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Nakai Mitglied
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Es gab diese Woche einige Momente. Da kam ich wirklich gut zurecht. Heute ist es wirklich schwer. Heute wäre unser Jahrestag und dieser Schmerz ist gerade wirklich kaum auszuhalten. Mein Kopf sagt mir, es wird nie wieder nie wieder etwas geben zwischen uns. Vielleicht ist es auch gut so, wenn mein Kopf ist. Soweit ist. Warum tut es trotzdem so weh?
Das ist sehr, sehr tragisch und herzzerreißend, was du gerade erlebst und erleidest.
Dein Freund ist in einem mächtigen Spannungsfeld gefangen, zwischen der Zuneigung für dich und der rückständigen Kultur seiner Familie, die eure Liaison nicht akzeptiert. Eine furchtbare Zerreißprobe, letztlich aber eine, die ihm eine eindeutige Entscheidung abverlangt: Beugt er sich der Unterdrückung der Tradition oder folgt er der Freiheit seines Herzens? Wenn er sich für dich entscheidet wird er mit seiner Familie brechen müssen. Das habe ich selbst im Bekanntenkreis einige Mal erlebt und es waren grausame Dramen, die viel Leid, Zerrüttung und böses Blut verursacht haben.
Offensichtlich liegt der Ausgang seiner Entscheidung nicht in deinen Händen. Du kannst nichts für die Ablehnung durch seine Mutter und wirst gegen die Macht ihres religiösen Dogmas schwerlich etwas ausrichten können. Wenn sie festgefügt in diesem kulturellen Korsett eingezwängt ist, wird ihr das ein Leben lang Halt gegeben haben. Es stellt sich nur die Frage, ob dein Freund auch diesen traditionellen Halt der Familienbande bevorzugt oder den der Liebe in eurer Bindung?
Er bräuchte ein starkes Rückgrat und Courage, wenn er sich unmißverständlich zu dir bekennt und der dogmatischen Verbotsverfügung der Familie die Stirn bietet - versöhnlich gehen solche Konflikte meist nicht aus, leider.
Dennoch hoffe ich für dich, daß er schnell die Kraft für die Wende findet und begreift, was wirklich wichtig ist im Leben, nämlich Du.
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x 1#63
M
Malatesta Gast
@Nakai Vermutlich jeder und jede, der oder die deine Geschichte hier verfolgt, wird deinen Verlustschmerz nachvollziehen können, weil alle irgendwann ähnlich schmerzhafte Trennungsphasen selbst erlebt haben, mich eingeschlossen.
Dieser Hinweis kann jetzt kein Trost für dich sein, dir bestenfalls die Gewißheit vermitteln, daß dich gerade einige fremde Menschen in stiller Anteilnahme nur zu gut verstehen. Gerade diese besonderen Jahrestage der Erinnerung an das verlorene Glück sind untröstlich.
Wenn es jemand unter deinen Freunden oder Angehörigen gibt, der jetzt einfach nur für dich da sein kann, dir etwas von deinem Kummer nehmen kann, und sei es bloß die Schulter, an die du dich lehen kannst, bemühe diesen Beistand.