Zitat von merretich: Weil man gefühlt wiederholt eine Familie verliert, die zwar zutiefst toxisch war, aber halt doch die gefühlt einzige die es gab.
Der Satz trifft es auf den Punkt, danke dafür
🌷 Zitat von merretich: Ich hab einen ähnlichen Hintergrund wie Du.
Seit 20 Jahren ohne Eltern, Mutter war eine gewalttätige Borderlinerin, Vater hat in seinem Leben hunderte Babys und Kinder missbraucht
Scheint so, wobei dein Hintergrund noch ne Schüppe krasser ist als bei mir.
Zitat von merretich: dass diese Biographie (inklusive des "Trainings" als Kind mit Störungsbildern der ersten Bezugspersonen irgendwie klarzukommen) in Kombination mit dem fehlenden Anker der Familie mich unglaublich anfällig macht erstens für Manipulation
Definitiv.
Die Säule "Familie" fehlt einfach.
Ich finde auch Freunde sehr übergriffig, die damals abwinkten und meinten "ach, vergiss den einfach".
Tja die haben teilweise drei Geschwister und tolle Eltern, zu denen sie jederzeit an den Wochenenden fahren können, die sie wieder aufbauen, umarmen und ihnen eine Suppe kochen- das habe ich alles nicht.
Diese Menschen können sich null in meine Lage hinein versetzen. Die reden wie der Blinde von den Farben.
Aus dem Grund spreche ich nur mit zwei Menschen darüber und zwar mit denen, welche ebenfalls mit Narzissten zusammen waren und keine gute Familienanbindung haben.
Nur da fühle ich mich verstanden, so wie ich an deinen Worten merke, dass du genau weißt, wovon du sprichst.
🙏 Zitat von merretich: Ich denke da ist auch wichtig Dir selbst zu verzeihen, dass Du das zugelassen hast.
Ja, viele Opfer von Narzissten spüren im Rahmen der Aufarbeitung eine große Scham.
Experten sagen aber, dass die Narzissten sich eigentlich schämen müssten und nicht wir.
Wir haben aus Liebe gehandelt und hatten stets die besten Intentionen.
Zitat von merretich: Aber dennoch spätestens jetzt knallhart zu bleiben.
Das werde ich. Ich bin mir auch sicher, dass nun Ruhe einkehren wird.
Er wollte lediglich die Wogen mit mir glätten wegen seiner Tochter, mehr steckte da doch nie dahinter. Jetzt hat er seine Schuldigkeit getan und wird sich mehr und mehr um die Neue kümmern und mich in Ruhe lassen.
Zitat von merretich:... der Mann hat null investiert, war auch vulnerabel narzisstisch veranlagt und hatte mich zusätzlich dadurch am Wickel, dass seine Kinder, vor allem seine Tocher, total an mir hingen
Ja so war es bei mir auch.
Er sagte sogar mal zu mir "ich mach doch gar nichts", als ich ihm sagte, dass ich ihn liebe. Sprich er WUSSTE sogar, dass er nichts gemacht hat!
In den ersten zwei Jahren gingen wir oft essen oder ins Kino- aber da war auch Corona und er konnte nicht feiern gehen.
Nach Corona kam dann sein wahres Gesicht zum Vorschein. Verstärkt dadurch, dass er in einen Boxverein eintrat und da seine zwei toxischen Kumpels kennengelernt hat, die ebenfalls Lügner und Betrüger sind.
Der Eine ist mittlerweile auch sein Geschäftspartner. Der hat sich letztes Jahr seiner Ehefrau entledigt und seiner Jugendliebe nach nur drei Monaten einen Heiratsantrag gemacht- aber der ist auch bei Joyclub und betrügt die Neue auch nach Strich und Faden. Widerlicher Typ. Wer mir sowas befreundet ist- das spricht Bände.
Ich riet ihm davon ab, mit einem Betrüger Geschäfte zu machen, aber die Erfahrung muss er selbst machen.
Zitat von merretich: Letztlich hab ich aber erst durch ihn nochmal so richtig begriffen wie schlimm das als Kind war.
Genau die Erkenntnis kommt zu dem Schmerz noch on top drauf.
Dass man seine Kindheit reinszeniert hat und bei einer ebenfalls emotional nicht verfügbaren Person um Liebe und Anerkennung gebettelt hat, sie aber nicht bekommen hat.
Egal, was man alles getan hat.
Ich war ihm eine top Partnerin und kann mir keinerlei Vorwürfe machen- ich habe ihn immer unterstützt, zugehört, gekuschelt, im Haushalt geholfen und mich auch um sein Kind gekümmert. Ich hatte keinerlei Augen für andere Männer.
Das war echt Perlen vor die Säue werfen. Ein anderer Partner wird mich zu schätzen wissen.
Ich finde es nur sehr seltsam, dass er sich jetzt so fix auf ein objektiv gesehenes "Downgrade" von den Eckdaten her einlassen konnte. Er sagte mir selbst, dass die drei Kinder und die Entfernung absolut nicht zu ihm passen würden.
Aber vermutlich findet er es nicht verkehrt, dass sie so weit weg wohnt und nicht alles mitbekommt, was er so treibt... so kann sein Doppelleben mit Joyclub munter weitergehen.