JosiS79
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Vielen Dank für deine Worte. Ich fühl mich dadurch nicht so alleine. Glaubst du wirklich, dass das Tal noch nicht erreicht ist 😔?
Aber ich muss mich wohl so langsam auch damit anfreunden, dass dieser grosse stein in der magengegend nicht so schnell verschwinden wird. So sauer ich auch bin, soviel Verachtung ich auch verspüre. Ein Teil von meinem Herzen liebt ihn noch. Kaum kann ich mal schlafen, träume ich oft so schöne Sachen. Und wenn ich aufwache, schaut mir die Realität ins Gesicht. Früher war es umgekehrt, da träumte ich von der Trennung und davon ohne ihn zu sein, ich war froh auf zu wachen und froh, dass alles nur ein böser Traum war.
Zum Glück hat er keine Depressionen oder andere Krankheiten, so kann ich ihn insgeheime einfach auch mal hassen und ihn für alles voll verantwortlich machen. Aber dein Vergleich mit der Mauer kann ich eins zu eins übernehmen. Genau das hat er gemacht.
Leider kann ich diesen Mann nicht aus meiner kleinen Welt verdammen und ich steh immer wieder da und dieser Mann macht mich völlig sprachlos. Mit was für einer Arroganz er durch sein Leben schreitet. Es macht mich fassungslos, dass er auch jetzt noch sich als Nabel der Welt betrachtet. Ich versuche gerade alle meine Angelegenheiten zu sortieren und eine gewissen Routine in mein Leben zu bekommen. Diese brauch ich jetzt für mich. Aber selbst sein Auszug endete darin, dass ich mich hinstellen musste und seine Sachen aussortieren musste und vor die Tür stellen durfte. Ich wollte es doch nur endlich hinter mich bringen und musste wieder die blöde sein. Aber er hat es die ganze Zeit nicht geschafft seine Habseligkeiten zusammen zu packen. Das nötigste, was er brauchte, alles andere blieb liegen. Und den Müll, von dem er sich trennen wollte gleich auch. Ich bin doch keine Lagerhalle. Aber er stellt sich wieder als Opfer hin. Ist ja die arme sau, die nun eine neue Wohnung herrichten muss. Keine Zeit, kein Geld.
Es tut mir leid, dass es dich auch noch körperlich so mitnimmt. Das würde mir den Rest geben. Ich habe "lediglich" schlaflose Nächte, was mir nicht gerade hilft, den Arbeitsalltag zu überstehen, aber irgendwie geht es schon. Auf Arbeit hab ich dann immer echt Probleme wach zu bleiben, bekomm es aber ganz gut kaschiert. Die Appetitlosigkeit ist glücklicherweise mittlerweile einigermaßen im Rahmen. Hab ne ganze Menge abgenommen und ein paar Leute machen sich auch diesbezüglich Sorgen. Ich hab aber das Gefühl, dass es stagniert und ich zumindest soviel esse, um körperlich über den Tag zu kommen.
Spüren denn deine Kinder, dass du auch leidest und deine Probleme hast. Ich habe das Gefühl, dass meine große sich schon ab und an auch Gedanken über mich macht, ich will mir auch nix anmerken lassen, aber ich bin auch nur ein Mensch.
Ich hoffe immer, dass irgendwann mal jemand kommt und sagt, in 2 Wochen wird's dir besser gehen und in zwei Monaten bist du wieder glücklich. Aber scheinbar glaubt da keiner dran.
Es ärgert mich auch unsagbar, dass er sich jetzt so in die Kindererziehung und Betreuung einmischen will. Er hat sich da vorher immer zurückgehalten und alles auf mich abgewälzt. Und nun mag ich das auch nach meinen Vorstellungen umsetzen. Er soll da nicht zu kurz kommen, ich weiß, die Kinder brauchen ihn. Aber ich mag es schon gerne auf meine und den Bedürfnissen der Kinder abstimmen, feste Besuchszeiten, einen geregelten Alltag, wir haben uns zu lange auf seine Lebensumstände eingestellt und nun versucht er sich da ständig reinzuhängen. Habe Angst, dass das alles im Krieg endet.
Ich hoffe, wir Hörensagen und an mal was voneinander. Mit hilft das Gefühl, nicht alleine zu sein.
LG
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