Karili
Gast
@juliet
Vielen Dank für deinen Beitrag. Fast alles spricht mir aus der Seele und genau die Befürchtungen, dass er sich nie ganz entziehen kann, die habe ich. Der Mann, den ich zu kennen geglaubt hat war fair, fröhlich, liebevoll und hat sich immer auf ein gemeinsames Leben gefreut! Die Ironie ist, dass wir ohne die Krise am Tag der Kinderübergabe im Urlaub am Strand gelegen hätten! Aber in der Krise zeigt es sich eben wie Menschen wirklich sind. Schönwetter kann ja leider jeder! Jemand hat hier im Thread etwas von Faden und Seil geschrieben. Das Bild geht mir dauernd im Kopf rum. Jetzt muss er bei uns in der Wohnung sein. Ich habe mich in die Firma verkrümelt. Musste da sowieso noch was abholen. Hoffentlich hält er sich an die Abmachung und ist um 5 weg.
@ Perzet
Abgemacht war von Freitag Abend bis Montag früh um 8, weil ich ja das Homeoffice starten muss. Am Sonntag Abend kam dann der Anruf, dass sie sie nicht holen möchte, weil blabla. Da war alles noch harmonisch und die Kids richtig gut drauf. Als mein Freund mich gefragt hat, ob sie noch ein paar Tage länger bleiben könnten, da gingen bei der Großen schon die Augen riesig auf. Ich hab dann natürlich gefragt wie lange und es war unbestimmt von ein paar Tagen die Rede, weil sie Angst hätte die Kinder gesundheitlich zu gefährden. Das habe ich so akzeptiert. Die nächsten Tage waren dann der Beginn der Talfahrt. Die beide wussten jetzt nicht mehr wann Mama sie genau abholt und haben permanent gefragt. Besonders der Kleine war durcheinander. Ich habe mit meinem Freund gesprochen und angeboten, die Kinder zu den Großeltern zu fahren. Er wollte dann mit ihr sprechen. Gehört habe ich danach nichts. Im Trubel um meine Arbeitsstelle, die ganze Situation, habe ich irgendwann auf Funktionieren geschaltet. Immer hoffend, dass der Zustand bald vorüber sein würde.
Er hat die Kinder immer nur abends in Tränen aufgelöst erlebt und irgendwann gefragt, warum sie immer so aufgelöst sind. Bei seiner Ex wären sie so sonnig. Da war bei mir das erste Mal Schicht! Ich habe ihm erklärt, dass sie nach Hause möchten und es nicht an mir liegt. Das hat die Große mitgekriegt und ab da kraftvoll nachgetreten und erzählt, dass sie nichts richtiges zu essen kriegen und ich sie anschreien würde, was absolut nicht stimmt! Mein Freund kennt mich und weiß das auch! Da waren hundert kleine und große Dinge und am Schluss war ich das Monster, das mit den Kindern nicht klarkommt, den Haushalt vernachlässigt und nichts taugt. Er hat der Großen jedes Mal geglaubt und war von den Tränen des Kleinen komplett weichgekocht. Wenn ich etwas gesagt habe kam nur, die sind sonst nicht so. Also liegt es an dir. Na ja, und dann der Satz mit dem Mutter- und Familientest! Bin ich jetzt ja wohl durchgefallen!
Übrigens, als Mistblagen oder so habe ich die beiden nie bezeichnet! Woher du das hast weiß ich nicht. Ich habe getan was ich nach bestem Gewissen für die beiden tun konnte und bin dabei im Stich gelassen worden. So einfach.
