opie
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Zitat von Neja:Du hast auf alles eine Antwort parat, die dich zu befriedigen scheint. Aber damit schmetterst du jeden Versuch ab, dir Hilfe oder einen Rat anzunehmen. Das ist auf die Dauer gesehen frustrierend.
Glaubst Du das wirklich? Weißt Du, warum ich hier schreibe? Weil ich keinen Ausweg mehr sehe, schon lange nicht mehr. Ich funktioniere seit Jahren nur noch. Und wenn ich dann mit Leuten drüber spreche kommt: Such dir professionelle Hilfe. Und ich bin genauso schlau wie vorher auch. Ich versuche zu überleben, aber ich habe einfach keine Kraft mehr. Am Ende bleibt nur die Wahl zwischen Suizid oder Psychiatrie. Und jeder, der davon Ahnung hat weiß, dass es in der Psychiatrie keine Hilfe gibt. Man kommt aus dem Nichts, wird am Leben gehalten, und anschließend geht man wieder dahin, wo man hergekommen ist, ins Nichts.
Zitat von Neja:Will man sich in Gesellschaft wohlfühlen, muss man auch auf andere Menschen zugehen.
Ich bin auf Menschen zugegangen, immer und immer wieder. Aber wenn es um Partnerschaft bzw. S. geht kam immer nur ein nein Danke bzw. gar keine Antwort. Das fühlt sich alles andere als toll an, das kannst Du mir glauben.
Zitat von Neja:Wie will man, willst DU das können, wenn du dich nicht so akzeptierst, wie du bist. Es sollte dir letztendlich egal sein, was andere von dir sagen oder halten. Wichtig ist, wie du selbst zu dir stehst. Und damit scheinst du aber auch ein Problem zu haben.
Ja es stimmt, damit habe ich ein Problem. Ich verstehe den Punkt, aber ich sage Dir mal ein Beispiel. Was bringt es mir bspw. wenn ich alleine unterwegs bin und denke, dass ich ok bin, so wie ich bin, aber niemand was mit mir zu tun haben will? Wenn ich im Café sitze, dann sehe ich Paare die Händchen halten, die sich küssen, und ich sehe dass ich nichts von alledem, was ich mir seit Jahren wünsche, bekomme. Ich bin alleine und ernte höchstens ein paar mitleidige Blicke.
Zitat von Neja:Fang an, dich so anzunehmen und zu akzeptieren wie du bist! Mit all deinen Vorzügen und Macken, die haben wir schließlich auch!
Nur wer mit sich selbst zufrieden ist und ein (einigermaßen) zufriedenes Leben führt, sendet positive Signale aus, die dazu führen, dass auch andere Menschen auf einen zugehen.
Versuch´s doch wenigstens mal! Du musst dich nicht verbiegen! Aber vielleicht solltest du an deiner Lebenseinstellung etwas ändern?
Ich versteh es nicht, ehrlich nicht.
Es ist leicht das Leben toll zu finden, wenn man vom Leben auch was zurückbekommt. Es ist leicht, auf andere Menschen zuzugehen, wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass man liebenswert ist, dass man attraktiv ist. Aber es ist nicht leicht, wenn man immer wieder nur abgelehnt wird. Irgendwann fängt man an zu zweifeln, und anschließend verzweifelt man. Ich weiß gar nichts mehr.
Eine ehemalige Bekannte meinte mal zu mir, dass man seinen Weg alleine gehen muss, und wenn sich jemand findet, der diesen Weg mitgeht, dann ist das gut. Und wenn nicht, dann muss man eben alleine gehen. Diese Frau hatte seit ihrem 13 Lebensjahr immer wieder Beziehungen, mit anderen Worten, sie war nie in der Situation, alleine gehen zu müssen. Da fällt es natürlich leicht, solche Sprüche zu klopfen. Ich lebe gerne, und das ist nicht gelogen. Aber ich überlebe nicht gerne, das reicht auf Dauer nicht aus. Und zu einem Leben gehört für mich Partnerschaft und S. dazu. Beides habe ich nicht, hatte ich lange Zeit nicht, und werde ich, so wie es momentan aussieht auch nie wieder haben. Und ich wäre lieber tot, als so weiterzuleben wie bisher.
Zitat:Lieber jung sterben als nur um das Leben herumschnüffeln."
Arthur Rubinstein
Zitat von Neja:Trotz allem wünsche ich dir ein wundervolles neues Jahr! Möge es dir das langerhoffte Glück bescheren, dir den Weg zur Liebe weisen und deine Hoffnungen erfüllen. Das wünsch ich dir von Herzen!
Danke Neja!
Zitat von Alena-52:du passt dich immer noch an - nur um von allen gemocht zu werden, aus angst vor den alten alleingelassensein-gefühlen. aber dafür verräts du dich jedesmal selbst.
Stimmt.
Zitat von Alena-52:ja, es gilt vollkommene annahme meiner selbst und der situation und wenn ich selbst genügend liebe in mir habe - fühle ich es auch so - alles ist ok - obwohl ich nicht immer damit einverstanden bin und ich sage es.
du bist unfrei und in deiner opferrolle geblieben, machst dich abhängig vom verhalten anderer dir gegenüber - das kommt nicht gut - weder für dich - noch für andere, die zeigen dir irgendwann wie du selbst von dir denkst - sie sind dein spiegel!
ich fühle mich mit meiner einstellung auch nicht als aussenseiter, davon bin ich frei - wer mich und meine gefühle nicht achtet und respektiert - passt nicht zu mir - er tut mir nicht gut und von solchen menschen halte ich mich fern - sie haben keine bedeutung für mich - weil ich mich selbst lieben gelernt habe - kann ich sie so lassen wie sie sind - ich brauche sie nicht. ich habe nicht die erwartung das jeder mich mögen muss - und ich fühle mich deshalb auch überhaupt nicht einsam, im gegenteil weil ich jetzt menschen an meiner seite habe, die ähnlich sind und mit denen ich mich viel wohler fühle. mein ganzer früherer freundeskreis hat gewechselt, einfach weil er nicht mehr zu mir passte - und das war gut so - etwas besseres konnte mir nicht passieren.
Ich habe meinen kompletten Freundeskreis in den letzten zwei Jahren verloren, bzw. ich habe ihn aufgegeben, aus den Gründen, die Du oben genannt hast. Es passte nicht mehr, und außer dummen Ratschlägen passierte gar nichts.
Zitat von Alena-52:beziehungen und S. kannst du an jeder ecke haben - das sind oberflächliche geschichten, die wenig bedeutung haben und grösstenteils wird es so gelebt weil diese menschen angst davor haben wirklich ihr herz zu öffnen und sich wieder bereit fühlen evtl. neu verletzt zu werden, dazu gehört mut und risikobereitschaft.
Wäre schön, wenn es so wäre! Das letzte Mal S. hatte ich mit meiner Ex, das dürfte jetzt 4 Jahre her sein. Das fehlt mir am meisten. Es ist nicht so, dass ich es nicht versucht hätte, jemanden kennenzulernen. Aber mit mir wollen die Leute nur reden, für alles was darüber hinausgeht, bin ich uninteressant. Für mich ist es so Kein S. = wertlos/überflüssig. Evolutionspsychologisch macht das Sinn, weil wer keinen S. hat, kann sich nicht fortpflanzen. Und dann könnte man ja davon ausgehen, dass er/sie sich nicht fortpflanzen soll. Evolutionsperspektivisch ist man also überflüssig.
Die andere Seite ist, mit wie vielen Leuten redest Du, und mit wie vielen Leuten hast Du S.? Ich schätze mal, dass es mehr Menschen gibt, mit denen Du redest. Mit anderen Worten, S. ist wertvoller, hat mehr Wert. Je mehr man etwas vermisst, und je mehr man sich etwas wünscht, desto größer wird der Wert dessen, was man sich wünscht. Das liegt einfach in der Natur der Sache. Mit mir wollen Leute vielleicht tiefgründige Gespräche führen, und wenn es darum geht, dass ich helfen kann, melden sich die Leute auch bei mir. Für alles andere bin ich nicht gut genug. Und das tut einfach nur weh.
Zitat von Alena-52:wenn sie beziehungen eingehen sind sie vom ego geprägt und mit erwartungen verknüpft und dann verhalten sich diese menschen auch wie du es beschrieben hast : reiss dich zusammen, usw. es zeigt ihre unfähigkeit wirklich mit-gefühl für den anderen zu haben - mitgefühl kann ich nur haben wenn ich selbst genügend liebe in mir habe, denn mitgefühl ist ein aspekt der liebe.
Das beschreibt exakt die Situation meines ehemaligen sozialen Umfelds.
Zitat von Alena-52:ja, genauso läuft es dann - sie ist dein spiegel - sie liebt dich nicht - weil du dich nicht liebst und wechselt und wechselt und wechselt - und kann sich so wie du die bestätigung holen - keiner liebt mich - alle hassen mich, die welt ist schlecht - ist doch klasse - so braucht keiner sich ändern - das steht dahinter !
angst vor veränderung.
Im Nachhinein betrachtet glaube ich nicht, dass sie mich jemals geliebt hat. Wir haben uns gefunden, weil wir beide einsam waren. Ich wollte da irgendwann raus und habe für die Beziehung gekämpft, darum, dass wir uns weiterentwickeln. Sie ist stehengeblieben, nicht aus böser Absicht, sondern weil sie einfach nicht konnte. Sie ist jetzt aber nicht alleine, und ich bin noch einsamer als zuvor.
Ich habe auch keine Angst vor Veränderung, ich habe Angst vor Stillstand, weil sich das anfühlt, wie lebendig begraben zu sein. Und das Schlimme ist, dass es sich trotzdem so anfühlen kann, auch wenn man Himmel und Hölle in Bewegung setzt. Und das widerum fühlt sich dann wieder an, wie ein Kampf gegen Windmühlen. Irgendjemand hat mal geschrieben: Wer immer wieder auf die Fresse bekommt, steht irgendwann nicht mehr auf.
Zitat von Alena-52:ein mensch kann nur fröhlich, unbeschwert, glücklich sein wenn er liebe für sich fühlen kann, nur dann ist er frei sich auch zu freuen, reichtümer, materielle dinge machen nicht glücklich, das ist eindeutig erwiesen, es sei den diese menschen haben liebe in sich, dann können sie sich wirklich darüber erfreuen und im grunde brauchen sie dann den übertriebenen mammon nicht, sie fühlen sich auch mit weniger zufrieden und glücklich.
Ich brauche nicht viel, um glücklich zu sein. Aber was auf jeden Fall dazugehört ist Nahrung, Schlaf und S. Letzteres habe ich nicht, und damit ist alles andere für mich gestorben. Und ich wäre lieber obdachlos in einer glücklichen Beziehung, als alleine in einem Schloss zu wohnen!
Zitat von Alena-52:lerne dich zu fühlen und gestehe dir ein, das es nicht wahr ist, was du so negativ über dich und damit auch über andere denkst, das haben -irgendwann- nur andere dich mal glauben und spüren lassen, spüre in dich hinein, dann weisst du es besser!
Warum bin ich dann alleine? Verstehst Du meine "Logik"? Wenn ich ok bin, warum bin ich dann alleine? Ich hatte schon Tage und Wochen, wo ich mit mir komplett im Reinen war. Das hat aber nichts an meiner Situation geändert.
Danke Alena!
Ich habe in der freien Zeit jetzt viel gelesen und mir einige Vorträge von Robert Betz angehört Transformationstherapie. Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich ich liebe das Leben und das Leben hasst mich.
Seine Vorträge finde ich nicht schlecht, auch wenn seine Konzepte nicht wirklich neu sind. Vieles stammt aus der Psychoanalyse + NLP und dazu noch etwas Esoterik, von wegen Universum. Ich denke, dass wir dem Universum herzlich egal sind. Und wenn ich draußen durch die Straßen laufe, dann sehe ich auch keine göttlichen Wesen, sondern ich sehe in erster Linie Leid und Elend. Ein göttliches Wesen wäre nicht abhängig von irgendwelchen Sachen wie Nahrung, Essen und S., und wenn er davon abhängig wäre, dann wäre alles da, einfach so. Davon sehe ich draußen aber nichts. Ich sehe Mangel, Verzweiflung, Trauer, Wut und Hass, Neid und es ist keine Projektion. Es tut mir leid, ich bin einfach fertig und sehe kein Land mehr. Ich werde hier auch nicht mehr schreiben, das ist für Niemanden gut.
Ich wünsche Euch alles Gute! Danke dass Ihr da wart!
opie
Intelligenzgeminderte und Gestörte hoch Zehn, das fällt mir zu Singlebörsen ein. Gestört sein ist nicht schlimm, wenn man sich darüber im Klaren ist. Ich weiß auch, dass ich ein Freak bin. Aber die Meisten halten sich für normal, und das ist der Witz schlechthin.
Kennst Du Fraktale, Mandelbrot? Klar funktioniert das Herz über elektrische Impulse, unser ganzer Körper funktioniert so. Aber diese Theorie mit dem "Sender" halte ich doch für sehr gewagt!
