Melissa1
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Du schreibst, Dein Freund hätte nur mehr geschlafen. War er denn vor seiner Behandlung mit ADs auch so oft müde? So müde, dass er sich nicht einmal mehr mit Dir treffen konnte? Wahrscheinlich nicht und ein klares Indiz dafür, dass ihm bzw. seinem Körper die ADs zu schaffen machen. Weißt Du Rubinrot, es wird sich für ihn so anfühlen, als ob er bei lebendigem Leib begraben ist. Er bekommt mit, dass ihn all seine Körperfunktionen verlassen, er bekommt mit, dass nach und nach mehr von ihm "stirbt". Er kann nicht einmal mehr Emphatie zeigen und das schmerzt einen als Betroffener besonders. Er wollte, aber es ist schlichtweg nicht möglich. Die ADs lassen es nicht mehr zu!
Dein Freund möchte Dir nicht mehr weh tun und aus Rücksichtnahme zu Dir beendet er die Beziehung. Das sagt eigentlich schon alles aus. Er versteht wahrscheinlich selbst gerade nicht, warum er so gefühlskalt geworden ist, so abgeflacht in den Gefühlen. Übringens nur eine von zig! Nebenwirkungen, an der er wahrscheinlich zur Zeit zu kämpfen hat.
Sag ihm bitte Bescheid, dass Du davon hier im Forum erfahren hast, dass die ADs das bei ihm bewirken können. Lass ihn nicht hängen! Er braucht jetzt Leute, die ihm da raushelfen. Wie gesagt, selbst ist man dazu fast nicht mehr in der Lage, vor allem, wenn er sich schon in den Fängen der Psychiatrie/eines Psychiaters befindet. Ich würde Dich als seine ehemalige Freundin bitten, dass Du ihm da raushilfst aus der Misere.Auch wenn Du nicht mehr die Frau wirst, die an seiner Seite glücklich werden kann. Aber dann kannst Du eines Tages behaupten, Du hast jemandem geholfen, der ohne Deine Hilfe verreckt wäre.
Also: Tabletten in den nächsten Wochen Schritt für Schritt reduzieren (Teilung geht gut mit Nagelschere). Notfalls auch gegen den Willen der Ärzte. Es ist ein Kampf, den er noch durchstehen muss, denn bis der Spiegel in seinem Blut abgebaut ist, wird es noch ein paar Wochen dauern. Dann kommt noch eine Zeit, in der man eventuell Absetzsymptome hat.
Aber wenn man einmal in der Hölle war, dann wird man es auch noch schaffen, über ein paar glühende Kohlen zu gehen.
Ich möchte hier auf diesem Weg alle Menschen, die massivst unter den Nebenwirkungen von ADs leiden, dazu ermutigen, die Medikamente nach und nach wegzulassen. Gebt die Hoffnung nicht auf, dass ihr wieder "die Alten" werdet, so wie ihr Euch selbst immer gekannt habt! Und lasst euch nicht einreden, IHR WÄRET KRANK, nein, es sind die Medikamente, die EUCH KRANK MACHEN.
Ist man erst einmal in den Fängen der Psychiater, kommt man nur sehr schwer heraus. Und die Medikamente machen einen so matsch im Kopf, dass man sich nicht einmal mehr Gedanken machen bzw. Lösungsstrategien entwickeln kann, wie man da noch einmal aus der Nummer rauskommt. Wenn man dann noch von Seiten der Ärzte zu hören bekommt, dies wäre ja die Depression (eine Aussage, die meines Erachtens von der Pharmaindustrie erfunden wurde, um den Absatz ihrer "Glückspillen" anzukurbeln), dann glaubt man echt, verrrückt zu werden. Die "Glückspillen" müssten "Teufelspillen" heißen. Aber Psychiater sind eben auch nur Menschen und sie glauben wahrscheinlich den Marketingversprechen dieser Pharmavertreter.
