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Gast
zuerst möchte ich Dir schreiben, dass es mich berührt, wieviele Gedanken Du Dir doch machst.
Man sagt doch nicht einfach so dahin, der Andere sei die grosse Liebe. Dann würde ein "Ich liebe Dich!" reichen. Soetwas könnte man vlt. eher aus der Situation heraus sagen.
Du hast geschrieben:
Ich denke, dass es mehrere Ursachen hat, wieso er sich verletzt fühlt.
Zum einen trifft man in eine "alte Wunde" - das verletzte, vernachlässigte, traurige oder wütende Kind in einem wird verletzt, auch wenn man dies nicht möchte. Es geschieht völlig unbewußt. Und jetzt ist es wichtig sich selbst zu sagen:
"Halt! Stop! Diese Person und Verletzung hat ABSOLUT NICHTS mit damals zu tun. Also reagiere bitte nicht wieder völlig über, sondern versuche rauszukommen aus der Emotion und handle erst dann."
Oft handelt man viel zu schnell oder sagt Dinge, die man später bereut. Weil man aus der Emotion raus handelt.
Ich neige aus impulsiven Gründen auch oft zu solchen Dingen.
Ein Freund sagte mir einmal:"Hör zu, Du schläfst jetzt die Nacht drüber und Morgen reden wir". Das hat mir geholfen.
Ich habe mir dann die Zeit genommen, mir darüber Gedanken zu machen und konnte ganz anders reagieren!
Es gibt Menschen, die haben eine stark ausgeprägte emotionale Seite und diese wird dann umso stärker kontrolliert.
Da existiert dann die Angst, die Kontrolle zu verlieren. Oft kommt es dann, bei für sie empfundenen "gefährlichen Situationen" zu einer Art Fluchtreaktion.
Er hat Dir doch gesagt, was er für Dich empfunden hat. Da Du ja auch Gefühle hast, wäre es schade ihn einfach so aufzugeben. Er ist Dir ja auch als Mensch etwas wert!
Du könntest ihn fragen wie es ihm jetzt mit der Situation geht.
So wie Du schreibst, hast Du aber auch eine riesen Portion Angst
Du schreibst zwar, dass er derjenige ist, der Schwierigkeiten hat aber ich glaube, Du musst da auch auf Dich selbst schauen!
Ich könnte mir vorstellen, dass er sich noch weniger traut die Initiative für ein Gespräch zu ergreifen. Er hat ja die Situation verursacht.
Ich möchte Dir jetzt nicht zu viele Hoffnungen machen, da ich es als Außenstehende schlecht einodrdnen kann.
Das was ich Dir hier schrieb, sind meine eigenen Erfahrungen. Es gibt Situationen in meinem Leben, die ich bereue. Doch die Angst und letztendlich der Stolz (da man eine neg. Konfrontation nicht verkraftet) haben mich abgehalten dafür einzustehen und es wieder zu ändern.
Bitte versuch es richtig einzuordnen, ich gehe da nur von mir aus!
Wie er zu Deinen Gefühlen steht, weiß ich letztendlich nicht, das kann nur er Dir beantworten!
weil ich es einfach nicht mehr aushalte... zu viele Erinnerungen... wie soll ich ihn da "vergessen" und aus mir raus bekommen - wie nur