Zitat von Einsicht:Kannst Du mir das nochmal erklären Hinrich, wie ist das gemeint mit reicht für eine Beziehung aber nicht für Liebe?
Wenn Morrighan doch schreibt die Dinge haben gepasst und es war immer toll von den Gemeinsamkeiten warum denkst Du der Traum mußte irgendwwann zerstört werden?
Aus welchem Grund meinst Du das?
Ich bin halt keine Anhänger der Definition von Liebe, bei der nur "äußere" Gemeinsamkeiten für eine beständige, durch Liebe getragene Beziehung verantwortlich sind. Es ist sicher wichtig, dass gewisse Grundeinstellungen passend sind, aber Liebe muss wirklich von innen kommen und nicht dadurch, dass man gleiche Interessen oder Lebensvorstellungen hat. Dann reicht nämlich im Grunde auch eine Freundschaft. Ich beobachte das oft, dass Paare eher in einem "Projekt" zusammenleben, denn in einer wirklichen Liebe. Man hat sich aufeinander eingeschossen und organisiert das Zusammenleben. Man zieht zusammen, bekommt Kinder und managed den Alltag. Was aber oft auf der Strecke bleibt, ist die Zärtlichkeit und das Wahrnehmen des Gegenübers. Da wird sich nicht mehr in den Arm genommen, Küsse bleiben aus und der Umgang miteinander ist eben eher technisch. Gerade Männer stehen oft unter der Fuchtel ihrer Partnerin und lassen sich einen teils rüden Umgangston gefallen. Ich finde das gruselig. Und wenn man sensible Antennen hat, merkt man den Partnern die Unzufriedenheit eigentlich auch an. Das Lächeln ist vielen abhanden gekommen.
Bei meiner, nun vergangenen, Beziehung war das zum Beispiel andersherum. Wir waren bis zum Schluss zärtlich zueinander, fanden uns schön, konnten uns riechen und schmecken. Ich habe ihr zum Beispiel die Achseln abgeleckt, um sie wirklich zu schmecken. Oder sie zärtlich gebissen. Auch nach sieben Jahren noch. Und auch der 6 war bis zum Ende erfüllend und leidenschaftlich. Aber es passten eben die anderen, "äußeren" Umstände irgendwann nicht mehr so recht und sie hat eben die egoistische Entscheidung (Zitat) getroffen, noch "etwas erleben" zu müssen. Sie befindet sich in einem Stadium des Umbruchs und er generellen Unzufriedenheit mit sich und z.B. dem Job. Und da bleibe ich eben auf der Strecke.
Man sieht doch bei "Morrighan" doch genau, dass diese "inneren" Aspekte nicht zusammengepasst haben. Er ist ein Egoist, der sie stetig verletzt hat und zudem noch ein unverbesserlicher Schürzenjäger ist. Und das schon lange. Nüchtern betrachtet, kann ein solcher Mensch keine Beziehung führen und deshalb komme ich auf die harte Analyse, dass der Keim zum Scheitern der Beziehung schon am Anfang gesät wurde. Gemeinsame Interessen und Lebensvorstellungen können dieses emotionale "Leck" nicht kitten.