Rayden
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Zitat:Jede Nachricht die sie mir geschickt hat hat mich komplett aufgewühlt. Ich weis einfach nicht wer ich bin zur Zeit, weil ich mich so sehr als ihr Partner und Teil ihrer Familie identifiziert habe und jedes mal wenn die Erkenntnis, das ich das alles nicht mehr bin, erneut zuschlägt muss ich so hart kämpfen das ich nicht komplett fertig bin. Was soll ich nur machen? Wie soll ich mich damit abfinden, dass ich das alles verloren habe.
das geht mir da sehr ähnlich. Ich hab ihre Familie sehr gemocht, fühlte mich dort fast wohler als in meiner eigenen (von der auch nicht mehr viel übrig ist). Bin mir auch sehr sicher dass es ihnen ähnlich ging. Von denen hab ich seit Weihnachten nichts mehr gehört und ich habe auch nicht vor mich da zu melden. Wie soll das auch laufen? Meine Ex meinte nach der Trennung oft, dass sie mich gern auf ihren Familienfesten weiterhin dabei hätte. Wie stellt sie sich das nur vor? Soll ich hautnah dabei sitzen und sehen, wie jemand anderes meinen Platz einnimmt? Ganz bestimmt nicht. Daher sage ich mir immer wieder, diese Familie war nie meine Familie, so nah man sich auch stand. Das schmerzt mich schon sehr, aber alles andere wäre einfach nur noch mehr Selbstgeißelung und das muss ich nicht haben.
Zitat:Macht ihr das nichts aus dass sie es umgekehrt auch verloren hat?
Meine ganz eigene, vielleicht 'etwas' verbitterte Meinung. Doch, schon. Aber dafür haben sie sich ja auch jemanden Neuen geholt. Der lenkt natürlich gut ab und sorgt dafür, dass ein etwaiges schlechtes Gewissen - falls vorhanden, das wissen wir ja gar nicht - nicht lange im Vordergrund steht. Außerdem nimmt der Neue ja auch in gewissen Sinne unseren Platz ein. Ob das so funktioniert wie sich unsere Exen das vorstellen, zeigt sich vermutlich erst nach einer gewissen Weile. Und das entscheiden ja auch nicht wir.
Zitat:Rayden, vielleicht stellt sie ja auch nur nicht die Bilder von dem Neuen hinein, weil es immer noch nicht alle Freunde wissen?
Ja, das kann durchaus sein. Sie sagte mal kurz nach unserer Trennung, dass sie Angst um mich habe. Angst, dass ich ohne sie in eine soziale Isolation geraten würde. Und ehrlich gesagt dachte ich auch immer, dass sie der Bindungsfaktor zwischen mir und einigen (nicht allen) unserer Freunde wäre. Heute muss ich darüber nur müde lächeln. Irgendwie bin immer ich derjenige, der die Trennung Freunden sagen muss. Sie ist seit Wochen - mit Ausnahme der letzten größeren Geburtstagsfeier - aus dem Freundeskreis verschwunden. Bei mir hingegen intensiviert sich die Freundschaft zu vielen immer mehr. Vielleicht hat sie tatsächlich Angst davor, unseren Freundeskreis irgendwie zu spalten. Das habe ich auch und ist absolut nicht meine Absicht. Ich glaube auch nicht, dass das passieren würde. Aber falls doch bin ich mir nicht mehr so sicher, dass ich derjenige wäre der den Kürzeren zieht.
Zitat:Darf ich dich mal was fragen? Hoffst du immer noch, dass sie zurück kommt? bzw würdest du sie zurück nehmen... ihre ganzen Kontaktversuche müssen ja ganz schön Hoffnung bei dir schüren...
Ich weiß es selbst nicht. Ich kann weder ehrlich sagen dass ich noch hoffe, noch das ich es nicht mehr tue. Ich liebe sie noch, dass merke ich eben leider auch immer wieder daran, dass meine Gedanken sehr oft um sie kreisen und mich ihre Kontaktversuche aufwühlen. Meldet sie sich aber nicht, bin ich das ebenso.
Aber ich kann auch nicht mehr an sie denken ohne den Zusatz, dass sie mich hat fallen lassen. Das sie mich ausgetauscht hat und alle ihre Worte, die sie mir mal per Brief & Co. gesagt hat nur leere Worthülsen gewesen zu sein scheinen. Für mich bedeutet Liebe eben noch, dass man "in guten wie in schlechten Zeiten" zusammenhält. Und das hat sie nicht. Würde sie also morgen vor meiner Tür stehen würde ich sie jedenfalls nicht mehr mit offenen Armen in Empfang nehmen. Da bin ich mir mittlerweile relativ sicher.
Und doch glaube ich irgendwie noch an uns. Ja es ist irgendwie verrückt das zu sagen und gleichzeitig zu behaupten, ich würde nicht mehr hoffen. Wenn ich aber an unsere Beziehung zurückdenke, dann bin ich immer noch der Meinung dass Liebe nie unser Problem war. Allerdings ist das nur meine Theorie, denn am Schluss hat sie mir ja weder gesagt das sie mich liebt, noch das sie es nicht mehr tut. Aber unsere Beziehung war immer harmonisch, Streit gab es in 8 1/2 Jahren so gut wie nie. Wir haben uns prima ergänzt, hatten viele Gemeinsamkeiten und konnten uns bei Unterschiedlichkeiten aufeinander einlassen. Wir waren wohl mit das "beliebteste" Pärchen in unserer Clique - daher auch die immer entsetzten Blicke, wenn ich erzähle das ich wieder Single bin - und passten einfach gut zusammen. Ich glaube, daran muss sie auch oft denken, sonst würde sie sich nicht melden. Unser Problem war mein Selbstbewusstsein, aber das hat sich in den letzten Jahren sehr geändert. Daher bin ich auch so enttäuscht. Anders als viele andere in diesem Forum bin ich der Meinung, dass man Menschen die man liebt nicht verlassen sollte, auch wenn sie mal schwere Zeiten durchmachen. Solange der Wille desjenigen da ist, die Dinge zu ändern, bin ich kein Fan davon, seinen Partner hängen zu lassen. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung.
Hui, das war jetzt ziemlich ausschweifend
Wie auch immer, ich weiß nicht ob meine Enttäuschung eine Reunion nicht von vornherein torpedieren würde. Aber das ganze steht sowieso nicht zur Debatte. Daher lasse ich einfach die Zeit für mich arbeiten, konzentriere mich auf meinen Master und schaue mal, was so passiert. Ich hoffe nur, dass diese Downs endlich mal nachlassen, das wäre wirklich super...
Viele Grüße an euch!
Ich würde mich trotzdem freuen, wenn du ab und zu mal von dir was hören lässt hier im Forum... Schade, dass ich mir und dem Ende meiner schwierigen Phase noch selbst im Wege stehe.
, aber das spielts halt im Moment nicht ... Wie siehts bei dir aus ImEimer?