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Es tut so weh, Trennung nach 22 Jahren Ehe

gast45

Mein Mann hat mich und meine Kinder nach 22 Ehe verlassen. Innerhalb von 5 Minuten ist unser ganzes Leben den Bach runter gegangen. Er hat sich eine jüngere Arbeitskollegin verliebt, und für mich würde er seit 2 Jahren keine Liebe mehr empfinden.

Ich gehe davon aus, das er schon seit zwei Jahren eine Beziehung mit ihr hat.

Was mich so schockt ist die Tatsache, dass er mir die ganze Zeit etwas vorgespielt hat, zumal er noch vor kurzem mit mir und den Kindern in Urlaub war.

Im Moment wohnt er bei der Neuen, da er erst im Oktober in eine eigene Wohnung ziehen kann.

Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll, zumal eine Kontaktsperre wegen der Kinder ja nicht geht.

Ich bin total verzweifelt und masslos enttäuscht, dass ich mich so in einem Menschen täuschen konnte. Bis zuletzt hatte ich geglaubt, dass unsere Ehe glücklich war.

Nun hoffe ich, dass der Schmerz ganz schnell nachlässt.

16.09.2013 11:48 • x 1 #1


Naiba


Hallo,

das klingt wie meine Geschichte, ich befinde mich nun schon vier Wochen in dieser Schockstarre, fast identische Situation.

Ein Mittel gegen den Schmerz hab ich noch nicht gefunden, aber das reden und schreiben, auch hier hilft.

Lass uns beide versuchen weiter zu machen, für uns und für unsere Kinder.
Wir müssen einen Weg finden der für die Kinder gut ist und uns am leben lässt.

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft

16.09.2013 11:53 • #2


Gast45


Danke, ich weiss das es weitergehen muss, doch es ist so schwer. Manchmal weiss ich gar nicht, woher ich den Mut nehmen soll. Es tut gut, dass man weiss, dass man nicht alleine ist.

Ich wünsche Dir auch viel Kraft.

16.09.2013 12:33 • #3


Melanie90


Hallo,

hier im Forum findest du Hilfe und kannst deinen Kummer mitteilen! Wir sind für dich da! Es gibt hier soviele, die das Selbe durchgemacht haben!

Für dich eine Kontaktsperre am besten jetzt! Versuche nur über SMS Kontakt zu halten! Dann kannst du Abstand gewinnen!

16.09.2013 14:58 • x 1 #4


Gast45


Eine Kontaktsperre ist leider nicht möglich, da ich glaube, dass es für meine Kinder das Beste ist, wenn sie ihren Vater wenigstens 1 x pro Woche sehen, da er sich erst vor 14 Tagen von mir und den Kindern getrennt hat.
Bis jetzt fragen sie aber nicht, wenn der Papa kommt und wenn er dann da ist, leben sie ihren normalen Alltag weiter. Nur bei mir klappt das nicht.
Da er ja leider bis jetzt keine eigene Wohnung hat ist das Treffen nur bei uns zu Hause möglich.

16.09.2013 16:30 • #5


Naiba


Hallo,

ich kann Dir nur so gut nachempfinden
Ich habe mittlerweile den nächsten Schritt gemacht und werde aus der "ehelichen Wohnung" ausziehen.
Das ist der einzigste Weg, wie ich vielleicht auch ein wenig zur Ruhe komme, ohne Kontaktsperre der Kinder wegen.
Meine Kinder brauchen mich und nicht eine kraftlose aufgelöste Hülle.

Die Kinder kann er jederzeit anrufen oder auch den Kleinen abholen, sofern er es will. Bisher beschränkt er sich auf das Telefonieren,
da er auch während unserer gemeinsamen Zeit nicht wirklich ein "Händchen" für unsere Kinder hatte. Sie liefen immer so mit ...
Im Moment plagt ihn

Mein Großer lehnt im Moment jeden Kontakt zum Vater ab, auch er kann es nicht verstehen und empfindet zur Zeit nur Wut, Hass und Verzweiflung.
Der Kleine will natürlich alles wieder haben wie es mal war. Ist der Papa nicht da vermisst er ihn nicht und fragt auch nicht nach ihm.
Wenn der Papa kommt ist er ein paar Minuten bei ihm (er ist unten bei seiner Mutter) und kommt dann wieder nach oben.
Es ist ein schwieriger Weg.

17.09.2013 10:19 • #6


Gast45


Hallo Naiba,
meine Grosse ist auch nicht davon begeistert davon, was ihr Papa sich geleistet hat und sie ist auch sehr enttäuscht, das er eigentlich kein richtiges Interesse an ihrem jetzigen Befinden hat. Meine Kleine meinte zu mir, dass es ihr egal ist, ob der Papa sie besucht oder nicht.

Ich kann im Moment noch nicht einschätzen was besser wäre, wenn sie ihn eine Weile nicht sehen würden oder doch 1 x die Woche bei uns.

Mit ihm alleine möchten sie im Moment keine Zeit verbringen und er hat mir auch versprochen, dass sie seine Neue nicht kennenlernen würden.

Es tut mir gut zu wissen, dass ich nicht alleine bin und ich bin froh, dass ich dieses Forum gefunden habe, zumal hier alle das selbe durchmachen wie ich.

Für Aussenstehende die es noch nicht erlebt haben ist es manchmal schwer zu verstehen, dass man immer noch viel weint.

Ich wünsche Dir und auch den anderen hier alles Gute und viel Kraft.

17.09.2013 12:03 • #7


Karlchen 47


Na hallo Du!

Bin eben auf das Forum gestossen.
Klar wer wirklich glüchlich ist wird sich hier nicht herum treiben.

Ich kann Dich so gut verstehen.
Einen Tag nach meiner Sielberhochzeit habe ich den Ring abgelegt.
Wir hatten einen Tag zuvor die Sielberhochzeitsreise abgebrochen.

Einen Tag später wusste ich dann auch warum.

Das Ganze liegt nun 1 1/2 Jahre zurück. Wir leben in Trennung. Unsere Kinder sind schon volljährig und stehen zum Teil fest im Leben.

Seither ist nicht`s mehr wie es war. Jeder Tag eine Qual.
Es ist als wäre die Welt die man kannte plötzlich nicht mehr da.
Alles wofür man gelebt hat, woran man geglaubt hatte ist nicht`s mehr Wert.

Es ist bemerkenswert wie lange man doch trauern kann. Wie schwer es einem fällt den Kopf zu heben und wieder aufrecht zu gehen.

Ich würde Dir gerne was aufmunterndes schreiben. Allein, mir fällt nicht`s ein. Am meinsten fehlt einem jemanden zum reden. Vielleicht auch mal in den Arm genommen zu werden und gesagt zu bekommen, "na, Kopf hoch. Das wird schon wieder". Selbst wenn es gelogen ist.....

Das einzige was kommt sind gute Ratschläge von tollen Freunden.
Geh in Urlaub, lass die Sau raus, jetzt bist unabhängig - freu Dich....

Nur wenn das nie gelebt und gesucht wurde. Warum und wie sollte es einen jetzt "erfüllen"

Das Leben geht weiter. Ich versuche meine Gefühle zu beschreiben. In Gedichten und sonstigen Texten..... Manchmal zeichne ich ein wenig.
Nicht`s mit künstlerischem Anspruch, aber es hilft ein wenig sich selbst zu finden.

Na ja, und ganz langsam kehrt so etwas wie Alltag ein. Der Regen fällt gleichmäßiger. Auch wenn noch lange keine Sonne am Horizont stehen wird. Wir wissen alle, es geht vorrüber.
Es wird alles anders sein. Ich hoffe das es auch wieder gut wird.

Sei stark - ich versuche es auch!

Grüße

Karlchen

18.09.2013 20:33 • x 3 #8


Naiba


Hallo Ihr Zwei,

leider ist es trautige Realität das wir nicht viel tun können außer zu warten das die Zeit vergeht.
Den Kopf zu heben und aufrecht zu gehen, wie Karlchen beschreibt MUSS irgendwann wieder unser Ziel sein,
wir sind doch auch wer, auch wenn wir alleine sind.
Die "guten Ratschläge" bekommt wohl jeder von uns, aber so wirklich verstehen kann uns wahrscheinlich nur jemand
dem es genauso geht oder der es schon einmal durchlebt hat.
Ich bin auch nie die Sorte Mensch gewesen der ständig Party oder irgendwelche Beschäftigungen braucht.
Ein Abend gemütlich zusammen auf der Couch war für mich oft wesentlich schöner.
Und ich denke da geht es uns gleich, was sollen wir ALLEINE im Urlaub oder "Party machen" wenn einem innerlich eher zum weinen
ist weil ein Stück von uns fehlt.

@ Karlchen
dieses Gefühl als wäre die Welt auf links gedreht und alles wofür man gelebt hat nicht mehr da, empfinde ich genauso.
Meine komplette Lebensplanung mit meinem Mann alt zu werden und das Leben zu genießen, jetzt wo die Kinder aus dem Gröbsten raus sind ... alles weg.
Ich lebe irgendwie von einem Tag zum anderen, ich schaff es nicht, selbst wenn ich es versuche mir eine Zukunft vorzustellen.
Ich habe noch keine Ahnung wie man lernt damit umzugehen.
Es ist schlimm, wenn man nach so langer Zeit vor dem Nichts steht.

Sei froh das Deine Kinder groß sind und fest im Leben stehen, Karlchen.
Da hast Du eine große Sorge weniger. Zwar ist es auch für sie sicherlich nicht schön aber bei den "Jüngeren" hat man immer die Angst man schadet ihnen für die eigene Zukunft, das belastet dann zusätzlich sehr.

Es ist schwer, wenn es einem selbst schlecht geht, neutral zu bleiben und die Kinder aus allem raus zu halten.
Man tut sich selbst immer wieder weh weil man den Kontakt nicht abbrechen kann, der Kinder wegen.
Es schießen Dir Gedanken durch den Kopf, was die "Anderen" deinen Kindern alles versprechen und machen und tun um dir zu schaden.
Auch wenn es nicht so ist. Das Gefühl kommt unweigerlich weil man selbst noch zu tiefst verletzt ist.

Wir werden wieder unseren Weg finden, irgendwann ...
Fühlt Euch gedrückt

19.09.2013 07:51 • x 1 #9


Gast45


Hallo Karlchen, Hallo Naiba,

ich kann euch sehr gut verstehen, obwohl wenn mir jemand vor 2 Wochen gesagt hätte, das ich ab sofort alleinerziehend mit 2 Kindern bin, ich hätte ihn nicht ernst nehmen können.

Mein Mann kommt 1 x pro Woche wegen der Kinder und wegen der Wäsche für ca. 2 Stunden vorbei und wenn ich ihn sehe, dann erkenne ich ihn nicht wieder. Er ist ein ganz anderer geworden, als der, der er vor zwei Wochen war.

Wenn ich daran denke, dass er nachmittags noch mit uns gegessen hat und mir fünf Minuten später vor den Kindern sagt, das er uns verlässt weil er sich in eine jüngere verliebt hat, wird mir heute noch schlecht.

Ich weiss immer noch nicht, wie sich ein Mann so verändern und alles was man sich bisher aufgebaut hat, aufgeben kann.

Von meinen Bekannten und Angehörigen bekomme ich immer nur den Rat, das ich mir auch einen anderen Partner suchen soll. Sie können einfach nicht verstehen, dass man nach 22 Jahren erst mal Zeit braucht das Geschehene zu verarbeiten und zu akzeptieren.

Mein Mann hatte diese Zeit schon vorher und hat auch schon eine Neue. Doch ich möchte das noch nicht, zumal ich auch auf meine Kinder Rücksicht nehme und versuche diese so gut es geht aufzufangen.

Bis jetzt ist mir das hoffentlich auch gut gelungen, da sie in der Schule und auch in der Ausbildung weiterhin sehr gut sind.

Ich weine immer noch viel, aber nur wenn ich alleine bin. Wenn meine Kinder hier sind, versuche ich für sie stark zu sein und auch für mich einen Weg zu finden damit umzugehen.

Es tut gut zu wissen, dass man durch dieses Forum nicht ganz alleine ist und man weiss das es auch andere gibt denen es genauso geht und die wissen wie man sich fühlt.

All denen und natürlich auch Euch, wünsche ich alles Gute.

Fühlt euch

19.09.2013 08:48 • x 1 #10


Naiba


Du bist stark, auch wenn Du innerlich am Zerbrechen bist. Alleine für die Kinder lohnt es sich weiter zu kämpfen.

Die gleichen Gedankengänge wie Du kaue ich mehrmals am Tag durch, man kann es nicht begreifen, nicht verstehen, es ist unwirklich.
Ist schon verblüffend wie sich unsere Geschichte da ähneln.
Die guten Ratschläge mit einer neuen Beziehung sind echt ein Ding, als ob man einfach so umschalten könnte nach so langer Zeit.
Unsere Männer hatten reichlich Zeit mit uns abzuschließen, wir stehem am Anfang
Und wir denken ja auch noch an unsere Kinder...

Seine Neue hat ja auch im Sommer ihren Mann für meinen rausgeschmissen und auch zwei Kinder.
Ihr Jüngster ist 14. Ich finde es schon ein Unding ihm gleich einen fremden Mann in die Wohnung zu setzten.
Das würde ich meinen Kindern nicht zumuten, aber da zählen wohl hauptsächlich die eigenen Gefühle ...

... dreh doch mal einer die Zeit ein bissl vor ...

19.09.2013 09:16 • x 1 #11


ellie


@Gast45

Du sollst ihm auch noch die Wäsche machen oder wie ist das gemeint? Ich würde ihm seine Sachen in den Rachen stopfen, den Mistkerl!

Kannst du nicht klare Regelungen treffen, er kann die Kinder bei seinen Eltern abholen oder woanders, damit du ihm nicht über den WEg laufen müsst!

Glaub mir, es wird dir besser gehen wenn du ihn nicht sehen musst!

Soll seine Schl... die Wäsche machen, jetzt mal ehrlich!

19.09.2013 11:37 • #12


Gast45


Nein seine Wäsche wäscht er selber, er braucht nur meine Waschmaschine und Trockner.

Seine Neue wohnt in einem Mehrfamilienhaus und darf nur 1 x pro Woche für 2 Stunden dort die Gemeinschaftswaschmaschine benutzen. Und die benötigt sie für sich selber.

Die Kinder wollen nicht, dass er sie abholt, sondern sie möchten ihn wenn nur zu Hause sehen. Obwohl mir beide versichert haben, dass es ihnen egal ist ob er kommt oder nicht. Hat sich vorher auch nicht so um sie gekümmert.

Ab 01. Oktober hat er eine eigene Wohnung (20 m2) , so wie es aussieht, will seine Neue noch nicht mit ihm zusammenziehen.

19.09.2013 13:02 • #13


ellie


Hallo

das ist echt furchtbar!

Warum wäscht er seine sachen nicht woanders?

Kannst du in der Zeit wo er bei euch ist nicht rausgehen oder was unternehmen! Ist es nicht besser, dass du keine Berührungspunkte zu ihm hast!
Stell klare Regeln auf! Wenn er kommt, dann bist du nicht da!
KS hilft dir erstmal vielleicht!

Wie alt ist er und wie alt seine neue Freundin? Weil du sagtest, sie ist viel jünger!

19.09.2013 13:11 • #14


Gast45


Er ist 46 und sie ist 12 Jahre jünger. Ich weiss jedoch von ihm, das sie genau wie er beruflich sehr erfolgreich ist. Ich gehe davon aus, dass sie einfach keine Lust hat seine Wäsche zu waschen, da sie lt. seiner Aussage auch sehr selten kocht (vielleicht kann sie nicht kochen) und jeden Mittag essen geht.

Er hat sonst niemanden wo er seine Wäsche waschen kann, seine Eltern wohnen ziemlich weit weg und seine Bekannten (Arbeitskollegen) wissen gar nichts von unserer Trennung. Bei unseren Freunden braucht er sich nicht blicken zu lassen, sie finden seine Aktion genau so besch....... wie ich.

Er kann nicht jeden Mittag essen gehen, da das auf die Dauer zu teuer wird. Er hat schliesslich noch eine Familie zu ernähren.

19.09.2013 13:40 • #15




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