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Gefühle weg durch Antidepressiva

Rubinrot

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Hallo Leute,

Seit meiner Trennung beschäftigt mich dieses Thema sehr.
Meine Frage ist, ob die Gefühle durch die Einnahme von Antidepressiva so sehr eingedämmt werden können, dass man den Partner, den man vorher über alles geliebt hat, nicht mehr liebt?
Und kann es sein, dass diese Gefühle nochmal wiederkommen? Vielleicht nach dem absetzen der Antidepressiva?
Oder bei einer Verringerung der Dosis?
Ich kann es nicht verstehen, dass die Gefühle so plötzlich nach der Einnahme bei meinem Freund weg waren

18.06.2017 11:31 • x 2 #1


hegios


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Hallo Rubinrot,

ich glaube wir machen uns als Menschen etwas vor, wenn wir davon ausgehen, dass uns die Dinge, die wir tun - unbedingt glücklich machen sollen. Es braucht Zeit, und wenn Hoffnung im Spiel ist, umso länger.

Einen Partner nicht mehr zu lieben ist eine Entscheidung. Entscheidungen sind Dinge, die man bereuen kann und die man hinterfragen sollte. Eine Einnahme von Medikamenten kann selbstverständlich dazu beitragen, dass Entscheidungen und dessen Nachwirkung einem leichter fallen, Mittel zum Ziel ist eine Einnahme jedoch, m.A.n. nicht.

18.06.2017 11:36 • x 1 #2



Gefühle weg durch Antidepressiva

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Rubinrot

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Zum Ende hin war er sich so oft unsicher. Mal wollte er nur alleine sein, hat mich dann aber doch vermisst. Hat viel geschlafen und war sehr anders zu mir.
Er war regelrecht gefühlskalt und alles war ihm egal geworden.

18.06.2017 11:38 • #3


hegios


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Der Verdacht besteht, dass er vielleicht - allgemein durch seine Gefühlskälte, eine andere Frau hatte, die er interessant fand. Ich will das jetzt nicht so in den Raum werfen, weil ich die allgemeinen Fakten eurer Beziehung nicht kenne, also z.B. die Dauer, oder wie er sich allgemein in der gesamten Beziehung verhalten hat. Hat er dir klar Ansagen gemacht, wie z.B. "ich liebe dich nicht mehr", oder "die Gefühle zu dir sind weg", oder "bitte kämpfe nicht mehr um mich" ?

18.06.2017 11:42 • #4


Rubinrot

Rubinrot


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Nein, solche Ansagen hat er mir nie gemacht.
Es war halt nur auffällig, dass dieses Verhalten kurz nach der Einnahme der antidepressiva angefangen hat.
Er war sich plötzlich unsicher mit uns, am nächsten Tag wollte er es aber nochmal versuchen. Hatte das Gefühl, dass er sehr durcheinander war.
Daraufhin hat er dann viel geschlafen, mir oft abgesagt deswegen und war ziemlich kalt. Trotzdem kam oft nach den Absagen, dass er mich vermisst. Ich glaube er war einfach nicht in der Lage sich zu treffen.
Das haben mir auch seine Eltern bestätigt, dass er nur am schlafen war den ganzen Tag. Er hatte zu nichts mehr Antrieb.
Mich haben die Absagen natürlich verletzt und das hat er gemerkt.
Daraufhin hat er Schluss gemacht. Seitdem kamen nur einmal noch Nachrichten, in denen standen, dass er mich noch liebt, aber mich im Moment nur verletzt usw.

Diese Unsicherheiten im Bezug auf unsere Beziehung kamen auf jeden Fall erst vermehrt seitdem er die Tabletten nimmt.

18.06.2017 11:49 • x 1 #5


Killian

Killian


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Ja das kann leider passieren, dafür gibt es ja diese Medikamente, damit sie das Denken dämpfen und einschränken zb. eben auch negative Gedanken. Natürlich hat das auch Auswirkungen auf positive Gedanken weil das Medikament da sicher nicht filtert und unterscheidet.

Es verhindert einfach extreme Gefühlsschwankungen, hält einen ruhig, die Liebe gehört da einfach auch dazu, genauso wie das Negative weil es einfach Hirnchemie ist wie die Verliebtheit zb. ... ist nicht einfach Denken und Wille sowas sondern Chemie im Hirn und darauf wirkt es.

Manche Medikamente und zb. Verhütungsmittel können auch die Libido zb. bei Frau stark reduzieren zb. wegen der mangelnden Hormone dann, also Chemie die auch für dieses Bettverhalten zuständig ist.

Nix mit freier Wille leider.

18.06.2017 11:51 • x 1 #6


unregistriert

unregistriert


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Nein, eigentlich im Gegenteil - wenn tatsächliche Depressionen mit Anti-Depressiva behandelt werden, werden Gefühle erst wieder möglich. Die normalen Denkprozesse kommen wieder in Gang.

18.06.2017 11:55 • x 3 #7


hegios


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Jetzt habe ich es erst verstanden, ich ging zunächst davon aus, dass du diese Tabletten genommen hattest.
Ich denke mal, damit kannst du nicht leben, du brauchst Klarheit, und wenn er nicht klar denken kann, aufgrund eben dieser Einnahme, dann sind seine getätigten Aussagen auch wertlos zu betrachten. Es liegt an dir, abschließen oder hoffen, dass sich seine Gefühlswelt baldig rehabilitiert, gerne kann man auch fernab mal telefonieren, bei Interesse einfach PN - manchmal gestalten sich die Dinge anders.

18.06.2017 11:57 • x 1 #8


Rubinrot

Rubinrot


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Und wie lange dauert das?
Und wenn gar keine richtige Depression vorlag, wird man dann dadurch depressiv?

18.06.2017 11:58 • #9


Minila


Zitat von unregistriert:
Nein, eigentlich im Gegenteil - wenn tatsächliche Depressionen mit Anti-Depressiva behandelt werden, werden Gefühle erst wieder möglich. Die normalen Denkprozesse kommen wieder in Gang.


das stimmt so leider nicht. Antidepressiva helfen in ca 50%. da gibt es zumindenst viele Wissenschaftler, die dieses behaupten.

ich kenne einige Menschen, die Antidepressiva genommen haben und ich kenne viele negative Beispiele.
zum einen bringt ja eine Depression schon eine große Gefühlsveränderung mit sich, zum anderen können Medikamente sehr extrem, und nicht unbedingt positiv, auf den Menschen einwirken..

18.06.2017 11:58 • #10


Nanni110


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Hallo,
Ja, je nach Antidepressivum und eingenommene Dosis kann es dazu führen, dass dein Partnen nichts mehr fühlt. Wenn er sich selbst nicht mehr fühlt, kann er auch für dich keine Gefühle mehr aufbringen oder nicht wissen was er fühlt.
Ich hänge aus dem selben Grund seit drei Monaten in einer Warteschleife und fühle mich elend. Ich kann deine verwirrtheit gut nach empfinden. Leider habe ich für mich auch noch keine Lösung gefunden....

18.06.2017 12:06 • x 1 #11


hegios


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Wie schon erwähnt bleiben dann nur zwei Wege übrig:

1. Du wartest, und hoffst, dass irgendwann eine Gefühls- und Wesensänderung seinerseits eintritt
2. Du schließt vollständig damit ab, ohne Hoffnung auf eine Besserung seinerseits

18.06.2017 12:07 • #12


unregistriert

unregistriert


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Minila erstmal ist wichtig, das überhaupt eine Depression vorliegt. Depressionen sind ein bisschen Modekrankheit geworden (auf jeden Fall besser als die Spinnerkrankheit, auf die sie bis in die Neunziger benannt wurde).

Eine Depression ist ein Mangel an Serotinin/Dopamin/Noradrenalin im Gehirn. Der äussert sich in Zwangsgedanken, unterbrochenen Gedankengängen, Gedankenrasen. Daraus resultiert die Erschöpfung. Keine Gefühle sind mehr möglich, da der Informatinsstrom zwischen den Gehirnnervenzellen nicht mehr funktionieren kann und ständig abbricht und neu aufgesetzt werden muss. Wie ein gestörtes WLAN.

Bei so einer echten Depression helfen die Medikamente Wunder. Gemütsveränderungen bei einschleichen oder bei unregelmässige Einnahme kann ich unterschreiben. Wenn Noradrenalin über das Normalmass hinaussteigt (unregelmässige Einnahme) kann es z.B. zu extremenen Agressionen kommen, auch gegen den Patienten selbst.

Long Story Short: Wenn auf ein Erschöpfungssyndrom auf blöd Antidepressiva verschrieben werden, ohne das der Stoffwechselmangel vorhanden ist, gibt's nur negative Effekte.

Wenn der Stoffwechselungleichstand vorliegt, hilft's Wunder.

gezeichnet
Ein Profi seit 27 Jahren

18.06.2017 12:07 • x 1 #13


TinTin1980


Nicht schon wieder diese AD Debatte. BITTE aufhören damit! Es verunsichert Menschen, die massive Probleme haben, wenn sie sowas hier lesen.

Ich finde es recht verantwortungslos, Rubinrot, wenn du immer wieder auf diesem Thema rumreitest und im Medikament den "Schuldigen" suchst. Lass das bitte! Vor allem nicht, wenn sich Laien mit dem Thema auseinandersetzen.

18.06.2017 12:10 • x 2 #14


Rubinrot

Rubinrot


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Die Sache ist, dass er ja auch Schluss gemacht hat, weil er mich momentan nur verletzt. Er hat mir nie gesagt, dass er mich nicht mehr liebt. Nur einmal, dass er sich zur Zeit unsicher sei. Danach war es aber eigentlich wieder gut zwischen uns.

Und er hatte sogar ein paar Tage vor der Trennung noch Pläne. Er wollte mit mir einige Veranstaltungen besuchen und zwei Tage vorher sollte ich auch zu ihm kommen. Er war auch traurig, dass ich nicht konnte. Und plötzlich war dann Ende.

Er meldet sich sowieso nicht mehr bei mir und reagiert auch auf nichts. Wahrscheinlich das ich damit abschließe.
Er lenkt sich auch auf einem Datingportal ab
Vorher war aber auf keinen Fall eine andere im Spiel, das hat er mir auch gesagt.
Der Urlaub ist nun auch storniert..

18.06.2017 12:13 • x 1 #15



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