln...oder mir draußen an der Arbeit mal auflauern.
Meine Schwester sieht die Sache auch nicht so tragisch und lebt nach der Devise:"Wir müssen die Pflichten gegenüber der Eltern erfüllen- egal wie wir behandelt wurden."

05.09.2015 18:47 • #85


alex35


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@Anna: Nachdem meine Mutter mal wieder vor meiner kleinen Tochter über mich und meinen Mann in ekliger Weise über uns geschimpft hatte, hatte ich ihr Widerworte gegeben. Nachher verlangte sie, wie immer, eine Entschuldigung für mein schlimmes Verhalten. Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben nicht eingeknickt und hatte mich nicht entschuldigt. Sie hatte sich dann natürlich nicht mehr gemeldet. Hatte es dann aber über meine Schwester versucht und geschafft. Das ist ja das Schlimme, diese Mütter lassen einen nicht los...

06.09.2015 15:15 • #86


Bärchen69


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Hallo, ich bin neu hier und würde mich gerne mit euch austauschen. Habe eine Mutter die narzisstisch ist. Ich habe durch sie Depression bekommen. Den Kontakt zu ihr habe ich vor 2 Jahren abgebrochen, es tat mir nicht gut. Sie hat auch meinen 12 Jahre alten Sohn manipuliert, dieser leidet nun auch an Angststörungen. Für mich ist es immer noch sehr schwer zu verstehen das die eigenes Mutter sowas getan hat. Ich suche immer noch nach Entschuldigungen, von anderen habe ich so einiges erfahren, was sie alles getan hat. Über einen Austausch mit euch würde ich mich sehr freuen.

17.12.2015 23:22 • #87


Petzi1


Hallo zusammen Bin per Zufall auf dieses Forum gestossen. Finde mich und meine Kindheit 1:1 wieder. Als ich 2 Jahre alt war starb meine leibliche Mutter. Etwas später heiratete mein Vater wieder. Habe 2 Geschwister aus erster Ehe meines Vaters. Wenn wir nicht so tickten wie sie es gerade wollte hiess es schnell einmal auch von Seite Verwandtschaft der Pflegemutter: sind eben nicht die eignen Kinder, und schon immer schwierig. Bei allem was ich anpacken wollte hiess es nein. Bei der Berufswahl: wollte ich Tierpflegern lernen.. Nein da verdienst du zu wenig, bei Verkäuferin.. Macht die Schwester schon etc. weiter bei meinem ersten Freund damals schrieben wir uns fast täglich Briefe (gab noch keine digitale Möglichkeit ) jeder Brief wurde abgefangen und konfisziert. Selbst bei meinem Mann meinte sie 1 Tag vor der Hochzeit; willst du den wirklich heiraten? Mein Leben lang spürte ich eine innere Wut, Traurigkeit konnte mir aber nie erklären weshalb. Als Kind würde ich nie umarmt oder getröstet, selbst mit 38 Grad Fieber musste ich zur Schule. Ich dachte lange dass es mein eigenes Verschulden ist, nicht wirklich geliebt, ernst genommen zu werden. Bei allem was ich anpackte es gab immer negative Argumente weshalb ich es nicht tun sollte. Eine Fehlgeburt dieses Jahr öffnete mir die Augen. Als unsere Tochter froh Verkündete dass sie ein Geschwister bekomme, kam nichts keine Reaktion.... Habe meine Mutter dann mal auf ihre Reaktion angesprochen. Sie rechtfertigt ihr Verhalten damit, dass ich mich nicht auf das Kind gefreut hätte und sie deshalb so reagiert habe. Sie dreht mir die Worte im Mund um. Stellte mich auch schon als psychisch krank hin und hatte es auch geschafft meinen Mann so zu manipulieren dass er mich 5 Tage auf die geschlossene verschachtelt hat. Die Erkenntnis dass nicht immer alles an mir liegt und ich konstant "tief" gehalten wurde hilft mir meine langjährige innere Wut und Traurigkeit zu verstehen und abzuladen. Mein Mann unterstützt mich sehr darin. Obwohl auch er lange nicht erkennen konnte wie sie wirklich tikt. Nach dieser Erkenntnis und dem Schritt den Kontakt vorläufig zu kappen fühle ich mich erleichtert. Ich weiss auch dass der Tenor sein wird ich wolle ihr die Enkeltochter vorenthalten und sie das auch in der Familie streut. Meine Erfahrung ist, dass es wie eine endlos Schlaufe ist. Jedesmal wenn ich das Gefühl hatte... Ah nun funktioniert die Beziehung wieder kam der nächste Hammer. Es tut gut zu lesen dass man nicht alleine ist oder sich das Ganze einbildet liebe Grüsse

19.12.2015 22:42 • #88


lene79

lene79


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Du willst nie wahrhaben dass deine eigene Mutter böse ist. Sie will ja nur das Beste für dich. Schließlich hat sie dich von dir abhängig gemacht, und behandelt sich deshlab wie ein Kind, die hat dafür gesorgt, dass du keine beziehung zu deinem vater und deinem Bruder bekommen kannst Sie hat dir die Flügel gestutz, ohne dass du es mitbekommen hast. Sie versteckt sich hinter Funktionalität anstatt hinter wahrhaftiger liebe. ihre liebe ist geheuchelt. Du hältst deinen Vater für den schrecklichsten Menschen den es gibt, weil sie dafür gesorgt hat. DU hasst deinen brder, weil sie dafür gesogrt hat. Dein vater hat dir schon immer gesagt, dass deine mutter eine furchtbare frau ist, du wolltest es aber nie wahrhaben. Irgendwann kommt der zeitpunkt wo dir alles klar wird. alles

25.03.2016 19:43 • #89


eine mehr


Hallo ihr Schreiber,

ich bin auch so eine.

Wenn ich hier lese, dass das manche erst mit 50 Jahren erfassen konnten, möchte ich an dieser stelle dem Internet für die vielen bereitgestellten Informationen danken - neeee Spaß! Ich danke euch Schreibern natürlich fürs Teilen
Ich bin nämlich erst 31 und sehr froh "es" schon jetzt verstanden zu haben
Schön, dass es euch gibt! Ich bin so froh, dass ihr mir beim Verstehen helft!

28.03.2016 05:29 • #90



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